Letzte Nachrichten
Pence fordert Trump beim Thema Abtreibungen heraus
Es ist eine neue Kampfansage an Donald Trump: Ein Jahr nach dem Aus für das landesweite Grundrecht auf Abtreibungen in den USA hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mike Pence seinen Rivalen bei dem Thema offen herausgefordert. Der frühere Vizepräsident sagte am Freitag bei einer Konferenz evangelikaler Aktivisten in Washington, jeder republikanische Präsidentschaftsbewerber sollte sich für ein landesweites Verbot von Abtreibungen ab der 15. Schwangerschafts-Woche einsetzen.
U21-Handballer stürmen bei Heim-WM zum Gruppensieg
Drittes Spiel, dritter Sieg: Die deutschen U21-Handballer haben bei ihrer Heim-Weltmeisterschaft mit weißer Weste den Einzug in die Hauptrunde geschafft. Zum Vorrundenabschluss gewann die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger in Hannover gegen Algerien mit 33:22 (16:12) und hat als verlustpunktfreier Gruppensieger nun beste Chancen im Kampf um das Viertelfinale.
BMW Open: Kieffers Einbruch - Siem darf hoffen
Nach seinem starken Auftakt ist Golfprofi Maximilian Kieffer aus Düsseldorf am zweiten Tag der 34. BMW Open in München-Eichenried eingebrochen, dafür schöpft Marcel Siem wieder Hoffnung. Der Ratinger verbesserte sich am Freitag mit einer 68 und insgesamt 139 Schlägen auf den neunten Platz und lieferte Ryder-Cup-Kapitän Luke Donald im gemeinsamen Flight gute Argumente für eine Nominierung.
US-Regierung erringt in Streit um Einwanderungspolitik Sieg vor Supreme Court
Im Dauerstreit um die Einwanderungspolitik hat die Regierung von US-Präsident Joe Biden einen wichtigen juristischen Sieg errungen. Der Oberste Gerichtshof des Landes wies am Freitag eine Klage der Bundesstaaten Texas und Louisiana gegen eine Richtlinie zu Prioritäten bei Abschiebungen ab. Der konservativ dominierte Supreme Court urteilte mit einer klaren Mehrheit von acht zu eins Richterstimmen, dass die Bundesstaaten nicht klageberechtigt seien.
Bundestag berät über schärfere Regeln für Lobbyregister
Der Bundestag hat am Freitag erstmals über schärfere Regeln für das Lobbyregister beraten. Der Gesetzentwurf der Ampel-Koalition sieht vor, dass Interessenvertreterinnen und -vertreter künftig Angaben zu Auftraggeber und Finanzierung offenlegen müssen.
Russischer "Botschaftsmitarbeiter" besetzt nach Bauverbot Gelände in Australien
Nach dem Verbot des Baus einer russischen Botschaft in unmittelbarer Nähe des Parlaments in Canberra hat Russland ein gerichtliches Vorgehen gegen die entsprechende Entscheidung australischer Behörden angekündigt - und offenbar einen ungewöhnlichen "Diplomaten" auf dem Gelände stationiert. Der Mann in Jogginganzug und Bomberjacke verbrachte den größten Teil des Freitags in einer heruntergekommenen Hütte auf der Baustelle.
Niederlande wollen Europas größtes Gasfeld schließen
Die Niederlande wollen das größte europäische Gasfeld in der Provinz Groningen nach jahrelangen Erdbeben in der Gegend ab Oktober schließen. "Wir drehen wirklich den Hahn zu", erklärte der zuständige niederländische Minister Hans Vijlbrief am Freitag. Die Bohrlöcher des in den 1960er Jahren eröffneten Standorts sollen aber erst bis Oktober 2024 endgültig stillgelegt werden - bis dahin sollen sie für den Fall eines extrem kalten Winters bereitstehen.
Bundeswehr beteiligt sich weiter an Einsatz vor libanesischer Küste
Die Bundeswehr setzt ihren Einsatz vor der libanesischen Küste fort. Der Bundestag verlängerte das Mandat für die UN-Mission Unifil am Freitag um ein weiteres Jahr bis Ende Juni 2024. Daran können sich demnach weiterhin bis zu 300 deutsche Soldatinnen und Soldaten beteiligen.
Premiere in den Staaten: Neue Klub-WM findet in USA statt
Die erste Ausgabe der Klub-WM im neuen Format wird im Sommer 2025 in den USA stattfinden. Das teilte der Fußball-Weltverband FIFA am Freitag mit. Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft 2026 sind die Vereinigten Staaten damit bereits Gastgeber einer Großveranstaltung der FIFA. Die Klub-WM wird dann erstmals mit 32 Teilnehmern ausgetragen.
Bericht: Bayerische Ermittler hörten Gespräche von Klimaaktivisten mit Medien ab
Bayerische Ermittlungsbehörden haben laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" monatelang zahlreiche Telefongespräche von Klimaaktivistinnen und -aktivisten mit Journalistinnen und Journalisten abgehört. Betroffen sei die Gruppe Letzte Generation, berichtete die Zeitung unter Berufung auf interne Unterlagen. Die Anweisung für die Lauschaktionen kam demnach von der Generalstaatsanwaltschaft München.
Bundeswehr-Einsatz in Bosnien-Herzegowina wird verlängert
Der Bundestag hat am Freitag der Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes in Bosnien-Herzegowina zugestimmt. Damit können sich bis Ende Juni 2024 weiterhin bis zu 50 deutsche Soldatinnen und Soldaten an der EU-geführten Mission Eufor Althea beteiligen. Zentrale Aufgabe ist weiterhin das Unterstützen der Umsetzung des Friedensvertrages von Dayton aus dem Jahr 1995.
Olaf Scholz lobt Special Olympics: "Ein ganz tolles Event"
Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich bei einem Besuch der Special Olympics überaus positiv über die Weltspiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung geäußert. "Es ist ganz begeisternd, die Sportlerinnen und Sportler zu sehen, die hier teilnehmen und sich sehr einsetzen und ganz dabei sind", sagte Scholz am Freitag.
WM-Test gegen Vietnam: DFB-Frauen ohne sieben Spielerinnen
Die deutschen Fußballerinnen treten beim vorletzten WM-Test gegen Vietnam noch ohne das am Freitag angereiste Quintett von Meister Bayern München an. Ein Einsatz von Lina Magull, Klara Bühl, Lea Schüller, Sydney Lohmann oder Carolin Simon ergebe "jetzt wenig Sinn", erklärte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nach dem Abstellungsstreit zwischen DFB und dem FC Bayern: "Wir müssen verantwortungsvoll mit den Spielerinnen umgehen."
Millionen zu Hadsch in der Hitze Saudi-Arabiens erwartet
Saudi-Arabien bereitet sich bei der ersten Hadsch-Pilgerfahrt nach der Corona-Pandemie auf eine Rekordzahl an Pilgern vor: Bereits am Freitag füllten riesige Menschenmengen die Straßen Mekkas, der heiligsten Stadt im islamischen Glauben. Das Königreich bereite sich auf "die größte islamische Zusammenkunft der Geschichte vor", sagte der Minister für Hadsch und Umrah, Tawfik al-Rabiah, in einer diese Woche veröffentlichten Videobotschaft.
Macron wirft Russland Destabilisierung afrikanischer Länder durch Wagner-Miliz vor
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Russland vorgeworfen, durch die Wagner-Söldnertruppe seinen destabilisierenden Einfluss auf afrikanische Länder auszuweiten. Russland sei eine "Macht der Destabilisierung in Afrika durch die privaten Milizen, die die Bevölkerung ausbeuten und erpressen", sagte Macron in einem Interview mit mehreren französischen Medien am Freitag in Paris. Die Vereinten Nationen hätten dies in der Zentralafrikanischen Republik nachgewiesen.
DFB und DFL verlängern Grundlagenvertrag bis 2029
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben sich nach zähen Verhandlungen auf eine Verlängerung des Grundlagenvertrages geeinigt. Am Freitag unterschrieben beide Parteien in Frankfurt/Main eine bis zum 30. Juni 2029 gültige Übereinkunft. Der Vertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der DFL-Mitgliederversammlung und der Genehmigung durch den DFB-Bundestag.
Bundestag beschließt Gesetz gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln
Der Bundestag hat ein Gesetz gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln beschlossen. Durch die Reform soll der Kostendruck auf die Pharmahersteller gesenkt werden, damit der Verkauf der Medikamente in Deutschland lohnenswerter wird. Das von den Ampel-Parteien eingebrachte Gesetz sieht vor, die Preisregeln für Kinderarzneimittel zu lockern; Festbeträge und Rabattverträge werden abgeschafft. Durch das Gesetz wird außerdem die telefonische Krankschreibung unbefristet eingeführt.
Biden will Zugang zu Verhütungsmitteln verbessern
Ein Jahr nach der Aufhebung des landesweiten Grundrechts auf Abtreibungen in den USA durch den Supreme Court will die Regierung den Zugang zu Verhütungsmitteln verbessern. Präsident Joe Biden will mit einem Dekret sicherstellen, dass private Krankenversicherungen im Rahmen der als "Obamacare" bekannten Gesundheitsreform aus dem Jahr 2010 die Kosten für alle zugelassenen Verhütungsmittel vollständig übernehmen.
Zverev überzeugt: Halbfinaleinzug in Halle
Alexander Zverev steht im Halbfinale des Rasenturniers in Halle/Westfalen. Der 26-Jährige, der 2016 und 2017 bei dem Rasenturnier das Finale erreicht hatte, bezwang am Freitag den Chilenen Nicolas Jarry insgesamt überzeugend mit 7:5, 6:3 und bewies zehn Tage vor dem Wimbledon-Start seine verbesserte Form.
Verdächtiger nach Fund von Leiche am Rheinufer in Baden-Württemberg festgenommen
Zwei Wochen nach dem Fund einer Leiche am Rheinufer nahe der Grenze zur Schweiz ist ein 39-jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden. Wie die Freiburger Polizei und die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen am Freitag mitteilten, ergriffen Spezialkräfte den Mann am Donnerstagabend auf einem Parkplatz in der Gemeinde Lottstetten. Der Mann war demnach aus Lettland eingereist und arbeitete bis zu seiner Festnahme auf einer örtlichen Baustelle.
Anklage gegen zwei Lehrerinnen nach Tod von Schülerin auf Klassenfahrt zugelassen
Gegen zwei Lehrerinnen ist nach dem Tod einer Schülerin während einer Klassenfahrt in London Anklage vor dem Landgericht Mönchengladbach zugelassen worden. Den beiden Angeklagten wird vorgeworfen, sich nicht ausreichend über die Diabeteserkrankung der Schülerin informiert zu haben, wie das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) am Freitag mitteilte. Angeklagt sind sie wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen.
Wagner-Chef: "Die Streitkräfte der Ukraine drängen die russische Armee zurück"
Die ukrainische Armee hat durch ihre Gegenoffensive nach Angaben des Chefs der russischen Söldnergruppe Wagner die Truppen Moskaus in einigen Regionen zum Rückzug gezwungen. Die russische Armee ziehe sich an den Fronten von Saporischschja und Cherson zurück, sagte Jewgeni Prigoschin am Freitag - und widersprach damit offen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, der immer wieder vom Scheitern der ukrainischen Gegenoffensive gesprochen hatte.
Sambia feiert zugesagte Umschuldung durch ausländische Kreditgeber
Erleichterung und Jubel im südafrikanischen Sambia: Nach der von ausländischen Kreditgebern zugesagten Umschuldung für das Land haben Abgeordnete am Freitag begeistert die Nationalhymne von Sambia im Parlament gesungen. Sambias Präsident Hakainde Hichilema, der erst seit 2021 im Amt ist, begrüßte die Umstrukturierung als "bedeutenden Meilenstein auf unserem Weg zur wirtschaftlichen Erholung und zum Wachstum".
Tief Lambert fegt mit heftigen Unwettern über Deutschland hinweg
Begleitet von schweren Unwettern ist das Tief Lambert über Deutschland hinweggezogen. Keller liefen voll, Straßen standen unter Wasser, Bäume knickten um, der Bahnverkehr war stark gestört - tausende Einsatzkräfte waren in mehreren Bundesländern von Donnerstagabend an im Einsatz. Mancherorts gingen in kurzer Zeit um die 100 Liter Regen pro Quadratkilometer nieder. Am Freitag beruhigte sich die Lage wieder: Der Deutsche Wetterdienst hob am Nachmittag alle Unwetterwarnungen auf.
Spendenbereitschaft bei Deutschen sinkt im Jahr 2022
Die Deutschen spenden in diesem Jahr bisher deutlich weniger Geld für gemeinnützige Zwecke als 2022. Zu dieser Einschätzung kommt das Marktforschungsinstitut GfK nach einer Erhebung im Auftrag des Deutschen Spendenrats, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung laut Vorabmeldung vom Freitag berichtete. Bis Ende April lag das Spendenvolumen demnach bei 1,56 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum waren im Vorjahr noch 2,22 Milliarden Euro zusammengekommen.
Jane Fonda will im Kampf gegen Klimawandel Verantwortlichen "in Hintern treten"
Hollywood-Legende Jane Fonda will mit 85 Jahren im Einsatz gegen den Klimawandel weiter Verantwortungsträgern "in den Hintern treten". Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP sagte die für ihr umweltpolitisches Engagement bekannte Oscar-Gewinnerin, sie sei nach einem erfolgreichen Kampf gegen eine Krebserkrankung im vergangenen Jahr fit. "Ich habe viel Energie. Ich bin bereit, weiter (Leuten) in den Hintern zu treten."
Pariser Klima-Finanzgipfel endet ohne neue Verpflichtungen
Der Pariser Gipfel für einen Klima-Finanzpakt ist ohne neue gemeinsame Verpflichtungen zu Ende gegangen. Die etwa 40 Staats- und Regierungschefs seien sich aber einig, dass die internationale Finanzarchitektur reformiert werden müsse, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag. "Das Finanzsystem muss effizienter und gerechter werden", sagte Macron. Er sprach sich dafür aus, auf einer weitere Konferenz in zwei Jahren die Fortschritte zu überprüfen.
Berliner CDU-Chef Wegner rät Merz zu mehr Gelassenheit
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat dem CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz zu mehr Gelassenheit im Umgang mit innerparteilicher Kritik geraten. "Ich empfehle jedem, ein bisschen entspannter mit solchen Dingen umzugehen", sagte Wegner dem "Spiegel" nach Angaben vom Freitag mit Blick auf Merz’ jüngste Reaktionen auf den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU). "Entscheidend in der Politik ist immer, wie man reagiert."
Schleuserfahrzeug mit zwölf Flüchtlingen prallt in Sachsen gegen Baum
Auf der Flucht vor der Bundespolizei ist im Landkreis Görlitz in Sachsen ein Schleuserfahrzeug gegen einen Baum geprallt. Drei der insgesamt zwölf Syrer in dem Transporter wurden dabei verletzt, wie die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf am Freitag mitteilte. Fahrer und Beifahrer flohen nach dem Unfall in ein Waldstück. Die Suche nach ihnen unter anderem mit einem Polizeihubschrauber blieb erfolglos. Die zwölf Männer aus Syrien wurden in Gewahrsam genommen.
Versicherungswirtschaft sieht vor allem kleinere Schäden durch Tief Lambert
Nach dem schweren Unwetter durch Tief Lambert in weiten Deutschlands sieht die Versicherungswirtschaft die entstandenen Schäden eher als gering an. Nach einer ersten Auswertung gebe es vor allem kleinere Schäden, teilte die R+V-Versicherung in Wiesbaden am Freitag mit. Diese betragen ersten Schätzungen zufolge rund 25 Millionen Euro. Insgesamt sei das Unwetter glimpflicher abgelaufen als befürchtet.
Polizei in Göttingen beklagt zunehmende "Hosentaschenanrufe"
Die Polizei in Göttingen hat zunehmende "Hosentaschenanrufe" beklagt. Seit Anfang Juni gehen auffallend viele falsche Notrufe in den Leitstellen ein und belasten die Arbeit der Beamten, wie die Polizeidirektion am Freitag erklärte. Von "Hosentaschenanrufen" ist die Rede, wenn durch das versehentliche Drücken bestimmter Tastenkombinationen ein automatisierter Notruf ausgelöst wird.
Neuseelands Ex-Premierministerin Ardern schreibt Buch über Führungsqualitäten
Die frühere neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern schreibt ein Buch über Führungsqualitäten, das weltweit veröffentlicht werden soll. Statt "die Innenpolitik der vergangenen fünf Jahre hin- und herzuwälzen" soll der Inhalt eher etwas sein, das sie selbst als 14-Jährige inspiriert hätte, erklärte Ardern am Freitag auf Instagram. Sie wolle darüber schreiben, wie Menschen sich zu ihrer "eigenen Art der Führungkraft" entwickeln können.