Letzte Nachrichten
Papst Franziskus lehnt Amtsverzicht von Hamburger Erzbischof Heße ab
Papst Franziskus hat den angebotenen Amtsverzicht des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße wegen Verfehlungen während seiner Zeit im Erzbistum Köln abgelehnt. Der Papst bitte Heße vielmehr, "im Geist der Versöhnung" seinen Dienst in Hamburg fortzuführen, hieß es in einer am Mittwoch von der Deutschen Bischofskonferenz verbreiteten Erklärung der vatikanischen Botschaft in Berlin. Heße habe nicht mit Absicht sexuellen Missbrauch vertuscht.
"Handelsblatt": Commerzbank will Vorstand umbauen
Die Commerzbank will laut Bericht des "Handelsblatts" zwei Mitglieder im Vorstand ersetzen. Der Aufsichtsrat berate am Mittwoch über die Berufung von Thomas Schaufler als neuen Privatkundenchef und Jörg Oliveri del Castillo-Schulz als neuen IT-Vorstand, berichtete die Zeitung. Schaufler ist derzeit Mitglied im Vorstand der österreichischen Bank Erste Group und dort für das Privatkundengeschäft zuständig. Castillo-Schulz ist bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger tätig.
Australien hebt nächtliche Ausgangssperre in Corona-Hotspots in Sydney auf
Australien hebt angesichts stabiler Corona-Infektionszahlen und einer steigenden Impfquote die nächtliche Ausgangssperre in stark betroffenen Stadtteilen der Metropole Sydney auf. Wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, ankündigte, wird die von 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr geltende Ausgangssperre am Mittwoch aufgehoben. Sie appellierte aber an die Bevölkerung, vorsichtig zu bleiben und sich an die weiter geltenden Ausgangsbeschränkungen zu halten.
Kleinkinder wegen Raucherpause von Vater allein in Zug nach Schwerin unterwegs
Offenbar wegen einer Zigarettenpause ist ein Vater im Bahnhof von Bad Kleinen in Mecklenburg-Vorpommern von seinen beiden Kindern im Alter von neun Monaten und zwei Jahren getrennt worden. Wie die Bundespolizei am Mittwoch in Rostock mitteilte, gelangte er am Dienstag bei einem Zwischenhalt nicht rechtzeitig zurück in seinen Regionalexpress nach Schwerin. Die Kleinkinder seien mit dem Zug weitergefahren und ab dann "auf sich allein gestellt gewesen".
Wahlkämpfer von Querdenker-Partei "Die Basis" in Berlin angegriffen
Zwei Wahlkämpfer der Querdenker-Partei "Die Basis" sind in Berlin bei einem Einsatz von zwei Radfahrern angegriffen worden. Die 64- und 70-jährigen Männer sprühten am Dienstagabend mit Kreidespray das Logo ihrer Partei auf eine Straße in Berlin-Friedrichshain, als die beiden unbekannten Radfahrer sie zunächst beschimpft haben sollen, wie die Polizei in der Hauptstadt am Mittwoch mitteilte.
Union setzt im Wahlkampf-Endspurt weiter auf Attacken gegen SPD, Grüne und Linke
Die Union setzt weiter darauf, im Wahlkampf-Endspurt mit Warnungen vor einem rot-grün-roten Bündnis zu punkten. Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) grenzte sich am Mittwoch bei der Vorstellung eines Positionspapiers zur Wirtschafts- und Finanzpolitik von den Positionen von SPD, Grünen und Linkspartei ab. Linken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch machte derweil deutlich, dass er die kritische Haltung seiner Partei gegenüber der Nato nicht als Hindernis für eine Koalition mit SPD und Grünen ansieht.
Union setzt im Wahlkampf-Endspurt auf Wirtschafts- und Finanzpolitik
Die Union versucht im Wahlkampf-Endspurt, mit Vorschlägen zur Wirtschaftspolitik und einer Abgrenzung von SPD, Grünen und Linkspartei zu punkten. Es gehe bei der Bundestagswahl um eine "Richtungsentscheidung", sagte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) am Mittwoch bei der Vorstellung eines Positionspapiers in Stuttgart. SPD, Grüne und Linke seien sich "sehr ähnlich in ihrer Staatsgläubigkeit", die Union setze auf "Entfesselung, Freiräume und neue Ideen".
70 Prozent der Deutschen nach eigener Einschätzung bei guter Gesundheit
Mehr als zwei von drei Deutschen sind nach eigener Einschätzung bei guter Gesundheit. Wie aus am Mittwoch in Berlin vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichen Befragungsdaten hervorgeht, schätzen 70 Prozent der Erwachsenen ihre Gesundheit subjektiv als gut oder sehr gut ein. Der Anteil nimmt jedoch mit steigendem Alter deutlich ab. Die meisten Deutschen bemühen sich zudem um einen gesundheitsbewussten Lebensstil.
Hochwasser im Juli richtete so viele Großschäden an wie keine Katastrophe zuvor
Das Hochwasser im Juli in Teilen Deutschlands hat nach Angaben der Versicherungen so viele einzelne Großschäden angerichtet wie keine Naturkatastrophe zuvor. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht derzeit von rund 400 Großschäden mit einer Gesamtsumme von 1,3 Milliarden Euro aus. Gemeint sind Schäden ab einer Million Euro bei einem einzelnen Versicherten, wie der GDV am Mittwoch mitteilte.
Fünf Verletzte nach Brandserie innerhalb einer Nacht in Rheinland-Pfalz
Bei einer Brandserie im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern sind innerhalb einer Nacht fünf Menschen verletzt worden. Sie wurden mit Rauchvergiftungen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Demnach brachen die Feuer am späten Dienstagabend im Stadtgebiet auf einem Firmengelände und an vier Mehrfamilienhäusern aus. Eine 39-Jährige musste mit ihrer siebenjährigen Tochter vom Balkon gerettet werden.
Hauptbahnhof in Cottbus ist Bahnhof des Jahres 2021
Der Cottbusser Hauptbahnhof ist vom Verkehrsbündnis Allianz Pro Schiene als Bahnhof des Jahres 2021 ausgezeichnet worden. Der Bahnhof empfange "nach dem gelungenen Umbau die Fahrgäste als moderne, kundenfreundliche Verkehrsdrehscheibe für die nachhaltige Mobilität im 21. Jahrhundert", erklärte die Jury des bundesweiten Wettbewerbs am Mittwoch. Laut Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, wurden 30 Millionen Euro in den "Zukunftsbahnhof" investiert.
Regierung verlängert erleichterte Kurzarbeiterregeln bis zum Jahresende
Die Bundesregierung hat die aktuellen Kurzarbeiterregeln für Unternehmen in der Krise bis zum Jahresende verlängert. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung, wie das Bundesarbeitsministerium mitteilte. Andernfalls wären die vereinfachten Zugangsregelungen beim Kurzarbeitergeld Ende September ausgelaufen.
WM-Debatte: Hanning wünscht sich klares Nein vom DFB
Handball-Topfunktionär Bob Hanning wünscht sich vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein klares Nein in der Debatte um eine WM-Endrunde im Zwei-Jahres-Rhythmus. "Der Fußball hat in meinen Augen eine gewisse Verantwortung für den gesamten Sport", sagte Hanning dem SID am Mittwoch: "Man kann nur hoffen, dass der DFB das große Ganze im Blick behält und ein klares Bekenntnis gegen diese Pläne und damit für den Sport abgibt. Denn es geht um nicht weniger als die Vielfalt des Sports." Die DFB-Spitze wird auf einer Präsidiumssitzung am Freitag über das kontrovers diskutierte Thema beraten.
Weinernte in diesem Jahr etwas besser als 2020
Die Weinernte fällt in diesem Jahr voraussichtlich ergiebiger aus als 2020. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch aufgrund erster Schätzungen erklärte, rechnen die Winzerinnen und Winzer in Deutschland mit einer Ernte von insgesamt 8,76 Millionen Hektolitern Weinmost. Dies entspricht einem Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Erntemenge der beliebtesten Rebsorte Riesling sank dagegen leicht.
In Frankreich gilt Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehrleute
In Frankreich gilt seit Mittwoch eine Corona-Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehrleute. Etwa 2,7 Millionen Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Pflege- und Rettungsdiensten sowie der Feuerwehr müssen nun mindestens mit einer Dosis geimpft sein. Vom 15. Oktober an ist eine doppelte Impfung nötig. Wer sich nicht daran hält, soll vom Dienst suspendiert werden und kein Gehalt mehr bekommen.
EU sagt Afghanistan weitere 100 Millionen Euro an Hilfen zu
Die Europäische Union hat Afghanistan weitere 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zugesagt. Damit wolle die EU eine "humanitäre Katastrophe" in dem Land verhindern, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in ihrer Rede zur Lage der Union in Straßburg. Die zusätzlichen Mittel sind nach ihren Worten Teil eines umfassenden EU-Hilfspakets, das in den kommenden Wochen vorgestellt werden soll.
Ifo-Institut rechnet 2021 mit drei Prozent Inflation
Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland müssen sich in diesem Jahr auf eine Inflation von drei Prozent einstellen. Wichtigster Grund für den vergleichsweise starken Anstieg der Verbraucherpreise seien die niedrigen Preise im Vorjahr, erklärte das Ifo-Institut am Mittwoch. "Vor allem die temporäre Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Jahreshälfte 2020 und der Absturz der Energiepreise während der Coronakrise haben zu außergewöhnlich niedrigen Preisen im Jahr 2020 geführt", erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
Manuela Schwesig: Krebserkrankung war "schwerster Kampf meines Lebens"
Für Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist ihre Krebserkrankung "der schwerste Kampf meines Lebens" gewesen. "Auch wenn alles gut gegangen ist - die Diagnose haut einen um", sagte die 47-Jährige dem Magazin "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. "Man denkt sofort an Tod – und dann denkt man an seine Familie und die Kinder, die ja noch klein sind."
Lautstark randalierender Igel ruft in Neumünster drei Streifenwagen auf den Plan
Ein lautstark randalierender Igel hat in Neumünster einen Polizeieinsatz mit drei Streifenwagen ausgelöst. Wie die Polizei in der schleswig-holsteinischen Stadt am Mittwoch mitteilte, hörte eine Frau am Dienstagabend verdächtige Geräusche vom Grundstück ihrer Nachbarn und befürchtete einen Einbruch. Die Beamten schickten drei Einsatzwagen, um das Haus zu umstellen und zu durchsuchen. Fündig wurden sie jedoch nicht.
EU spendet 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder
Die Europäische Union will 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder spenden. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in ihrer zweiten Rede zur Lage der Union in Straßburg an. Von der Leyen sprach von einer "Investition in die Solidarität und einer Investition in die weltweite Gesundheit".
Erste Musical-Vorstellungen am New Yorker Broadway nach 18 Monaten Corona-Pause
Am Broadway in New York werden nach 18 Monaten Corona-Pause wieder vier beliebte Musicals gespielt. Theaterleute und Fans feierten am Dienstagabend die Rückkehr von "Hamilton," "Wicked," "Der König der Löwen" und "Chicago" in das berühmte Theaterviertel. Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einem "wichtigen Abend" für den Neuanfang New Yorks. Die Broadway-Theater seien das "Herz" und die "Seele" der Stadt.
Unicef ruft nach Erdbeben in Haiti zu Spenden in Höhe von 62 Millionen Euro auf
Rund einen Monat nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef einen Spendenaufruf in Höhe von rund 62 Millionen Euro für Kinder in Not veröffentlicht. Das Geld werde in den kommenden sechs Monaten für Hilfe in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Bereitstellung von sauberem Wasser, Nahrung und dem Schutz von Kindern benötigt, erklärte das Unicef-Büro für Lateinamerika und die Karibik am Mittwoch. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,2 starben rund 2200 Menschen.
Bauernverband fordert Finanzhilfe für Schweinebauern
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat vor dem Branchentreffen zur Lage auf dem Markt für Schlachtschweine schnelle und unbürokratische Hilfe für die betroffenen Landwirte gefordert. "Das aktuelle Preisniveau ist ruinös für unsere Schweinehalter. Die anhaltend katastrophale Marktlage ist für alle Betriebe existenzbedrohend", erklärte am Mittwoch Hubertus Beringmeier vom DBV. Der Schweinefleischmarkt sei noch immer von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen. Zudem macht den Tierhaltern die Afrikanische Schweinepest zu schaffen.
Krawalle: 30 Verletzte nach Regionalliga-Spiel zwischen Münster und RWE
Bei Fan-Ausschreitungen im Anschluss an das Spiel in der Fußball-Regionalliga zwischen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen (2:3) sind nach Angaben der Polizei am Dienstagabend 30 Personen verletzt worden. 24 Personen seien demnach im Preußenstadion vom Rettungsdienst behandelt worden. Vier Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei wurden notärztlich versorgt.
Polizei in Baden-Württemberg schießt bewaffneten Angreifer nieder
Die Polizei in Baden-Württemberg hat einen bewaffneten Angreifer angeschossen und außer Gefecht gesetzt. Der 23-Jährige habe in der Nacht zum Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus in Bammental im Rhein-Neckar-Kreis zwei Menschen durch Stiche schwer verletzt, erklärten die Beamten in Mannheim. Die hinzugerufene Polizei schoss ihn demnach an und verletzte ihn ebenfalls schwer.
Lambrecht will mehr Hilfe für psychisch belastete Kinder in Corona-Pandemie
Lieferando kooperiert für Pilotprojekt mit Pfandsystem Rebowl
Der Essenslieferdienst Lieferando und das Pfandsystem Rebowl testen eine Zusammenarbeit: Am Mittwoch startete in Berlin ein Pilotprojekt, wie Lieferando mitteilte. Wer sich in der Hauptstadt über das Portal etwas bestellt, kann das Essen demnach auch in Mehrwegschalen erhalten. Zunächst beteiligen sich 30 Restaurants - im Laufe der auf drei Monate angelegten Pilotphase können laut Unternehmen noch Lokale dazukommen.
Evergrande bietet zornigen Demonstranten Wohnungen und Parkplätze statt Geld
In der südchinesischen Stadt Shenzhen haben sich am Mittwoch den dritten Tag in Folge Demonstranten vor dem Firmensitz des verschuldeten Immobilienriesen Evergrande versammelt. Ein Firmenvertreter habe den verärgerten Geschäftspartnern von Evergrande statt Geld Wohnungen, Parkplätze oder Lagerräume angeboten, berichteten Demonstranten einer Reporterin der Nachrichtenagentur AFP. "Doch das können wir nicht brauchen. Keiner von uns hat zugestimmt", sagte ein Frau namens Wang.
Scholz will sich für besseren Übergang in die Berufsausbildung einsetzen
Der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will sich für einen nahtlosen Übergang von der Schule in die Berufstätigkeit für Jugendliche einsetzen. "Das durchschnittliche Alter, wo das anfängt, ist heute fast 20 Jahre, und wenn man weiß, dass man mit 17 fertig ist, ist da irgendwas dazwischen, was nicht gut läuft", sagte Scholz am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Er stellte sich in dem Format "Sechs Minuten für meine Stimme" den Fragen einer Bürgerin.
Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter geben Spionage für Vereinigte Arabische Emirate zu
Drei ehemalige Mitarbeiter des US-Geheimdienstsektors haben sich zu Hacker-Tätigkeiten für die Vereinigten Arabischen Emirate bekannt. Marc Baier, Ryan Adams und Daniel Gericke erklärten sich am Dienstag vor einem Gericht im US-Bundesstaat Virginia bereit, insgesamt 1,7 Millionen US-Dollar (rund 1,4 Millionen Euro) Strafe zu zahlen. Sie hatten vor ihrer Tätigkeit für den Golfstaat für den US-Geheimdienst NSA sowie die US-Armee gearbeitet.
Neun Aktivisten in Hongkong wegen Teilnahme an Tiananmen-Mahnwache zu Haft verurteilt
In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sind neun Demokratieaktivisten wegen ihrer Teilnahme an einer Tiananmen-Mahnwache zu monatelangen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht verhängte am Mittwoch Haftstrafen zwischen sechs und zehn Monaten gegen die Aktivisten, weil sie im vergangenen Jahr an der Veranstaltung zum Gedenken an die Niederschlagung der Proteste 1989 am Tiananmen-Platz in Peking teilgenommen hatten. Unter den Verurteilten war auch der frühere Vize-Vorsitzende der Hongkonger Allianz, Albert Ho.
Brasiliens Senat hebt Bolsonaro-Dekret gegen Löschung von Inhalten im Netz auf
Der brasilianische Senatspräsident Rodrigo Pacheco hat ein Dekret des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro von vergangener Woche gegen die Löschung von Inhalten durch Online-Plattformen abgewiesen. Der Vorsitzende des Oberhauses im brasilianischen Parlament argumentierte am Dienstag, das Dekret verletze die verfassungsrechtlichen Vorschriften und schaffe "Rechtsunsicherheit". Bolsonaro, dessen Beiträge in Online-Netzwerken bereits häufiger wegen der Verbreitung von Falschinformationen gesperrt wurden, sieht in den Löschungen "Zensur".