Letzte Nachrichten
Seniorin löst beim Marmeladekochen Explosion aus
Beim Einkochen von Marmelade hat eine 82-Jährige im sächsischen Hoyerswerda eine Explosion verursacht und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizeidirektion Görlitz am Samstag mitteilte, hatte die Seniorin am späten Freitagnachmittag für das Einkochen einen Propangasherd in einem Nebengebäude benutzt. Aus noch unbekannter Ursache sei dann unkontrolliert Gas ausgeströmt, nachdem die Frau den Raum verlassen habe.
Nur noch 211 rosafarbene Leguane auf Galápagos-Inseln
Von den vom Aussterben bedrohten rosafarbenen Leguanen auf den Galápagos-Inseln gibt es einer ersten Erfassung zufolge nur noch 211 Exemplare und damit weniger als bisher geschätzt. Das sei das Ergebnis einer Forschungsexpedition zum Lebensraum der einzigartigen Echsen, teilte der Galápagos-Nationalpark am Freitag mit. Dabei hätten die Forscher keine Jungtiere entdeckt, sagte der ecuadorianische Experte und Expeditionsteilnehmer Washington Tapia.
Tsipras und Zaev in Münster mit Westfälischem Friedenspreis ausgezeichnet
Der ehemalige griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der amtierende nordmazedonische Regierungschef Zoran Zaev sind mit dem internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2020 ausgezeichnet worden. Die beiden Spitzenpolitiker nahmen die von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe verliehene Auszeichnung für ihre Einigung im Namensstreit zwischen beiden Ländern am Samstag in Münster entgegen. Pandemiebedingt fand die Preisverleihung mit fast einjähriger Verzögerung statt.
Delta-Variante verdoppelt Risiko von Klinikeinweisung
Bei einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus besteht ein doppelt so hohes Risiko einer Krankenhauseinweisung wie bei der Alpha-Variante. Dies berichten die Verfasser einer britischen Studie, die am Samstag in dem Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler analyisierten die Gesundheitsdaten von 43.338 Covid-19-Fällen in England zwischen dem 29. März und dem 23. Mai, darunter Impfstatus, Notfallversorgung, Krankenhauseinweisung und andere Patientendaten. Nur 1,8 Prozent der Betroffenen waren vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Dreiviertel waren gar nicht geimpft, 24 Prozent hatten nur eine von zwei erforderlichen Impfdosen erhalten. "Die Ergebnisse dieser Studie zeigen uns in erster Linie das Risiko einer Krankenhauseinweisung für diejenigen, die nicht oder nur teilweise geimpft sind", sagte Ko-Autorin Anne Presanis, Statistikerin an der Universität Cambridge. Alle Virusproben wurden einer Genomsequenzierung unterzogen, um festzustellen, mit welcher Variante des Coronavirus sich die Patienten infizierten. Knapp unter 80 Prozent der Fälle waren durch die Alpha-Variante ausgelöst wurden, der Rest durch Delta. Im Zeitraum von 14 Tagen nach dem ersten positiven Testergebnis wurden rund zwei Prozent der Infizierten ins Krankenhaus eingeliefert. Unter Berücksichtigung der Faktoren, die eine schwere Covid-19-Erkrankung begünstigen - darunter Alter, Ethnie und Impfstatus - fanden die Forscher heraus, dass das Risiko einer Krankenhauseinweisung mit der Delta-Variante mehr als doppelt so hoch war als mit der Alpha-Variante. Seit der Datenerfassung für die Studie hat sich die hochansteckende Delta-Variante stark ausgebreitet. In Großbritannien ist sie den Autoren zufolge inzwischen für mehr als 98 Prozent der neuen Corona-Fälle verantwortlich. "Wir wissen bereits, dass Impfen einen hervorragenden Schutz vor Delta bietet", sagte Co-Autor Gavin Dabrera, der beratender Epidemiologe beim Nationalen Infektionsdienst der britischen Gesundheitsbehörde ist. "Es ist lebenswichtig, dass diejenigen, die nicht zwei Impfdosen erhalten haben, dies so schnell wie möglich tun", appellierte er. (P. Rasmussen--BTZ)
US-Armee fliegt Vergeltungsangriff Terror-Islamisten
Als Vergeltung für den verheerenden Selbstmordanschlag am Flughafen von Kabul hat die US-Armee in Afghanistan einen Drohnenangriff auf einen "Planer" des regionalen Ablegers der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. Wegen anhaltender Anschlagsgefahr rief die US-Botschaft ihre Landsleute in Kabul auf, sich vom Flughafen fernzuhalten. Nach der Bundeswehr beendete am Freitagabend auch Frankreich seine Evakuierungsflüge. Bei dem aus einem anderen Land gesteuerten Drohnenangriff in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sei ersten Hinweisen zufolge "das Ziel getötet" worden, erklärte Bill Urban vom US-Zentralkommando. Der afghanische IS-Ableger - Islamischer Staat Provinz Chorasan (IS-K) - hatte sich zu dem Anschlag bekannt, bei dem am Donnerstag mindestens 85 Menschen getötet wurden, darunter 13 US-Soldaten. Einige Medien berichten von fast 200 Toten. Das US-Verteidigungsministerium korrigierte seine Angaben zu dem Anschlag. Demnach war es die Tat eines einzelnen Selbstmordattentäters. Zunächst hatte das Pentagon von zwei Explosionen gesprochen. US-Angaben zufolge eröffneten Bewaffnete nach der Explosion das Feuer und töteten weitere Menschen. US-Präsident Joe Biden kündigte Vergeltung an. "Wir werden euch jagen und euch büßen lassen", sagte Biden an die Drahtzieher gerichtet. Der Anschlag war der verlustreichste Angriff auf die US-Armee am Hindukusch seit zehn Jahren. Zudem starben Dutzende Afghanen, die verzweifelt auf einen Platz in einem der letzten westlichen Evakuierungsflüge hofften. Die US-Botschaft in Kabul rief ihre Landsleute auf, sich "umgehend" von den Toren des Flughafens zu entfernen. "US-Bürger, die sich im Moment am Abbey Gate, East Gate, North Gate oder am Tor des Neuen Innenministeriums aufhalten, sollten jetzt umgehend gehen", erklärte die US-Botschaft in einer neuen Sicherheitswarnung auf ihrer Website. Pentagon-Sprecher John Kirby warnte vor "konkreten und glaubwürdigen Bedrohungen" am Flughafen der afghanischen Hauptstadt. Das Weiße Haus erklärte, Bidens Sicherheitsberater stuften einen weiteren Anschlag als "wahrscheinlich" ein. Die kommenden Tage seien der "bisher gefährlichste Zeitraum" der Mission, sagte Bidens Sprecherin Jen Psaki. Trotz allem sollen "bis zum letzten Moment" Evakuierungsflüge stattfinden, wie US-General Hank Taylor sagte. Auf dem Gelände des Flughafens warten nach US-Angaben noch mehr als 5000 Menschen auf eine Chance zur Ausreise. Tausende weitere Menschen hoffen außerhalb des Flughafens auf einen Platz in einer Evakuierungsmaschine. Die USA wollen bis kommenden Dienstag alle Soldaten aus Afghanistan abziehen. Ironie der Geschichte nach 20 Jahren Militäreinsatz: Um den Ablauf der Evakuierungen sicherzustellen und zum Schutz vor dem IS müssen die US-Soldaten enger mit den Taliban zusammenarbeiten. Der Leiter der US-Truppen auf dem Flughafen, Peter Vasely, steht in ständigem Kontakt zu dem Taliban-Vertreter, der für die Sicherheit außerhalb verantwortlich ist. Die Bundeswehr hatte am Donnerstag ihre Rettungsflüge aus Kabul beendet, ebenso die Niederlande und Australien. Am Freitag folgten Spanien, Schweden, Norwegen und die Schweiz, am Abend beendete Frankreich seine Evakuierungsflüge, wie Verteidigungsministerin Florence Parly mitteilte. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr kehrten am Freitagabend nach Deutschland zurück. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) dankten den Rückkehrern: "Unser Land ist stolz auf Sie", schrieb Steinmeier in den Online-Netzwerken Facebook und Instagram. "Sie haben Unfassbares gesehen und erlebt" und "Unglaubliches geleistet", sagte Kramp-Karrenbauer auf dem Fliegerhorst im niedersächsischen Wunstorf. "Wir alle in Deutschland stehen ihnen und den Männern und Frauen der Bundeswehr ihres Einsatzverbandes gegenüber in einer ganz tiefen Schuld", sagte Kramp-Karrenbauer an die Rückkehrer und ihren Kommandeur Jens Arlt gerichtet. Seit dem 14. August, dem Tag vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Kabul, wurden nach Angaben der US-Regierung rund 109.000 Menschen ausgeflogen. (T. Jones--BTZ)
Verunreinigte Moderna-Ampullen womöglich für zwei Todesfälle verantwortlich
Verunreinigte Moderna-Ampullen sind womöglich der Auslöser von zwei Todesfällen in Japan. Der Tod der beiden Männer im Alter von 30 und 38 Jahren werde derzeit untersucht, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Tokio mit. Die Männer seien kürzlich nach ihrer zweiten Impfdosis gestorben. Die Vakzine stammten den Angaben zufolge aus einer von drei Moderna-Produktionschargen, die nach Berichten über Verunreinigungen zurückgezogen worden waren.
Formel 1 sortiert Kalender neu: 22 Rennen, Premiere in Katar möglich
Die Formel 1 hat angesichts der anhaltenden Corona-Probleme einen überarbeiteten Kalender für die restliche Saison präsentiert und rückt darin erstmals von der Rekordzahl von 23 Rennen ab. Die neue Version sieht insgesamt 22 Termine vor, auch das wäre eine noch nie erreichte Anzahl.
Baerbock wirbt für fairen Umgang mit dem politischen Gegner im Wahlkampf
Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock hat im Wahlkampf zu einem fairen Umgang mit dem politischen Gegner aufgerufen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe) sagte die Parteivorsitzende, vor allem im Internet griffen angesichts echter oder vermeintlicher Verfehlungen der Kanzlerkandidaten "Hass und Hetze" und eine "scharfe Polarisierung" um sich. "Respekt vor der anderen Meinung und anderen Menschen ist die Grundlage für einen demokratischen Streit", mahnte Baerbock.
UNO startet wegen Dürre in Afghanistan dringenden Hilfsappell
In einem dringenden Hilfsappell haben die Vereinten Nationen Unterstützung für Millionen afghanische Bauern gefordert, denen wegen extremer Dürre verheerende Ernteausfälle drohen. Die Bauern seien von "akuter Ernährungsunsicherheit" bedroht, erklärte die UN-Ernährungsorganisation FAO am Samstag. Sie warnte vor einer innerafghanischen Fluchtbewegung und weiterer Instabilität in Afghanistan.
Fußball: FC Bayern München ist auch an Ginter interessiert
Neben Jonas Hofmann hat in Matthias Ginter offenbar ein zweiter Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach Interesse beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München geweckt. Das berichten Sky und Bild. Ginters Vertrag in Gladbach läuft nach der aktuellen Saison aus.
Preisgekrönter Fotograf: Pressefreiheit nach Machtübernahme der Taliban massiv bedroht
Der preisgekrönte afghanische Fotograf Massoud Hossaini sieht die Pressefreiheit in seinem Heimatland nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban massiv bedroht. Er rechne mit einer "wirklich schlimmen Zukunft" für Journalisten in Afghanistan, sagte der Pulitzer-Preisträger im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Die Taliban werden versuchen, die Medien zu töten, aber sie werden es langsam tun." Afghanistan drohe, "das Nordkorea der Region" zu werden.
Hausärzteverband beklagt abflauendes Interesse an Corona-Impfungen
Die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen ist nach Angaben des Hausärzteverbandes deutlich niedriger als in der ersten Hälfte des Jahres. "Der Impfturbo, den wir im Frühjahr und bis zum Juli hinein erlebt hatten, ist definitiv abgeflaut", sagte Bundesvorstandsmitglied Armin Beck den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (Samstagsausgaben). "Während einzelne Kolleginnen und Kollegen uns zuvor noch von 300 oder sogar 500 Anfragen wöchentlich berichteten, erhalten viele mittlerweile nur noch zögerliche 30 oder weniger", sagte Beck.
Erstmals über zehn Millionen Menschen in Indien an einem Tag geimpft
In Indien sind zum ersten Mal über zehn Millionen Menschen an einem einzigen Tag geimpft worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag wurde die Marke am Vortag überschritten. Premierminister Narendra Modi feierte den Meilenstein als "bedeutsame Leistung" für sein Land.
Bundespräsident Steinmeier sichert Flutopfern Unterstützung zu
Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Aachener Dom haben die christlichen Kirchen am Samstag der Opfer der verheerenden Hochwasserkatastrophe Mitte Juli gedacht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte, das Leid der Betroffenen dürfe nicht in Vergessenheit geraten. "Sie sind nicht allein", sagte er in einer Ansprache im Anschluss an den Gottesdienst. "Wir vergessen Sie nicht!" Steinmeier gedachte in seiner Rede zunächst der Menschen, die bei den Überschwemmungen ums Leben gekommen waren und erinnerte an das Leid der Angehörigen. "Nichts mehr ist wie zuvor im Leben derer, die um ihre Liebsten trauern", sagte er. "Ihren Schmerz - wir können ihn nicht ermessen." Der Bundespräsident erinnerte auch an die Menschen, "denen die Fluten alles genommen haben: ihre Häuser, ihr Hab und Gut, ihre Erinnerungen, ihre Lebensträume", sagte der Bundespräsident. Den Betroffenen in den Hochwassergebieten wolle er sagen: "Wir, das ganze Land, stehen an Ihrer Seite. Ihr Schicksal bewegt uns. Wir, das ganze Land, trauern heute mit Ihnen." Steinmeier würdigte die Widerstandskraft der Betroffenen, die nicht aufgegeben, sich gegenseitig geholfen und erst einmal die schlimmsten Verwüstungen beseitigt hätten. "Sie haben angepackt, trotz Ihrer Verzweiflung", sagte er. Davor habe er großen Respekt. Seinen Dank richtete er auch an die Einsatzkräfte sowie an diejenigen, "die so großzügig gespendet haben, um die erste Not zu lindern". Zugleich mahnte der Bundespräsident Entschlossenheit im Kampf gegen den Klimawandel an: "Wir sehen in diesem Sommer in Europa dramatische Bilder: in Mitteleuropa verheerende Regenfälle, rund um das Mittelmeer brutale Hitze und Feuersbrünste. Die Folgen des Klimawandels haben auch uns in Europa erreicht - daran kann es keinen Zweifel geben", sagte er. Nötig sei deshalb auch, sich besser auf künftige Krisen vorzubereiten - "das sind wir nicht nur den Opfern des Hochwassers schuldig", sagte Steinmeier. "Das, was ihnen geschehen ist, geht uns alle an. Es betrifft uns alle. Es geht um unsere Zukunft und um die unserer Kinder." Steinmeier begrüßte es, dass die Bundesregierung "schnell gehandelt und einen Hilfsfonds in nie dagewesener Höhe beschlossen" habe. Diese Gelder müssten nun so schnell und so zielgenau wie möglich zu den Menschen kommen. "Nicht alles wird mit Geld zu heilen sein, aber diese Hoffnung der Betroffenen auf Unterstützung darf nicht enttäuscht werden", mahnte der Bundespräsident. Zu dem Gottesdienst, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnahm, hatten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, eingeladen - gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatte extremer Starkregen Mitte Juli verheerende Überschwemmungen ausgelöst. Viele Gemeinden wurden verwüstet, mehr als 180 Menschen kamen ums Leben. (O. Petrow--BTZ)
US-Südküste bereitet sich auf gefährlichen Hurrikan "Ida" vor
Mit Evakuierungen und eindringlichen Warnungen rüsten sich die USA für den ersten schweren Hurrikan des Jahres: Die Behörden des Bundesstaats Louisiana verhängten am Freitag (Ortszeit) vorsorglich den Ausnahmezustand und riefen die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben des Wetterdiensts NHC dürfte "Ida" als Hurrikan der besonders hohen Kategorie 4 am Sonntag in Louisiana auf Land treffen - fast auf den Tag genau 16 Jahre nach den Verwüstungen durch Hurrikan "Katrina". Der Wetterdienst warnte Louisiana und die Küstengebiete von Mississippi und Alabama vor heftigem Regen, "beträchtlichen" Überschwemmungen und Sturmfluten im Gefolge des Wirbelsturms. Er stufte "Ida" als "extrem gefährlich" ein. "Die Zeit zum Handeln ist JETZT", erklärte die Behörde auf Twitter. Kategorie 4 ist die zweithöchste der bis zum Niveau 5 gehenden Hurrikan-Skala, sie bedeutet Windgeschwindigkeiten von mindestens 209 Kilometern pro Stunde. Bedroht ist laut NHC auch New Orleans, wo 2005 durch "Katrina" mehr als 1800 Menschen ums Leben kamen und 80 Prozent der Stadt überschwemmt wurden. Die Stadtverwaltung erließ eine Evakuierungsanordnung für Gebiete, die außerhalb des Deich- und Schleusensystems wohnen, das die niedrig gelegene Stadt schützt. Bürgermeisterin LaToya Cantrell rief zudem die Bewohner von New Orleans innerhalb des Schutzsystems auf, in ihren Häusern zu bleiben. "Wir wollen nicht, dass sich die Menschen auf die Straßen begeben und sich damit in größere Gefahr bringen", sagte sie der örtlichen Nachrichten-Website nola.com. Darüber hinaus würden öffentliche Schutzräume eingerichtet. Auch die Evakuierung von hochwassergefährdeten Küstenstädten wie Grand Isle wurde angeordnet. "Die Leute packen und verlassen die Stadt", sagte Scooter Resweber, Polizeichef von Grand Isle, örtlichen Medien. "Ida" hatte am Freitag als Hurrikan der Kategorie 1 die Südwestküste Kubas erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde traf er die Stadt La Coloma in der Provinz Pinar del Rio. Vorsorglich waren dort der Strom abgeschaltet und mehr als 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Auch in der Hauptstadt Havanna wurden tausende Einwohner evakuiert, der öffentliche Verkehr wurde eingestellt. Erst in der vergangenen Woche hatte der Tropensturm "Henri" im Nordosten der USA für Stromausfälle und Überschwemmungen gesorgt. Der Klimawandel sorgt nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern zu steigenden Temperaturen der Meeresoberfläche und damit zu stärkeren Wirbelstürmen, die vor allem für Küstenorte weltweit eine zunehmende Bedrohung darstellen. (M. Tschebyachkinchoy--BTZ)
Tennis: Impfpflicht für Zuschauer der US Open beschlossen
Kurz vor dem Start der US Open am Montag haben die Veranstalter eine generelle Corona-Impfpflicht für die Zuschauer des Grand-Slam-Turniers eingeführt. Der US-Tennisverband setzt damit eine Vorgabe der Stadt New York um. Demnach müssten die Tennisfans zumindest eine Impfung gegen COVID-19 vorweisen können, um sich die Matches vor Ort anschauen zu können.
Guardiola dementiert festen Entschluss zum City-Abschied
Star-Trainer Pep Guardiola hat dementiert, dass er den englischen Fußballmeister Manchester City definitiv verlassen wird, wenn sein Vertrag 2023 ausläuft. Der 50-Jährige stellte jedoch klar, dass er beabsichtige, eine Pause vom Fußball einzulegen, wenn sein Engagement beim Klub zu Ende geht.
"BACK. ON. TRACK.": Der Haaland-Hype geht weiter
Erling Haaland war so glücklich, dass er es mit der Welt teilen musste. "BACK. ON. TRACK", zurück in der Spur, schrieb der Torjäger von Borussia Dortmund auf Twitter und postete darunter ein Foto von seinem völlig wilden Torjubel. Sein Treffer zum 3:2 (0:0)-Sieg in der ersten Minute der Nachspielzeit gegen die TSG Hoffenheim machte ihn am Freitag wieder einmal zum Helden des Abends.
Zverev: Junge Generation wird Titel "mehr unter uns aufteilen"
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hält eine Ära der Dominanz wie jene von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic für einmalig. "Die Top Drei haben 15, 20 Jahre dominiert. Das wird sich nicht wiederholen. Das sieht man vielleicht nur einmal im Leben. Wir Jüngeren werden die Titel vielleicht mehr unter uns aufteilen", sagte der 24-Jährige am Freitag.
Becker über Federers erneute Knie-OP: "Kein gutes Zeichen"
Boris Becker wagt keine Prognose über ein mögliches Comeback des verletzten Tennis-Superstars Roger Federer - allzu optimistisch ist er aber nicht. "Es ist die dritte OP am gleichen Knie, das ist kein gutes Zeichen", sagte das deutsche Tennis-Idol am Freitag in einer Medienrunde des TV-Senders Eurosport über den 40-jährigen Schweizer: "Ich würde mir wünschen, Roger noch einmal fit und spielerisch top auf einem Platz zu sehen. Aber da liegt vieles in der Schwebe."
"Größte Bestrafung": Förstemann und Kruse verpassen Medaille
Der ehemalige Olympia-Dritte Robert Förstemann hat bei den Paralympics in Tokio eine Medaille hauchdünn verpasst. Der 35 Jahre alte Guide kam im Zeitfahren über 1000 m mit dem sehbehinderten Kai-Kristian Kruse in 1:00,554 Minuten auf Rang vier, auf den Bronzeplatz fehlten im Izu Velodrome trotz deutschem Rekord letztlich 82 Tausendstel. Mit einer schwachen letzten Runde verspielte das Tandem auf seiner Paradestrecke die Medaillenchance.
Förstemann und Kruse verpassen Medaille hauchdünn
Der ehemalige Olympia-Dritte Robert Förstemann hat bei den Paralympics in Tokio eine Medaille hauchdünn verpasst. Der 35 Jahre alte Guide kam im Zeitfahren über 1000 m mit dem sehbehinderten Kai-Kristian Kruse in 1:00,554 Minuten auf Rang vier, auf den Bronzeplatz fehlten im Izu Velodrome letztlich nur 82 Tausendstel. Mit einer schwachen letzten Runde verspielte das Tandem auf seiner Paradestrecke die Medaillenchance.
Olympia - Para-Tischtennis: Schmidberger spielt um Gold
Tischtennisspieler Thomas Schmidberger greift bei den Paralympischen Spielen in Tokio nach der Goldmedaille. Der 29-Jährige gewann sein Halbfinale gegen den Chinesen Zhai Xhang souverän mit 3:0 und untermauerte nach Silber in Rio eindrucksvoll seine Ambitionen auf den Paralympics-Triumph. Im Finale trifft der querschnittsgelähmte Bayer vormittags deutscher Zeit (11.15 Uhr) auf seinen Dauerrivalen Fan Penfeng (China), gegen den er 2016 im Endspiel verlor.
Niederlage: Sitzvolleyballer verpassen Überraschung gegen Iran
Die deutschen Sitzvolleyballer haben in ihrem Auftaktspiel bei den Paralympics in Tokio eine Sensation klar verpasst. Das Team von Bundestrainer Michael Merten konnte gegen Rio-Champion Iran nur im ersten Satz mithalten und verlor letztlich glatt mit 0:3 (23:25, 16:25, 17:25). Ins Besondere den iranischen Starspieler Morteza Mehrzadselakjani, mit 2,44 m einer der größten Menschen der Welt, bekam der EM-Dritte nie in den Griff.
Olympia: Para-Leichtathletin Merle Menje auf Rang sechs
Rennrollstuhlfahrerin Merle Menje (Singen) hat eine glänzende Premiere bei den Paralympischen Spielen hingelegt. Die 17 Jahre alte deutsche Nachwuchshoffnung fuhr im Finale über 5000 m in der Startklasse T54 in persönlicher Bestzeit von 11:16,38 auf einen überzeugenden sechsten Platz. Bis zur Zielgerade hatte die Europameisterin sogar Chancen auf Bronze, ehe sich die deutliche erfahrenere Konkurrenz im Spurt durchsetzte.
Grünen-Chef Robert Habeck ist gegen höheres Rentenalter
Grünen-Chef Robert Habeck hat sich gegen ein höheres Renteneintrittsalter ausgesprochen. "Wir wollen das Rentenalter so lassen, wie es ist, also Rente mit 67", sagte Habeck der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstag). Langfristig sollten aus Sicht der Grünen auch Beamte in die gesetzliche Rente miteinbezogen werden. Zunächst wolle seine Partei aber anderweitig nicht abgesicherte Selbstständige und Abgeordnete in die Rentenversicherung holen. Dies habe sich bereits die große Koalition vorgenommen, jedoch nicht umgesetzt.
Freilassung des Mörders von US-Senator Robert F. Kennedy?
Der Mörder des US-Senators Robert F. Kennedy hat grünes Licht für seine Freilassung bekommen. Das zuständige Gremium im US-Bundesstaat Kalifornien stimmte am Freitag in San Diego für die Freilassung von Sirhan Sirhan auf Bewährung. Robert F. Kennedy war 1968 während des Präsidentschaftswahlkampfs in einem Hotel in Los Angeles erschossen worden. Er war ein Bruder des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy.
Nach Freiburg-Pleite: Haaland rettet Dortmund gegen Hoffenheim
Dank Erling Haaland hat Borussia Dortmund die erste Nervenprobe der Bundesliga-Saison gerade noch bestanden. Gegen die leidenschaftliche TSG Hoffenheim gewann das Team von Trainer Marco Rose am Freitag zum Auftakt des dritten Spieltags knapp mit 3:2 (0:0). Durch den zweiten Saisonsieg rehabilitierte sich der BVB für das außerordentlich schwache 1:2 beim SC Freiburg aus der Vorwoche.
US-Geheimdienste können Corona-Ursprung in Bericht nicht klären
Die US-Geheimdienste haben ihren mit Spannung erwarteten Bericht zum Ursprung des Coronavirus veröffentlicht - und kein eindeutiges Ergebnis präsentieren können. In dem am Freitag publik gemachten Bericht werden sowohl eine Übertragung von Tier zu Mensch als auch ein Laborunfall in China als "plausible Hypothesen" bezeichnet. Die Nachrichtendienste seien aber "weiterhin gespalten" in der Frage, was der "wahrscheinlichste Ursprung" der Corona-Pandemie sei.
Ungeimpfter Lehrer in Kalifornien steckt zwölf seiner Schüler an
Ein ungeimpfter Grundschullehrer im US-Bundesstaat Kalifornien hat einer Studie zufolge mindestens zwölf seiner Schüler mit dem Coronavirus angesteckt. Die am Freitag veröffentlichte Untersuchung der US-Gesundheitsbehörde CDC führt insgesamt mindestens 26 Infektionsfälle auf den Lehrer oder die Lehrerin zurück. Betroffen waren auch Schüler eines anderen Jahrgangs, Geschwister und Eltern.
Hurrikan-Warnung für US-Golfküste und Kuba
Der Hurrikan "Ida" nähert sich mit hohen Windgeschwindigkeiten der US-Küste und Kuba. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA warnte am Freitag vor lebensbedrohlich starken Regenfällen, Sturzfluten und Schlammlawinen im Westen Kubas, auf Jamaika und den Cayman-Inseln. Am Sonntag soll "Ida" als "gefährlicher Hurrikan" die Golfküste der USA erreichen.
Bundeswehr-Soldaten von Kabul-Einsatz zurückgekehrt
Nach dem Ende der Evakuierungsmission in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind die deutschen Soldatinnen und Soldaten nach Deutschland zurückgekehrt. In drei Bundeswehrmaschinen landeten sie am Freitagabend aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent kommend auf dem niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte sie bereits in Taschkent in Empfang genommen und auf dem Rückweg begleitet.