Letzte Nachrichten
Einzelhandel appelliert an Bund und Länder: Kein neuer Corona-Lockdown
Trotz der seit Wochen wieder steigenden Corona-Infektionsraten in Deutschland fordert der Einzelhandel den Verzicht auf neue Lockdowns. Zu den für Dienstag geplanten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands HDE, Stefan Genth, der Zeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe): "Es muss klar sein, dass es keinen Lockdown mit Geschäftsschließungen mehr gibt." Dies würden "viele Geschäfte nicht mehr verkraften".
Bewährungsstrafen für US-Investor und französischen Banker in Russland
In einem Aufsehen erregenden Prozess hat ein russisches Gericht Bewährungsstrafen gegen den US-Investor Michael Calvey und den französischen Banker Philippe Delpal verhängt. Die Richter erlegten Calvey am Freitag eine fünfeinhalbjährige Bewährungsstrafe auf, Delpal erhielt viereinhalb Jahre auf Bewährung. Bewährungsstrafen zwischen dreieinhalb und fünf Jahren erhielten zudem fünf russische Mitarbeiter Calveys und Delpals.
Mars-Rover "Perseverance" beginnt mit Sammlung von Proben
Der Mars-Rover "Perseverance" hat mit Bohrungen auf der Oberfläche des Roten Planeten begonnen. "Die Probenentnahme ist angelaufen!", erklärte Nasa-Mitarbeiter Thomas Zurbuchen am Freitag. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte Aufnahmen, auf denen ein kleiner Hügel mit einem Loch in der Mitte neben dem Rover zu sehen war.
DFB-Pokal: 1860 München sorgt für Überraschung - Dresden weiter
Drittligist 1860 München hat für die erste kleine Überraschung im DFB-Pokal gesorgt. Der zweimalige Pokalsieger besiegte in der ersten Runde Zweitligist Darmstadt 98 mit 5:4 im Elfmeterschießen. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung stand es 1:1 (1:1, 0:0). Dynamo Dresden setzte sich derweil im Zweitligaduell gegen den SC Paderborn mit 2:1 (0:0) durch.
Zwei Angeklagte bekennen sich nach Sturm auf US-Kapitol schuldig
Gut ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol haben sich zwei Männer schuldig bekannt, während der Ausschreitungen am 6. Januar Polizisten attackiert zu haben. Der 44-jährige Fitnessstudio-Besitzer Scott Fairlamb sagte am Freitag bei einer Gerichtsanhörung in Washington, er bekenne sich außerdem schuldig, die Arbeit des Kongresses behindert zu haben. Seine Schuld räumte auch der 28-jährige Devlyn Thompson ein. Beiden Angeklagten drohen mehrjährige Haftstrafen.
Türkische Regierung unter Druck wegen schlechter Vorbereitung auf Brände
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Regierung kommen wegen der verheerenden Brände im Land zunehmend unter Druck. Oppositionspolitiker verwiesen am Freitag auf einen offiziellen Bericht, demzufolge die Behörden bislang nur einen Bruchteil der verfügbaren Gelder für das Vorgehen gegen Waldbrände abgerufen haben. "Dies ist eine Situation, die man als Verrat bezeichnen könnte", sagte der Abgeordnete Murat Emir der Nachrichtenagentur AFP.
Strafanzeige wegen sexueller Belästigung gegen New Yorks Gouverneur Cuomo
Eine Mitarbeiterin des Gouverneurs von New York, Andrew Cuomo, hat wegen sexueller Belästigung Strafanzeige gegen ihren Chef erstattet. Die Anzeige sei tags zuvor eingegangen, sagte ein Vertreter Justizbehörden am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. US-Medienberichten zufolge handelt es sich um eine der elf Frauen, deren Anschuldigungen gegen Cuomo zwei unabhängige Juristen im Auftrag der Staatsanwaltschaft nachgegangen waren.
US-Armee hält an Militäreinrichtungen in Deutschland und Belgien fest
Die USA sind von ihrem Vorhaben abgerückt, mehrere Militäreinrichtungen in Deutschland und Belgien an die hiesigen Behörden zu übergeben. Angesichts der "wachsenden" verteidigungspolitischen Erfordernisse würden die Standorte in Ansbach, Kaiserslautern, Mannheim, Pirmasens, Stuttgart und Wiesbaden sowie das belgische Daumiere aufrechterhalten, teilte die Armee am Freitag mit. US-Präsident Joe Biden hatte zuvor bereits die Pläne seines Vorgängers Donald Trump für einen Teil-Abzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten fallengelassen.
Klima-Experten bewilligen ersten Teil von neuem IPCC-Sachstandsbericht
Delegierte aus fast 200 Ländern haben den ersten Teil eines neuen Sachstandsberichts zum Weltklima bewilligt. Nach zweiwöchigen Online-Sitzungen hieß es am Freitag auf dem Twitter-Auftritt des Weltklimarats (IPCC), die 30-seitige Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger sei "freigegeben und akzeptiert" worden. Am Montag stellt das UN-Expertengremium das Dokument offiziell in Genf vor.
Parlament in Moldau bestätigt pro-europäische Regierung
Die Republik Moldau hat eine neue Regierung: Am Freitag bestätigte das Parlament des südosteuropäischen Landes die 43-jährige Ex-Finanzministerin Natalia Gavrilita als neue Ministerpräsidentin. Gavrilita gilt als Verbündete von Präsidentin Maia Sandu, die einen ehrgeizigen Reformkurs verfolgt und ihr Land näher an die EU heranführen will.
Festnahme nach Tod von US-Schauspielerin Banes durch Unfall mit Fahrerflucht
Die New Yorker Polizei hat am Donnerstag einen Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Tod der US-Schauspielerin Lisa Banes festgenommen. Der 26-Jährige werde beschuldigt, Banes bei einem von ihm verschuldeten Verkehrsunfall tödlich verletzt und anschließend Fahrerflucht begangen zu haben, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Taliban nehmen erste afghanische Provinzhauptstadt ein
Der Vormarsch der radikalislamischen Taliban in Afghanistan scheint derzeit unaufhaltsam. Die Aufständischen nahmen am Freitag mit Sarandsch die erste afghanische Provinzhauptstadt ein. Auch in der wichtigen Stadt Laschkar Gah kontrollieren die Regierungstruppen nur noch wenige Stadtviertel. In der Hauptstadt Kabul erschossen Taliban-Kämpfer einen ranghohen Regierungsbeamten. Medienberichten zufolge führte die Bundesregierung vergangene Woche Geheimgespräche mit Vertretern der Taliban.
Vize-Gouverneurin: Taliban nehmen mit Sarandsch erste Provinzhauptstadt ein
Den radikalislamischen Taliban ist während ihrer aktuellen Groß-Offensive in Afghanistan erstmals die Einnahme einer Provinzhauptstadt gelungen. Nach Angaben der Vize-Gouverneurin der Provinz Nimros, Roh Gul Chairsad, eroberten die Islamisten am Freitagmittag die im Südwesten Afghanistans gelegene Provinzhauptstadt Sarandsch. "Die Taliban haben die Kontrolle über den Gouverneurssitz sowie die Hauptquartiere der Polizei und der Gefängnisverwaltung übernommen", sagte Chairsad der Nachrichtenagentur AFP.
Handelsverband: "Dürfen Bargeld nicht aufs Abstellgleis schieben"
Der Handelsverband Deutschland (HDE) will das Bezahlen mit Scheinen und Münzen nicht abschreiben. "Wir dürfen das Bargeld nicht aufs Abstellgleis schieben", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem Portal t-online. Bargeld werde derzeit oft unter den Generalverdacht von Geldwäsche gestellt und künstlich kriminalisiert. "Da muss mehr Sachlichkeit in die Debatte, das ist völlig unangemessen."
Tigray-Rebellen verweigern Abzug aus Grenzregionen
Die Rebellen aus der äthiopischen Unruheregion Tigray lehnen den Abzug ihrer Kämpfer aus benachbarten Regionen ab. "Nichts dergleichen wird passieren, es sei denn die Blockade wird aufgehoben", sagte ein Sprecher der Rebellenorganisation TPLF, Getachew Reda, am Freitag mit Blick auf die weitgehende Abriegelung der Region Tigray durch die Regierung in Addis Abeba.
Urlaubsregionen im Süden Frankreichs ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete
Für Urlauber im Süden Frankreichs gelten ab Sonntag schärfere Corona-Regeln. Das Robert-Koch-Institut teilte am Freitag mit, dass die südfranzösischen Regionen Okzitanien und Provence-Alpes-Côte dAzur sowie Korsika als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Bei der Rückkehr müssen Ungeimpfte eine zehntägige Quarantäne antreten, die frühestens ab dem fünften Tag durch Übermittlung eines Testnachweises beendet werden kann.
Unternehmen in USA schufen fast eine Million neue Jobs im Juli
Die US-Wirtschaft hat im vergangenen Monat fast eine Million neue Jobs geschaffen und damit wie im Juni schon mehr als erwartet. Besonders viele Neueinstellungen gab es im Juli im Gastgewerbe, im Freizeit- und Unterhaltungssektor sowie im Bildungsbereich, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Die US-Wirtschaft setzt damit ihre Erholung von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie fort. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,4 Prozent.
Italien führt den Corona-Gesundheitspass für Museen und Restaurants ein
"Haben Sie Ihren Grünen Pass?": Mit dieser Frage sind Besucher in ganz Italien am Freitag konfrontiert worden, als neue Coronavirus-Bestimmungen für Museen und Innenräume von Restaurants in Kraft traten. In den Vatikanischen Museen wurden mehrere Touristen abgewiesen, obwohl sie Eintrittskarten im Voraus gebucht hatten. Denn wer die Eingangsfrage mit "Nein" beantwortete und keinen Gesundheitspass mit Nachweis über Testung, Genesung oder Impfung vorlegen konnte, musste draußen bleiben.
Umsatz von Huawei wegen US-Sanktionen massiv eingebrochen
Angesichts der anhaltenden Spannungen mit den USA ist der Umsatz des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei deutlich eingebrochen. Das Unternehmen erzielte nach Angaben vom Freitag im zweiten Quartal einen Umsatz von gut 168 Milliarden Yuan (rund 22 Milliarden Euro) - ein Rückgang um 38 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Zum Gewinn äußerte Huawei sich nicht.
Streich verrät: Kronenberg wird neuer Bundestorwarttrainer
Der Freiburger Andreas Kronenberg wird Nachfolger des langjährigen Bundestorwarttrainers Andreas Köpke. Das verriet SC-Trainer Christian Streich bei einer Pressekonferenz am Freitag. "Wir haben einen Kompromiss gefunden", sagte Streich: "Ich kann dem DFB gratulieren, dass sie Krone bekommen. Ich freue mich für ihn, für den Hansi und für den DFB - für uns freue ich mich nicht."
Reederei Maersk verneunfacht Gewinn im zweiten Quartal
AP Möller-Maersk, die größte Containerschiffsreederei der Welt, profitiert von der aktuell enormen Nachfrage nach Frachtkapazitäten und den gestiegenen Preisen. Im zweiten Quartal von April bis Juni legte der Nettogewinn von Maersk im Vergleich zum Vorjahr um das Neunfache auf 3,7 Milliarden Dollar (3,14 Milliarden Euro) zu, wie der dänische Konzern am Freitag mitteilte. Für fast eine Milliarde Dollar kauft Maersk zwei E-Commerce-Anbieter.
Erneut Raketenangriffe der Hisbollah und Gegenattacken aus Israel im Libanon
Nach weiteren Raketenangriffen aus dem Libanon und Gegenattacken aus Israel warnen die Vereinten Nationen vor einer Eskalation des Konflikts. "Dies ist eine sehr gefährliche Situation", erklärte die in der Grenzregion tätige UN-Friedenstruppe Unifil am Freitag. Sowohl die Aktionen der schiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon als auch der israelischen Armee in den vergangenen Tagen hätten den Konflikt weiter angeheizt. Am Freitag feuerte die Hisbollah den dritten Tag in Folge Raketen auf Israel, das mit Artillerie-Angriffen antwortete.
Zwei Tote bei Bränden im Norden Athens
Die verheerenden Brände in der Ägäis haben nun auch in Griechenland erste Todesopfer gefordert. Am Freitag starb in einem nördlichen Vorort von Athen ein Mann durch einen umstürzenden Strommast, in einem anderen Vorort in der Nähe wurde ein lebloser Mann in einer Fabrik aufgefunden. In der Region fielen immer mehr Häuser den Flammen zum Opfer. Auch in der Türkei wüteten weiter schwere Brände.
Ganz Griechenland ein "Pulverfass"
Brennende Häuser und Firmen, Evakuierungen, zerstörte Ernten: Die Waldbrände in Griechenland und der Türkei richten weiter verheerende Verwüstungen an. Besonders kritisch war die Situation am Freitag nördlich von Athen, dort fielen immer mehr Häuser den Flammen zum Opfer. Ein Mann starb durch einen umstürzenden Strommast, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.
Tischtennis: Männer-Team verliert Finale gegen China und holt Silber
Die deutschen Tischtennis-Männer haben die erhoffte Sensation verpasst und das Traumfinale gegen China verloren. Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Patrick Franziska unterlagen dem bei Olympia weiter ungeschlagenen Seriensieger klar mit 0:3. Mit Silber stellte das DTTB-Trio dennoch sein bestes Ergebnis aus dem Jahr 2008 ein.
Frankreichs Winzern droht historischer Ernteeinbruch wegen Aprilfrösten
Frankreichs Winzer stehen angesichts des frostigen Wetters im Frühjahr vor einem Erntedesaster: Wie das französische Landwirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, könnte die diesjährige Weinproduktion auf ein "historisches Tief" fallen. Einbußen von 24 bis 30 Prozent seien in diesem Jahr zu erwarten. Grund dafür ist vor allem ein ungewöhnlich kühler und frostiger April.
Transporterfahrer verursacht zahlreiche Verkehrsunfälle in Berlin
Ein Fahrer eines Transporters hat am Donnerstagabend in Berlin 13 Verkehrsunfälle verursacht. Der 32-Jährige fiel gegen 17.50 Uhr einem Autofahrer auf der Autobahn 100 auf, wo er nacheinander drei Wagen anfuhr und seine Fahrt fortsetzte, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
Eintracht im Pokal ohne Quartett um Kostic
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Waldhof Mannheim auf ein Quartett verzichten. Flügelspieler Filip Kostic sitzt das letzte Spiel seiner Sperre aus der Saison 2019/20 ab, Ajdin Hrustic befindet sich nach seiner Corona-Infektion noch in Quarantäne. Dazu fehlt Ragnar Ache (Oberschenkelprobleme) nach seinem Olympiaausflug ebenso verletzt wie Almamy Toure (Sehnenverletzung).
Zwei Autofahrerinnen bauen mit je viereinhalb Promille Alkohol im Blut Unfälle
Mit jeweils mehr als vier Promille Alkohol im Blut haben zwei Frauen in Niedersachsen und Hessen Unfälle gebaut. Verletzt wurde niemand, wie die jeweils zuständige Polizei am Freitag mitteilte. Im niedersächsischen Goslar fuhr eine 49-Jährige am Donnerstagnachmittag rückwärts gegen eine Hauswand. Davor hatte sie nach Angaben der Polizei mehrmals erfolglos versucht, ihr Auto rückwärts von einer gegenüberliegenden Straße auszuparken.
Bundesregierung streitet über besseren Schutz der Moore
Die Bundesregierung ist mit dem Vorhaben gescheitert, noch vor der Bundestagswahl eine Strategie zum besseren Schutz der Moore in Deutschland vorzulegen. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium darüber eine Einigung zu erzielen, teilte das Umweltressort am Freitag in Berlin mit. "Das Bundesumweltministerium plant nun, kurzfristig eine eigene Ressortstrategie zu erarbeiten", hieß es weiter.
"Dixie Fire" in Kalifornien breitet sich weiter rasant aus
Die Feuerwehr in Kalifornien bekommt das verheerende "Dixie Fire" nicht in Griff: Nachdem der riesige Flächenbrand im Norden des US-Westküstenstaats bereits die Kleinstadt Greenville aus der Zeit des Goldrauschs zerstört hat, ordneten die Behörden am Donnerstag die Evakuierung zweier weiterer Orte an. Doch nicht alle Einwohner gehen freiwillig.
Senat soll am Samstag über Bidens historisches Infrastrukturpaket abstimmen
Das hunderte Milliarden Dollar schwere Infrastrukturpaket des US-Präsidenten Joe Biden steht am Samstag vor einer entscheidenden Hürde im US-Senat. Der Mehrheitsführer der Demokraten, Chuck Schumer, setzte nach ergebnislosen Debatten am Donnerstag bis in die Nacht eine Abstimmung für Samstagmittag an. Zuvor hatten die Senatoren stundenlang über Änderungsanträge zu dem Gesetz diskutiert, das Staatsausgaben in Höhe von rund 550 Milliarden Dollar (rund 470 Milliarden Euro) vorsieht.