Letzte Nachrichten
NGG fordert zehn Prozent plus X mehr Lohn für Lebensmittelindustrie und Gastgewerbe
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für die Beschäftigten in der Lebensmittelindustrie und im Gastgewerbe kräftige Lohnerhöhungen von zehn Prozent "plus X" gefordert. In besonderen Zeiten müssten auch die Löhne "besonders stark steigen", erklärte die Gewerkschaft am Mittwoch. Sie verwies auf die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten.
Bund sichert Uniper mit bis zu 25 Milliarden Euro zusätzlich ab
Der Bund sichert den vor der Verstaatlichung stehenden Energiekonzern Uniper in den kommenden Jahren mit bis zu 25 Milliarden Euro zusätzlich ab. Die schon zugesagten acht Milliarden Euro für die Rettung des Konzerns reichten nicht aus. Daher werde durch Ausgabe neuer Aktien, die nur der Bund erwerben darf, "Kapital in Höhe von bis zu 25 Milliarden Euro geschaffen", teilte Uniper am Mittwoch mit.
Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte bei Doppelanschlag in Jerusalem
Bei einem mutmaßlichen Doppelanschlag in Jerusalem ist am Mittwoch nach Polizeiangaben mindestens ein Mensch getötet worden, mehrere weitere wurden verletzt. Bei der ersten Explosion an einer Bushaltestelle am westlichen Stadtrand wurde nach Krankenhausangaben ein 16-Jähriger getötet, elf Menschen wurden verwundet. Eine halbe Stunde später erfolgte demnach eine weitere Explosion in geringer Entfernung, die drei Menschen verwundete. Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas lobte die Anschläge.
Rapper Fler in Berlin zu Bewährungsstrafe von 16 Monaten verurteilt
Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat den Rapper Fler wegen einer Reihe von Straftaten zu einer Bewährungsstrafe von 16 Monaten verurteilt. Das Gericht sprach den 40-Jährigen am Mittwoch unter anderem der Körperverletzung, Sachbeschädigung, Bedrohung und Beleidigung schuldig.
WM-Auftakt mit Müller, Gündogan und Schlotterbeck
Hansi Flick setzt gleich zum WM-Auftakt auf seinen Wortführer Thomas Müller. Der Profi von Bayern München steht nach verschiedenen gesundheitlichen Problemen in den vergangenen Wochen gegen Japan (14.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) in der deutschen Startaufstellung.
Falschgeld in Nennwert von 90.000 Euro in Schleswig-Holstein beschlagnahmt
Bei einer Durchsuchung in Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein haben Ermittler Falschgeld im Nennwert von 90.000 Euro beschlagnahmt. Wie das Landeskriminalamt in Kiel mitteilte, gelang der Fund bei der Durchsuchung der Wohnung eines 27-Jährigen am Mittwoch. Dem Mann wird demnach vorgeworfen, das Falschgeld selbst hergestellt und in Umlauf gebracht zu haben.
Taliban installieren in Kabul 400 Lautsprecher für den islamischen Gebetsruf
Die radikalislamischen Taliban haben in der afghanischen Hauptstadt Kabul rund 400 Lautsprecher installiert, um die Einwohner zum gemeinschaftlichen Gebet aufzurufen. Unter der vorherigen Regierung seien mehrere Lautsprecher abgebaut worden, viele Menschen hätten deshalb den islamischen Gebetsruf nicht hören können, erklärte das Ministerium für den Schutz vor Laster und die Förderung der Tugend am Mittwoch auf Twitter.
Meniskusriss bei Profifußballer als Berufskrankheit anerkannt
Der Meniskusriss eines Profifußballers gilt als Berufskrankheit. Nach einem richterlichen Hinweis habe die Berufsgenossenschaft ihre Berufung gegen eine vorherige Entscheidung des Sozialgerichts Dresden zurückgenommen, teilte das sächsische Landessozialgericht in Chemnitz am Mittwoch mit. Diese Entscheidung sei nun rechtskräftig.
84-jähriger Autofahrer fährt in Düsseldorf in Menschenmenge - vier Verletzte
In Düsseldorf ist ein 84-jähriger Autofahrer in eine Menschenmenge gefahren und hat vier Menschen verletzt. Wie die Düsseldorfer Polizei mitteilte, kam der Mann am Dienstagabend auf der Königsallee, einer beliebten Einkaufsstraße, mit seinem Auto von der Fahrbahn ab, prallte gegen mehrere Fahrzeuge und fuhr in eine Gruppe von Fußgängern. Drei Menschen wurden bei dem Unfall schwer und einer leicht verletzt. Lebensgefahr bestand am Mittwoch nicht mehr.
Hernandez-Verletzung "schockt" die Bayern
Die Verantwortlichen von Bayern München haben mit Bestürzung auf die schwere Verletzung ihres französischen Verteidigers Lucas Hernandez bei der WM in Katar reagiert. "Wir sind alle geschockt und bedauern das sehr. Aber Lucas ist ein Kämpfer und wird stark zurückkommen. Er kriegt alle Unterstützung, die möglich ist", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic.
Beschäftigte von iPhone-Hersteller Foxconn in China gehen auf die Straße
In China sind Beschäftigte der größten iPhone-Fabrik des Landes aus Protest gegen die harten Corona-Beschränkungen auf die Straße gegangen. Videos in den Onlinediensten Weibo und Twitter, von AFP verifiziert, zeigten hunderte Arbeiter, die an der Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn im zentralchinesischen Zhengzhou demonstrierten. Einigen von ihnen stellten sich Menschen in Schutzanzügen und Bereitschaftspolizisten in den Weg. Foxconn sprach von "Gewalt" in der Fabrik.
Steinmeier führt Frauenquote von 40 Prozent für Verdienstorden ein
Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland soll künftig häufiger an Frauen verliehen werden: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier führt für die Auszeichnung eine Frauenquote von "mindestens 40 Prozent" ein, wie das Bundespräsidialamt am Mittwoch mitteilte. Bisher wird demnach nur rund jeder dritte Verdienstorden an eine Frau vergeben - "obwohl sich Frauen und Männer in unserer Gesellschaft gleichermaßen engagieren", wie das Amt hervorhob.
Einstufung von Titandioxid-Pulver als krebserregend beim Einatmen ist nichtig
Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat die Einstufung des Weißmachers Titandioxid in einer bestimmten Pulverform als krebserregend beim Einatmen für nichtig erklärt. Die Europäische Chemikalienagentur habe bei der Beurteilung einer Studie nicht alle Gesichtspunkte beachtet und daher eine nicht plausible Schlussfolgerung gezogen, erklärte das EuG am Mittwoch in Luxemburg. Die EU-Kommission sei dieser Schlussfolgerung gefolgt und habe damit den gleichen Fehler gemacht. (Az. T-279/20 u.a.)
Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover bleibt bis mindestens 16. Dezember gesperrt
Nach einem schweren Güterzugunfall im niedersächsischen Landkreis Gifhorn hat die Bahn die Sperrung der Strecke zwischen Berlin und Hannover erneut verlängert. Bis voraussichtlich zum 16. Dezember sei mit Beeinträchtigungen zu rechnen, teilte die Bahn am Mittwoch mit. In den Zügen auf den Alternativrouten sei mit einem hohen Reiseaufkommen zu rechnen.
Ermittlungen gegen Baden-Württembergs Innenminister Strobl endgültig eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihre Ermittlungen gegen den baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl (CDU) in der sogenannten Polizeiaffäre endgültig eingestellt. Strobl habe mit der Zahlung von 15.000 Euro seine Geldauflage erfüllt, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Das öffentliche Interesse an der weiteren Strafverfolgung sei dadurch beseitigt. Strobl gilt damit weiterhin als unschuldig.
Herr Merkel, Kaninchen und das Wunderland: Magische Momente im Bundestag
Weiße Kaninchen und Jim Knopf, ein Scheinriese und dann auch noch ein ominöser Herr Merkel: Seltsame Wesen bevölkerten am Mittwoch die Reden der Generaldebatte im Bundestag - und bewiesen damit, dass den Abgeordneten auch in ernstesten Zeiten der Sinn gelegentlich nach Erheiterung steht.
Verbraucherschützer und Polizei warnen vor Rabatttagen vor Fakeshops im Netz
Angesichts der bevorstehenden Schnäppchentage "Black Friday" und "Cyber Monday" im Internet haben Polizei und Verbraucherschützer vor Fakeshops gewarnt. Diese seien "auf den ersten Blick schwer zu erkennen", da sie professionell wirkten und viele Informationen wie ein Impressum, Geschäftsbedingungen und Kontaktmöglichkeiten enthielten, teilten die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz am Mittwoch mit. Sämtliche Angaben sollten aber "sorgfältig überprüft werden, bevor eine Bestellung abgegeben wird".
Oberstes britisches Gericht lehnt schottisches Unabhängigkeitsreferendum ab
Das oberste Gericht in Großbritannien hat am Mittwoch das schottische Gesuch nach einem erneuten Unabhängigkeitsreferendum abgelehnt. Die Befugnis, eine solche Abstimmung anzusetzen, sei dem Parlament des Vereinigten Königreichs vorbehalten, erklärte der Präsident des Obersten Gerichtshofs, Robert Reed, in London. Daher habe "das schottische Parlament nicht die Berechtigung, ein Referendum zur schottischen Unabhängigkeit" zu beschließen.
Guardiola verlängert bis 2025 bei Manchester City
Teammanager Pep Guardiola bleibt dem englischen Fußball-Meister Manchester City weiter treu. Wie der Klub am Mittwoch mitteilte, verlängerte der 51-Jährige seinen Vertrag um zwei weitere Jahre bis zum Sommer 2025.
44-Jähriger bei Polizeieinsatz in Iserlohn durch Schüsse schwer verletzt
Im nordrhein-westfälischen Iserlohn ist ein Mann bei einem Polizeieinsatz in einer Wohnung von Einsatzkräften durch Schüsse schwer verletzt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Hagen ereignete sich der Vorfall am frühen Mittwochmorgen. Der 44-Jährige war demnach in eine fremde Wohnung eingedrungen und bedrohte dort eine 34-Jährige mit einem Pflasterstein und einer Glasflasche.
Nach "One Love"-Verbot: Deutsche Reaktion erscheint möglich
Eine deutsche Reaktion auf das Verbot der "One Love"-Binde erscheint rund um das erste WM-Spiel der Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Japan (14.00 Uhr/ARD und MagentaTV) möglich. "Wir werden sehen. Das hat die Spieler sehr beschäftigt", sagte DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff wenige Stunden vor dem Anpfiff in der ARD und vermied dabei auf Nachfrage ein Dementi zu möglichen Aktionen.
Gedenken an rassistischen Brandanschlag mit drei Toten in Mölln vor 30 Jahren
30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit drei Toten in Mölln ist in Schleswig-Holstein am Mittwoch an die damaligen Geschehnisse erinnert worden. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) äußerte sich - und rief zu einem harten Vorgehen gegen "rassistische Hetze und Gewalt" auf. Dieses sei die von der damaligen Tat ausgehende "Mahnung", erklärte sie.
Europäische Raumfahrtagentur stellt neue Astronauten vor
Welche Europäer und Europäerinnen werden als nächstes ins All fliegen? Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) will am Mittwochnachmittag in Paris die nächste Generation von Astronauten vorstellen. Dabei handelt es sich um vier bis sechs künftige Raumfahrer und Raumfahrerinnen, die aus etwa 22.000 Bewerbern ausgewählt wurden. Sie treten die Nachfolge der aktuellen Generation an, zu der auch der Deutsche Matthias Maurer zählt.
Bundesinnenministerin Faeser kritisiert Katar und Fifa scharf
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat bei ihrem Besuch in Katar am Mittwoch die dortige Regierung und den Weltfußballverband Fifa scharf kritisiert. Der in der Sicherheitsgarantie des katarischen Innenministers versprochene Schutz müsse sich "auf alle Menschen beziehen", sagte Faeser in Doha zum Fall eines deutschen Fans, den sie vor Ort getroffen habe und dem nach seinen Angaben ein Schweißband in Regenbogenfarben von der Polizei abgenommen worden sei. Das habe sie bewegt, "das enttäuscht mich doch sehr", sagte Faeser.
Linke wirft "Ampel" zu langsame und unzureichende Reaktion auf Energiekrise vor
Die Linkspartei hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der Ampel-Koalition eine zu langsame und unzureichende Reaktion auf die Energiekrise vorgeworfen. "Ihre Politik hat mehr Verspätung als die Deutsche Bahn", sagte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch am Mittwoch in der Generaldebatte zum Haushalt 2023. Gas- und Strompreisbremse kämen im kommenden Jahr zu spät und reichten nicht aus. Menschen und Firmen bräuchten jetzt Unterstützung.
Zahl ukrainischer Kinder an deutschen Schulen steigt auf mehr als 200.000
Die Zahl der gemeldeten ukrainischen Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen ist auf mehr als 200.000 gestiegen. Die Bundesländer meldeten für die am Sonntag zu Ende gegangene 46. Kalenderwoche vom 14. bis zum 20. November insgesamt 200.754 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine an den Schulen, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Mittwoch in Berlin mitteilte.
Dröge: Regierung handelt trotz Krise "entschlossen" beim Klimaschutz
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge hat die Klimaschutzambitionen der Koalition bekräftigt. In der Vergangenheit seien viele Fehler gemacht worden, sagte sie am Mittwoch in der Generaldebatte im Bundestag. Nun gehe es um die Zukunft, "und wir werden in diesem Jahrzehnt darüber entscheiden, welche Zukunft das wird", fügte sie hinzu. "Diese Regierung hat zu ihrem Grundsatz gemacht, dass jedes Zehntelgrad Erderwärmung, was wir weniger schaffen werden, einen großen Unterschied macht. Daran richten wir unsere Politik aus."
Importe aus Russland gingen bis September zu einem Fünftel nach Bayern
Die meisten aus Russland nach Deutschland importierten Waren sind von Januar bis September nach Bayern gegangen - vor allem Öl und Gas. Auf Platz zwei im Bundesländer-Ranking folgt Brandenburg, dahinter steht Nordrhein-Westfalen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Mengen gingen in den neun Monaten aber wegen des Ukraine-Kriegs stark zurück.
Isolationspflicht in Nordrhein-Westfalen endet künftig nach fünf Tagen
In Nordrhein-Westfalen endet die Isolationspflicht bei einer Coronainfektion künftig automatisch nach fünf Tagen. Das teilte die Landesregierung in Düsseldorf am Mittwoch mit. Eine Freitestung durch einen negativen Coronatest ist nicht mehr vorgeschrieben, sondern wird lediglich noch empfohlen. Die Änderung der landeseigenen Test- und Quarantäneverordnung tritt demnach am Mittwoch kommender Woche in Kraft.
Rheinland-pfälzisches Gericht bestätigt Maskenpflicht in Nahverkehr
Das Verwaltungsgericht Mainz hat die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr bestätigt. Eine Ausnahme von der geltenden Anordnung könne nicht verlangt werden, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Die Regelung sei voraussichtlich rechtmäßig. (Az.: 1 L 652/22 MZ)
Ifo: Industrie reagiert mit verstärkter Lagerhaltung auf Lieferkettenprobleme
Die deutsche Industrie reagiert nach Angaben des Ifo-Instituts mit einer verstärkten Lagerhaltung auf die Lieferkettenprobleme der vergangenen beiden Jahre. Seit 2020 vergrößerten laut einer Umfrage 68 Prozent der Firmen ihre Lager, 65 Prozent suchten sich zusätzliche Lieferanten und 54 Prozent überwachen ihre Lieferketten nun besser als zuvor. 13 Prozent der befragten Firmen erhöhen ihrer Fertigung und stellen die Zulieferteile jetzt selbst her.
Scholz hält Deutschland für "krisenfest und winterfest"
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht die Gefahr einer Energieknappheit im Winter weitgehend gebannt. Deutschland erlebe derzeit "eine Krise, von der wir heute sagen können: Unser Land hat sie im Griff", sagte Scholz am Mittwoch in einer Rede im Bundestag. "Für diesen Winter ist Deutschlands Energiesicherheit wohl gewährleistet", sagte er. Deutschland sei "krisenfest und winterfest" - dank der Arbeit der Bundesregierung, aber auch, "weil die Haushalte und die Unternehmen im ganzen Land sparsam mit Energie umgehen".