Letzte Nachrichten
Plan der Bundesregierung: Luftwaffe soll 2000 Afghanen aus Kabul ausfliegen
Die Bundesregierung will bis Ende des Monats rund 2000 Ortskräfte über eine Luftbrücke aus Afghanistan ausfliegen lassen und plant dafür den Einsatz mehrerer hundert deutscher Soldaten ein. Einen entsprechenden Plan stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntagabend den Chefs der Bundestagsfraktionen vor, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag von Teilnehmern erfuhr. Der Bundestag soll für den Einsatz kommende Woche nachträglich ein Mandat erteilen.
Söder warnt Union massiv vor Machtverlust bei Bundestagswahl
Sechs Wochen vor der Bundestagswahl hat CSU-Parteichef Markus Söder die Union vor einem Machtverlust gewarnt. "Es besteht jetzt die ganz große Gefahr, dass es eine Mehrheit jenseits der Union geben kann. Das muss jedem klar sein. Die Führung einer Bundesregierung durch die Union, was die Mehrheit will, die ist gefährdet", sagte Söder am Sonntagabend in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen".
Staat verkauft in den kommenden Wochen Teil seiner Beteiligung an der Lufthansa
Angesichts der positiven Entwicklung bei der Lufthansa verringert der Staat seinen Anteil an der Airline, den er mit seinem Rettungspaket im vergangenen Sommer erworben hatte. Die Finanzagentur teilte am Montag mit, der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) werde seine Beteiligung am Konzern von 20 Prozent über mehrere Wochen reduzieren - allerdings um maximal ein Viertel. Die staatliche Beteiligung soll also auf rund 15 Prozent sinken.
Berufungsverfahren gegen letzten überlebenden Rote-Khmer-Anführer in Kambodscha
In Kambodscha hat das Berufungsverfahren gegen den letzten noch lebenden ranghohen Vertreter der Roten Khmer begonnen. Ex-Staatschef Khieu Samphan hatte Berufung gegen seine lebenslange Haftstrafe wegen Völkermordes eingelegt. Die Anwälte des 90-Jährigen argumentierten am Montag, das von den Vereinten Nationen unterstützte Sondergericht habe Zeugenaussagen "selektiv" behandelt und Beweise zugunsten des Verurteilten nicht angemessen gewichtet. Zudem sei ihr Mandant nach rechtlichen Kriterien verurteilt worden, die er zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Verbrechen nicht habe kennen können.
Mützenich: "Hohe vierstellige bis fünfstellige Zahl an Menschen evakuieren"
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hält es für notwendig, den aus Afghanistan nach Deutschland zu bringenden Personenkreis deutlich auszuweiten. "Wir müssen sofort damit beginnen, eine weitaus größere Zahl an deutschen Staatsbürgern, einheimischen Helfern der Alliierten und andere gefährdete Personen aus dem Land zu holen und vor den Taliban zu retten", sagte er der "Rheinischen Post" vom Montag. "Ich rechne mit einer hohen vierstelligen bis fünfstelligen Zahl an Menschen, die wir in den nächsten Tagen und Wochen evakuieren müssen."
Fleischproduktion in Deutschland im ersten Halbjahr leicht gesunken
In Deutschland sind in den ersten Monaten des Jahres weniger Schweine, Rinder, Hühner, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet worden. Die Fleischproduktion sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Absolut waren es 3,8 Millionen Tonnen Fleisch.
Stiftung Warentest: Nur noch 14 von 380 Girokonten im Test ohne Bedingungen gratis
Die Zahl der Gehalts- und Rentenkonten, die ohne Bedingungen gratis sind, schrumpft immer weiter. Die Stiftung Warentest veröffentlichte am Montag ihren neuen Kontentest, demnach sind nur noch 14 von 380 überprüften Konten kostenlos. Die Tester schauten sich Kontomodelle von insgesamt 152 Banken und Sparkassen, Direkt- und Kirchenbanken sowie Volks- und Raiffeisenbanken an. Vor einem Jahr zählte die Stiftung Warentest noch 20 bedingungslos kostenlose Girokonten.
Erinnerungen an Eriksen: Bordeaux-Spieler Kalu bricht zusammen
Schreckmoment in der französischen Fußball-Liga: Während des Ligue-1-Spiels zwischen Olympique Marseille und Girondins Bordeaux am Sonntagabend kollabierte Bordeaux-Stürmer Samuel Kalu auf dem Feld. Der 23-jährige Nigerianer wurde sofort ärztlich behandelt und konnte nach wenigen Momenten selbstständig aufstehen.
Beckenbauer über Gerd Müller: "Wir waren wie Brüder"
"Kaiser" Franz Beckenbauer hat die Nachricht vom Tod seines langjährigen Weggefährten und guten Kumpels Gerd Müller schwer getroffen. "Auch wenn man schon seit Langem die Nachricht befürchten musste: Sie trifft mich wie ein Schock", sagte Bayern Münchens Ehrenpräsident der Bild: "Er war so ein feiner Kerl und viel feinsinniger, als viele dachten. Gerd und ich – wir waren wie Brüder."
Vierter Masters-Triumph: Medwedew schlägt Opelka im Finale
Der russische Tennisprofi Daniil Medwedew hat sein insgesamt viertes Masters auf der ATP-Tour gewonnen. Der Weltranglistenzweite bezwang im Finale in Toronto den US-Amerikaner Reilly Opelka souverän mit 6:4, 6:3 und feierte seinen dritten Turniersieg in diesem Kalenderjahr.
Karliczek gegen Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in Schulen
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) schließt Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in den Schulen aus. "Für mich und auch die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder ist klar, dass es an Schulen keine sogenannte 2G-Regelung geben kann", sagte Karliczek der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Auch wer sich nicht impfen lassen kann oder will, hat ein Anrecht auf Zugang zum Unterricht."
Trump fordert Biden nach Einmarsch der Taliban in Kabul zum Rücktritt auf
Nach dem Einmarsch der Taliban in Kabul hat Ex-US-Präsident Donald Trump seinen Nachfolger Joe Biden zum Rücktritt aufgefordert. Es sei an der Zeit, dass Biden "in Schande" zurücktrete "für das, was er in Afghanistan zugelassen hat", erklärte Trump am Sonntag. Er kritisierte zudem Biden Einwanderungs-, Wirtschafts- und Energiepolitik.
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 36,2
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 36,2 gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 2126 Neuinfektionen sowie vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.
USA kündigen Maßnahmen zur Sicherung des Kabuler Flughafens an
Nach dem Einmarsch der Taliban in Kabul haben die USA Maßnahmen zur Sicherung des Flughafens angekündigt. Das US-Außenministerium teilte am Sonntag mit, die US-Regierung ergreife gerade "eine Reihe von Maßnahmen", um den Flughafen der afghanischen Hauptstadt zu sichern und die "sichere Abreise" von Mitarbeitern der USA und verbündeter Staaten in Zivil- und Militärflugzeugen zu ermöglichen.
Zahl der Erdbebenopfer auf Haiti steigt auf fast 1300
Nach dem schweren Erdbeben in Haiti hat sich die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben fast verdoppelt. Inzwischen seien 1297 Leichen geborgen worden, teilte der Zivilschutz am Sonntag mit. Zuvor war von mehr als 700 Toten die Rede gewesen. Die Zahl der Menschen, die bei dem Erdstoß der Stärke 7,2 am Samstag verletzt wurden, liegt den Angaben zufolge nun bei mehr als 5700.
Spiel eins nach Messi: Barca feiert Heimsieg
Im ersten Spiel seit dem Abgang von Klubidol Lionel Messi hat der FC Barcelona in Spaniens La Liga einen Heimsieg gefeiert. Die Katalanen gewannen das Auftaktspiel der neuen Fußballsaison am Sonntagabend nach Problemen in der Schlussphase mit 4:2 (2:0) gegen Real Sociedad.
Nächste Knie-OP bei Federer: "Bin für viele Monate raus"
Tennisstar Roger Federer muss sich zum dritten Mal am rechten Knie operieren lassen und wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr auf die ATP-Tour zurückkehren. "Ich werde für viele Wochen Krücken brauchen und bin für viele Monate raus", sagte der Schweizer eine Woche nach seinem 40. Geburtstag in einem Instagram-Video.
Ein Teil der Botschaftsmitarbeiter wird noch heute aus Kabul ausgeflogen
Deutschland beginnt noch am Sonntag mit der Evakuierung von Mitarbeitern der deutschen Botschaft aus Kabul. "Ein Teil von ihnen wird noch im weiteren Verlauf des Tages ausgeflogen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntagabend in Berlin. In der Nacht sollen dann nach Angaben des Ministers die Flugzeuge der Bundeswehr in die afghanische Hauptstadt starten, um bei der weiteren Evakuierung zu helfen.
Viel Tempo und ein Auftaktsieg: Baumgarts Kölner schlagen Hertha
Viel Tempo, viele Tore und am Ende echte Begeisterung in Müngersdorf: Steffen Baumgart hat mit dem 1. FC Köln einen rasanten Start in die Bundesliga hingelegt. Unter dem neuen Trainer gewann der Fast-Absteiger der Vorsaison gegen Hertha BSC mit 3:1 (1:1), Baumgart ist damit der erste Kölner Coach seit gut 10 Jahren, der sein erstes Ligaspiel gewinnt.
Polnisches Gesetz zur Rückgabe von Eigentum belastet Beziehungen mit Israel
Mit einem neuen Gesetz, das die Rückgabe von nach dem Zweiten Weltkrieg konfisziertem Eigentum verhindert, hat Polen eine scharfe Auseinandersetzung mit Israel herbeigeführt. Das Gesetz erlässt rückwirkend eine 30-jährige Verjährungsfrist für Rückgabe- und Entschädigungsforderungen und schließt somit die Forderungen vieler Nachkommen von Holocaust-Opfern aus. Aus Protest beorderte Israel seine Geschäftsträgerin aus Warschau zurück. Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki nannte diesen Schritt am Sonntag "unverantwortlich".
Parlamentswahl in Kanada auf den 20. September vorgezogen
In Kanada hat Premierminister Justin Trudeau eine vorgezogene Parlamentswahl für den 20. September angekündigt. Wie der Regierungschef am Sonntag mitteilte, wurde seiner Aufforderung zur Auflösung des Parlaments entsprochen. "Die Kanadier werden also am 20. September zu den Urnen gehen", sagte der Regierungschef in Ottawa.
Philipsen gewinnt zweite Vuelta-Etappe - Schachmann stürzt
Der belgische Radprofi Jasper Philipsen hat in einem Sprintfinale die zweite Etappe der Vuelta gewonnen. Der 23-Jährige vom Team Alpecin-Fenix setzte sich nach 166,7 km von Caleruega nach Borgus vor dem Niederländer Fabio Jakobsen (Deceuninck-Quick Step) und Michael Matthews (Australien/BikeExchange) durch.
Frankreich, Italien und die Niederlande beschleunigen Rückführungen aus Kabul
Angesichts der bevorstehenden Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan beschleunigen auch Frankreich, Italien und die Niederlande die Rückführung ihres zivilen Personals aus Kabul. Kanada hat sein Personal bereits ausgeflogen.
Mainz trotzt Corona-Chaos - und schlägt Vizemeister Leipzig
Der FSV Mainz 05 hat dem Corona-Chaos eindrucksvoll getrotzt und RB Leipzigs neuem Trainer Jesse Marsch das Ligadebüt mit einem Überraschungscoup verdorben. Nach turbulenten Tagen setzte sich das von zahlreichen coronabedingten Ausfällen gebeutelte Rumpfteam der Rheinhessen dank eines leidenschaftlichen Auftritts mit 1:0 (1:0) gegen den Vizemeister durch.
De Vries erster Formel-E-Weltmeister - Drama um Evans und Mortara
Nyck de Vries ist erster Weltmeister in der Geschichte der Formel E. Dem Niederländer reichte im 15. und letzten Saisonrennen in Berlin ein achter Platz zum Titelgewinn, der Mercedes-Pilot verteidigte trotz Rang 13 in der Qualifikation seine Führung im Gesamtklassement erfolgreich. In ihrer siebten Saison wurde die Elektro-Rennserie erstmals offiziell als Weltmeisterschaft ausgetragen.
Zahl der Erdbebenopfer in Haiti steigt auf mehr als 700
Nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 700 gestiegen. Bislang seien 724 Leichen geborgen worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde am Sonntag mit. Hunderte weitere Menschen werden noch vermisst, mehr als 2800 Menschen wurden bei dem Erdstoß der Stärke 7,2 am Samstag verletzt.
Scholz traut SPD mehr als 20 Prozent zu
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz traut seiner Partei bei der Bundestagswahl am 26. September ein Ergebnis von "ordentlich über 20 Prozent" zu. Mit solchen Ergebnissen sei es in skandinavischen Ländern gelungen, sozialdemokratisch geführte Regierungen zu bilden, sagte Scholz am Sonntag in Berlin im ARD-"Sommerinterview" - einen Tag nach dem Auftakt der heißen Wahlkampfphase seiner Partei. Eine neue Umfrage zeigt die SPD weiter im Aufschwung.
Ex-Vize: Präsident Ghani aus Afghanistan geflohen
Der afghanische Präsident Aschraf Ghani ist nach Angaben seines früheren Stellvertreters angesichts des weiteren Vormarschs der Taliban ins Ausland geflohen. "Der frühere afghanische Präsident hat die Nation verlassen", sagte der Vorsitzende des afghanischen Friedensrats, Abdullah Abdullah, in einem am Sonntag auf seiner Seite im Onlinenetzwerk Facebook veröffentlichten Video. Zuvor waren die radikalislamischen Taliban nach einer Blitz-Offensive quer durch das Land bis an den Rand der Hauptstadt Kabul vorgerückt.
Tausende bei Protesten gegen Regierungschef Prayut in Thailand
In Bangkok haben erneut tausende Demonstranten den Rücktritt von Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha gefordert. Die Protestteilnehmer zogen mit Autos und Zweirädern ins Zentrum der thailändischen Hauptstadt, um ihrer Wut über das Corona-Krisenmanagement der Regierung Ausdruck zu verleihen. Thailand erlebt derzeit seinen schlimmsten Corona-Ausbruch seit Pandemie-Beginn, wöchentlich werden neue Rekorde bei der Zahl der Neuinfektionen gemeldet. Die Impfkampagne kommt nur schleppend voran.
USA bringen Botschaftspersonal in Kabul zum Flughafen
Die USA haben nach den Worten von Außenminister Antony Blinken angesichts des Taliban-Vormarsches damit begonnen, ihr Botschaftspersonal aus Kabul an den Flughafen der afghanischen Hauptstadt zu bringen. Die Mitarbeiter seien dabei, das Botschaftsgebäude in Kabul zu räumen, sagte Blinken am Sonntag dem Sender ABC. Dies geschehe "auf sichere und geordnete Weise".
Baerbock fordert Schutz von Frauenrechtlerinnen in Afghanistan
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock fordert angesichts des Vorrückens der radikalislamischen Taliban in Afghanistan, dass die Bundesregierung alles tun müsse, um Leben zu retten. "Die Leben von Botschaftsangehörigen und Ortskräften, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen, von Frauenrechtlerinnen sind akut bedroht", sagte sie am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung". Sie verwies auf einen Bericht der Frauenrechtsorganisation medica mondiale, wonach Dutzende afghanische Frauenrechtlerinnen, die für die Organisation gearbeitet hätten, nun in Kabul festsäßen.
Debakel für Bremen und Ingolstadt - Heidenheim ungeschlagen
Werder Bremen hinkt den eigenen Ansprüchen auch in der 2. Fußball-Bundesliga weit hinterher. Das Team von Trainer Markus Anfang erlebte am Sonntag beim 1:4 (0:3) gegen den SC Paderborn ein Debakel und kassierte die erste Saisonniederlage. Bundesliga-Absteiger Werder liegt damit wie die punktgleichen Schwergewichte Hamburger SV und Schalke 04 (alle vier Zähler) nach drei Spieltagen ohne Anschluss zu Spitzenreiter Jahn Regensburg nur im Mittelfeld der Liga.