Letzte Nachrichten
Neuer Waldbrand südöstlich von Athen ausgebrochen
Südöstlich von Athen ist ein neuer Waldbrand ausgebrochen. Die Bewohner dreier Dörfer 50 Kilometer südöstlich der griechischen Hauptstadt wurden laut Feuerwehr am Montag zur sofortigen Evakuierung aufgerufen. Der Brand wütete demnach nahe der Hafenstadt Lavrio.
Polizei in Hessen nimmt mutmaßlichen Tierquäler fest
Im hessischen Wetteraukreis hat die Polizei einen Mann vorläufig festgenommen, der in mehreren Fällen Wirbeltiere gequält und getötet haben soll. In Ober-Mörlen seien immer wieder tote Tiere gefunden worden, teilte die Polizei in Friedberg am Montag mit. Bei den Ermittlungen sei sie auf die Spur des polizeibekannten 35-Jährigen gekommen.
Gut acht Jahre Haft für Ex-NPD-Politiker nach Anschlag auf geplante Notunterkunft
Sechs Jahre nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen hat das Potsdamer Landgericht den früheren NPD-Politiker Maik S. zu einer Haftstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt. Dies teilte eine Gerichtssprecherin am Montag mit. In dem Prozess ging es nicht mehr um die Frage der Schuld, sondern um die Höhe der Gesamtstrafe.
USA schützen Flughafen vor Terror-Bestien der Taliban
"Die Taliban sind keine Menschen, es sind Tiere in Menschengestalt, sie sind radikal-islamistischer Abschaum und wer nicht sofort umfangreiche Sanktionen gegen diese Terror-Bestien verhängt und diesen unmenschlich asozialen Gestalten sämtliche Hilfsgelder streicht, der vergeht sich an der gesamten Menschheit", sagen Bürger in Kabul gegenüber Journalisten und wer zudem diese pervers dreckigen Gestalten in langen Bärten sieht, die Ziegen ficken und vollkommen ungläubigen ihren Gott anjaulen, rücksichtslos morden, Kinder vergewaltigen, stehlen und rauben, der fühlt sich ins tiefste Mittelalter zurückversetzt, mit solch menschlichen Unrat kann niemand auf diesem Planeten Geschäfte machen, diese Terror-Bestien muss man international komplett isolieren", sagen zudem in diesen Stunden internationale Vertreter am Flughafen Kabul.(BERLINER TAGESZEITUNG kann und darf dies nicht kommentieren, es sich Worte von Dritten, welche zum Zwecke der Berichterstattung wiedergegeben werden) US-Soldaten haben am Flughafen von Kabul Schüsse in die Luft abgegeben, um eine riesige Menschenmenge auf dem Rollfeld unter Kontrolle zu bringen. "Ich habe sehr viel Angst. Sie feuern viele Schüsse in die Luft", sagte ein Zeuge gegenüber BERLINER TAGESZEITUNG am Montag. Nach der Einnahme von Kabul durch die radikalislamischen Taliban haben sich tausende Afghanen in der Hoffnung auf eine Möglichkeit zur Flucht am Flughafen versammelt. Die Flughafenverwaltung stellte den kommerziellen Flugverkehr am Montag ein. "Es wird keine kommerziellen Flüge vom Hamid-Karsai-Flughafen geben, um Plünderungen und Verwüstungen zu verhindern. Bitte begeben Sie sich nicht zum Flughafen", hieß es in einer an Journalisten versendeten Mitteilung. Die USA, Deutschland und weitere westliche Staaten haben Staatsbürger und Botschaftspersonal an den Flughafen gebracht, um sie von dort auszufliegen. 67 Länder, darunter auch Deutschland, forderten die Taliban in einer Erklärung auf, alle ausreisewilligen Afghanen und Ausländer ausreisen zu lassen. Am Montagmorgen teilte das Verteidigungsministerium mit, dass ein erstes A400M-Transportflugzeug der Bundeswehr aus Wunstorf nach Kabul gestartet sei, um "die zu Schützenden aus Afghanistan in Sicherheit" zu bringen. "Fest steht: Es ist ein gefährlicher Einsatz für unsere Soldatinnen und Soldaten", erklärte das Ministerium beim Onlinedienst Twitter. Um den Flughafen zu sichern sind tausende US-Soldaten nach Kabul verlegt worden. Ihr Aufgabe ist laut US-Außenministerium die Flugsicherung und die Unterstützung der Evakuierungsaktionen. (N. Lebedew--BTZ)
Totalversagen: Chaotische Evakuierung aus Kabul
Angesichts der chaotischen und sehr späten Evakuierungsaktionen erst inmitten der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan spricht die Opposition von einem Totalversagen der Bundesregierung. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock warf der Regierung am Montag vor, "vor der Realität die Augen verschlossen" zu haben. Von einem "historischen Fiasko" sprach Linken-Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow. "Jetzt, in diesem Moment, müssen die Leute ausgeflogen werden, mit allen Möglichkeiten, die wir haben", verlangte Baerbock. Um ihr Leben bangen müssten neben den Ortskräften der Bundeswehr in Afghanistan auch Dolmetscherinnen und Dolmetscher, Medienvertreter oder Frauenrechtlerinnen. Baerbock bekräftigte ihre Forderung nach "Kontingenten im fünfstelligen Bereich" für die Aufnahme von Schutzsuchenden. Viel zu lange sei die Regierung davon ausgegangen, "dass schon alles gut wird", kritisierte auch der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour. Statt Evakuierungen vorzubereiten, habe sich die Regierung noch bis vor einer Woche darauf konzentriert, "die Abschiebungen nach Afghanistan fortzusetzen". Dabei hätten Viele eine schnelle Machtübernahme der Taliban vorausgesagt. "Es ist moralisch und ethisch zwingend geboten, dass die Bundesregierung jetzt die Leute aus Kabul holt. Jetzt geht es um eine unbürokratische Massenevakuierung", forderte Hennig-Wellsow in der Funke Mediengruppe. Sie machte vor allem Bundesaußenminister Heiko Maas für Versäumnisse der vergangenen Wochen verantwortlich, wodurch es viele "nicht mehr schaffen, sich und ihre Familien zu retten". "Die Bundesregierung muss erklären, wie sie die dramatische Zuspitzung vor Ort derart verschlafen konnte und warum sie so schlecht auf die Evakuierung vorbereitet war", erklärte der FDP-Außenpolitiker Bijan Djir-Sarai. Auch er pochte nun auf eine "schnelle und sichere Evakuierung der deutschen Staatsbürger, der afghanischen Ortskräfte und freien journalistischen Mitarbeiter". "Es darf niemand zurückgelassen werden", forderte der FDP-Politiker. "Es ist beschämend, dass die Bundesregierung unfähig war, Ortskräften beispielsweise in Masar-i-Scharif eine rechtzeitige Ausreise zu ermöglichen", kritisierte auch der FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff. "Heiko Maas, Annegret Kramp-Karrenbauer und Horst Seehofer haben da auf ganzer Linie versagt", sagte er auch mit Blick auf die Verteidigungsministerin und den Innenminister. Zuvor war bekannt geworden, dass die deutsche Botschaft in Kabul schon längere Zeit erfolglos auf die Gefahren hingewiesen hat, in diesem Fall vor allem mit Blick auf die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wenn nun etwas schief gehen sollte, "so wäre dies vermeidbar gewesen", hieß es laut einem ARD-Bericht in einem Schreiben des stellvertretenden deutschen Botschafters Hendrik van Thiel vom Freitag, aus dem der Sender zitierte. Vertreter der Bundesregierung wiesen gleichwohl die Kritik und den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Es werde schon seit Monaten an Verfahren zur Evakuierung gefährdeter afghanischer Ortskräfte gearbeitet, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Auch seien bereits viele Menschen in Sicherheit gebracht worden. "Richtig ist, dass unsere Einschätzung, wie sich die Lage entwickeln wird, falsch war", räumte der Sprecher allerdings weiter ein. Regierungssprecher Steffen Seibert kündigte eine offene und ehrliche Bewertung des deutschen Engagements in Afghanistan an. Allerdings sei "heute nicht der Tag dafür", vielmehr gehe es jetzt darum, möglichst viele Menschen noch in Sicherheit zu bringen. (S. Soerensen--BTZ)
Bekannter chinesischer Mediziner wegen Kritik an Corona-Politik unter Druck
Nach seiner Kritik am kompromisslosen Kurs der chinesischen Regierung in der Coronapandemie ist ein bekannter chinesischer Mediziner unter Druck geraten. Wie die Fudan-Universität in Shanghai am Sonntag mitteilte, leitete sie nach Plagiatsvorwürfen im Internet eine Untersuchung gegen ihren Experten für Infektionskrankheiten, Zhang Wenhong, ein. Dieser hatte Ende Juli im Online-Netzwerk Weibo eine allmähliche "Rückkehr zur Normalität" gefordert und erklärt, die Menschheit müsse lernen, mit dem Virus zu leben.
In Deutschland droht stärkster Anstieg von Treibhausgasemissionen seit 1990
Deutschland steht vermutlich vor dem stärksten Anstieg der Treibhausgasemissionen seit 1990. Das ergeben Berechnungen von Agora Energiewende, wie die Denkfabrik am Montag in Berlin mitteilte. Eine Analyse der Daten aus den Sektoren Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Gebäude, Verkehr und Industrie aus dem ersten Halbjahr 2021 ergebe für das Gesamtjahr einen voraussichtlichen Anstieg der Emissionen um rund 47 Millionen Tonnen CO2 gegenüber 2020.
Denkfabrik: Anstieg von Treibhausgasemissionen seit 1990
Deutschland steht vermutlich vor dem höchsten Anstieg von Treibhausgasemissionen seit dem Jahr 1990. Das ergeben Berechnungen von Agora Energiewende, wie die Denkfabrik am Montag in Berlin mitteilte. Eine Analyse der Daten aus den Sektoren Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Gebäude, Verkehr und Industrie aus dem ersten Halbjahr 2021 ergebe einen voraussichtlichen Anstieg der Emissionen um rund 47 Millionen Tonnen Co2 gegenüber dem Vorjahr.
Mord: Bundesgerichtshof bestätigt Hafturteil gegen Hilfspfleger
Das Hafturteil des Landgerichts München I gegen den sogenannten Todespfleger Grzegorz W. ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die Revisionen der Nebenkläger zurückgewiesen, teilte eine Sprecherin am Montag auf Anfrage mit. W. war im Oktober in München zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an. (Az. 1 StR 150/21)
1,35 Milliarden Schulden: Barcas Finanznot wächst - Gehaltsverzicht von Pique und Co.
Präsident Joan Laporta hat die finanzielle Notlage des spanischen Fußball-Traditionsklubs FC Barcelona anhand erschreckender Zahlen verdeutlicht. "Die Schulden belaufen sich ab dem 30. Juni auf 1,35 Milliarden Euro", sagte Laporta am Montag bei einer Bilanz-Pressekonferenz und kritisierte dabei die Arbeit seines Vorgängers Josep Bartomeu: "Bartomeu hat kurzfristige Löcher gestopft, indem er den Verein langfristig verpfändet hat. Das hat uns ein dramatisches Erbe hinterlassen."
Ebay führt sofort Echtheitsprüfung für Sneaker ab 100 Euro ein
Der Onlinehändler Ebay führt eine Echtheitsprüfung für neue und getragene Sneaker ab 100 Euro ein. Dafür arbeite Ebay mit einem unabhängigen, externen Prüfteam zusammen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Es prüft demnach unter anderem Verpackung, Größenetiketten, Sohlen, Nähte, Logos, Fersenlaschen und Schnürsenkel. Die so begutachteten Schuhe sind demnach auf der Plattform künftig mit dem Logo "Mit Echtheitsprüfung" und einem Häkchen gekennzeichnet.
Sri Lanka: Gesundheitsministerin wegen Corona-Irrlehren gefeuert
Wegen der Verbreitung von Falschinformationen über das Coronavirus ist Sri Lankas Gesundheitsministerin abgesetzt worden. Zuvor hatte Ministerin Pavithra Wanniarachchi für den angeblichen Corona-"Zaubertrank" eines selbsternannten Wunderheilers geworben und das Mittel auch selbst öffentlich eingenommen. Im Januar war sie dann mit Covid-19 auf der Intensivstation gelandet. Wie das Präsidialamt am Montag mitteilte, wurde die Zuständigkeit für das Gesundheitsressort nun einem Kabinettskollegen Wanniarachchis übertragen.
Milliardenkosten: Merkel erwartet viele Asylanten aus Afghanistan
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan eine wachsende Zahl von Flüchtlingen. "Viele Menschen werden versuchen, das Land zu verlassen", sagte Merkel nach AFP-Informationen am Montag in der Sitzung der CDU-Parteigremien in Berlin. Die Bundesregierung werde eng mit den Nachbarländern Afghanistans zusammenarbeiten: "Wir sollten alles tun, um den Ländern dabei zu helfen, die Geflüchteten zu unterstützen", wurde Merkel zitiert. "Das Thema wird uns noch sehr lange beschäftigen."
Polizei: Razzaia in 39 Wohnungen wegen Kinderpornografie
In Hessen hat das Landeskriminalamt (LKA) in der vergangenen Woche 39 Wohnungen wegen des Verdachts auf Kinderpornografie durchsucht. 45 Beschuldigten würden der Besitz und die Verbreitung von Kinder- oder Jugendpornografie sowie einem Beschuldigten sexueller Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen zur Last gelegt, wie das LKA am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die 40 Männer und sechs Frauen im Alter von zwölf bis 62 Jahren stünden nach jetzigem Kenntnisstand untereinander nicht in Kontakt.
Bundesregierung will "Viele Ortskräfte" aus Kabul ausfliegen
Angesichts der Entwicklung in Afghanistan räumt die Bundesregierung der Evakuierung bedrohter Menschen aus Kabul oberste Priorität ein. Wichtigstes Ziel sei es im Moment, die letzten deutschen Staatsbürger sowie "so viele der afghanischen Ortskräfte wie möglich außer Landes und in Sicherheit zu bringen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werde laufend informiert. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte wegen der Entwicklung in Afghanistan alle Termine für diese Woche ab.
Japans Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen
Japans Wirtschaft ist trotz anhaltender Corona-Beschränkungen im zweiten Quartal leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt stieg von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent, wie die Regierung am Montag auf Grundlage einer ersten Schätzung mitteilte. Im ersten Quartal war die Wirtschaft des Landes noch um 0,9 Prozent zum Vorquartal geschrumpft.
ADAC warnt vor langen Staus an kommendem Wochenende
Angesichts des Ferienendes in etlichen Bundesländern warnt der ADAC für das kommende Wochenende vor vollen Straßen. Besondere Staugefahr herrsche wegen des anhaltenden Trends zum Urlaub im Inland dabei auch auf den Zufahrtsstraßen zu Ausflugsregionen etwa in den Bergen und an den Küsten, teilte der Automobilklub am Montag in München mit. Betroffen seien unter anderem die Autobahnen in Nord- und Süddeutschland.
Feuerwehr kämpft gegen verbissen Waldbrände in Marokko
Nach den verheerenden Bränden in Griechenland und der Türkei kämpft die Feuerwehr nun auch in Marokko und Israel gegen Waldbrände. Im Norden Marokkos vernichteten die Flammen nach Behördenangaben bis Sonntagabend bereits rund 200 Hektar Wald, die Löscharbeiten dauerten in der Nacht zum Montag an. In mehreren Teilen des nordafrikanischen Landes herrschen seit Tagen Temperaturen von bis zu 49 Grad Celsius.
Caracas: Oppositionspolitiker in Venezuela endlich freigelassen
In Venezuela ist Oppositionsführer Freddy Guevara freigelassen worden, der mit Vorwürfen des "Terrorismus" und der Verletzung der "verfassungsmäßigen Ordnung" konfrontiert ist. Die Freilassung des 35-Jährigen erfolgte am Sonntag. Ende der Woche hatten sich Regierung und Opposition des südamerikanischen Krisenlandes auf die Einleitung eines Dialogs verständigt, der eine baldige Präsidentschaftswahl und die Lockerung internationaler Sanktionen ermöglichen könnte.
Umfrage: Deutsche gehen seit Pandemiebeginn viel spazieren
Im Verlauf der Corona-Pandemie ist das Spazierengehen bei den Deutschen immer beliebter geworden. In einer Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gaben 52 Prozent der Befragten im Frühjahr 2021 an, inzwischen häufiger spazieren zu gehen als vor der Krise, wie die Krankenkasse am Montag mitteilte. Im ersten Lockdown im Mai 2020 hätten dies noch 45 Prozent gesagt.
Frankreichs Präsident Macron leitet Krisensitzung zu Afghanistan
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach dem Einmarsch der radikalislamischen Taliban in Kabul eine Krisensitzung des nationalen Verteidigungsrats einberufen. Macron beriet am Montag unter anderem mit dem französischen Außen- und Verteidigungsministerium sowie Militärvertretern in einer Videokonferenz über die Lage in Afghanistan. Für 20.00 Uhr kündigte der Präsident eine Fernsehansprache an.
STIKO empfiehlt die Corona-Impfung für Zwölf- bis 17-Jährige
Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat Corona-Impfungen für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren empfohlen. Das teilte das unabhängige medizinische Beratergremium am Montag in Berlin mit. Es aktualisierte damit seine vorherige Empfehlung von Anfang Juni, derzufolge in Deutschland zunächst nur Jugendliche mit Vorerkrankungen gegen das Coronavirus geimpft werden sollten.
Achtung: Lufthansa setzt alle Überflüge über Afghanistan aus
Die Lufthansa und ihre Tochterfluggesellschaften setzen die Überflüge über Afghanistan aus. Dies gelte "bis auf Weiteres", teilte der Konzern am Montag in Frankfurt am Main mit. Dadurch verlängere sich unter anderem die Flugzeit bei Flügen nach Indien um bis zu einer Stunde. Zugleich prüfe die Lufthansa in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt, wie sie die Bundesregierung bei der Evakuierung von deutschen Staatsangehörigen und lokalen Kräften "zeitnah" unterstützen könne.
Deutsche Botschaft in Kabul warnte erfolglos vor Gefährdung
Die deutsche Botschaft in Kabul hat einem Bericht zufolge beim Auswärtigen Amt über längere Zeit erfolglos auf die Gefährdung ihrer Mitarbeiter hingewiesen. Der stellvertretende deutsche Botschafter Hendrik van Thiel habe in seinem Lagebericht am Freitag geschrieben, "dass den dringenden Appellen der Botschaft über längere Zeit erst in dieser Woche Abhilfe geschaffen" worden sei, berichtete das ARD-Hauptstadtstudio am Montag. "Wenn das an irgendeiner Stelle diesmal schief gehen sollte, so wäre dies vermeidbar gewesen", schrieb der Diplomat demnach weiter.
Zahl der Baugenehmigungen um knapp acht Prozent gestiegen
Trotz eines Rückgangs im Juni ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden 7,7 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im Juni wurden 31.844 Wohnungen genehmigt - das waren saison- und kalenderbereinigt 7,5 Prozent weniger als im Vormonat Mai 2021.
Bundeswahlleiter rechnet bei Bundestagswahl mit Briefwahlrekord
Bundeswahlleiter Georg Thiel rechnet bei der Bundestagswahl im September angesichts der Pandemie mit einem Rekordanteil der Briefwahl. Der Anteil sei seit Einführung der Briefwahl 1957 immer gestiegen und liege aktuell bei etwa 29 Prozent, sagte Thiel am Montag im Deutschlandfunk. Schon die jüngsten Landtagswahlen hätten demgegenüber eine ungefähre Verdopplung angezeigt - "und ich glaube, das ist auch eine Marschrichtung für den 26. September".
Regierung startet Ausschreibung für 1000 Schnellladestandorte
Die Bundesregierung startet am Montag die Ausschreibung von bundesweit 1000 Schnellladestandorten für Elektroautos. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte im ARD-"Morgenmagazin", das Elektroauto werde alltagstauglich - "jetzt müssen wir mit der Infrastruktur nachziehen". Überall in Deutschland sollen Autofahrerinnen und Autofahrer den nächsten Schnellladestandort in wenigen Minuten erreichen können.
Ausgangssperre in Australiens zweitgrößter Stadt wegen Corona
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne ab Montagabend eine nächtliche Ausgangssperre. Die Maßnahme sei die Reaktion auf eine Reihe von Straßenpartys, ausgelassene Kneipen-Touren und anderen Feiern am vergangenen Wochenende, sagte der Premierminister des Staates Victoria, Dan Andrews. "Viele Leute haben die Regeln gebrochen und sich nicht verhalten wie sie sollten, wirklich schlechte Entscheidungen getroffen", beklagte Andrews.
Nach zwölf Jahren: Schmid verlässt Löwen nach Saisonende
Weltklasse-Spielmacher Andy Schmid (37) hat nach zwölf Jahren seinen Abschied von den Rhein-Neckar Löwen angekündigt. Der Schweizer wird den Handball-Bundesligisten nach der kommenden Saison verlassen und zurück in seine Heimat gehen. Eine entsprechende Meldung des Mannheimer Morgen bestätigten die Löwen.
Polizei: Frau stürzt bei Garmisch hundert Meter ab und stirbt
In Farchant bei Garmisch-Partenkirchen ist eine Frau bei einer Bergwanderung am Sonntag tödlich verunglückt. Die 59-Jährige war mit ihrem Mann unterwegs und stürzte aus zunächst unklarer Ursache an einem Aussichtspunkt hundert Meter in die Tiefe, wie die Polizei in Rosenheim am Montag mitteilte. Rettungskräfte, Polizei und Bergwacht seien im Einsatz gewesen, doch die aus Bad Kreuznach stammende Frau sei gestorben.
CSU: Bayern startet Drittimpfungen für Corona-Risikogruppen
Bayern startet ab sofort seine Kampagne für Auffrischungsimpfungen besonders gefährdeter Risikogruppen. Impfzentren und niedergelassene Ärzte könnten die dritten Immunisierungen bereits jetzt anbieten, erklärte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Montag in München. Die Bundesländer hatten sich vor etwa zwei Wochen grundsätzlich darauf verständigt, die Kampagne ab September zu starten. Vielerorts laufen die Vorbereitungen dazu.
Vulkan Merapi in Indonesien ausgebrochen
Der Vulkan Merapi in Indonesien ist erneut ausgebrochen. Der aktivste Vulkan des Landes spie am Montagmorgen Aschewolken in den Himmel, rote Lava floss den Krater hinab. Dörfer im Umkreis von mehr als drei Kilometern wurden mit grauer Asche bedeckt. Berichte über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor, auch eine Evakuierungsanordnung gab es nicht.