Letzte Nachrichten
Kirchen Internate: Missbrauchsopfer in Kanada erhalten Geld
Im Skandal um den jahrzehntelangen Missbrauch von Kindern von Ureinwohnern in kirchlichen Internaten in Kanada hat die katholische Kirche den Opfern finanzielle Hilfe zugesagt. In den kommenden fünf Jahren würden umgerechnet gut 20 Millionen Euro bereitgestellt, um das Leid der Überlebenden zu lindern, teilte die kanadische Bischofskonferenz am Montag mit.
Unveröffentlichter Lennon-Song wird in Dänemark versteigert
Eine Kassette mit einem unveröffentlichten Song von Beatles-Legende John Lennon sucht am Dienstag einen neuen Besitzer: In Kopenhagen wird eine Aufnahme aus dem Jahr 1970 versteigert, auf der das nie veröffentlichte Lied "Radio Peace" zu hören ist. Der Wert der insgesamt 33-minütigen Kassette, die nach einer Pressekonferenz aufgenommen wurde, wird auf 27.000 bis 40.000 Euro geschätzt.
Prozess gegen TÜV Süd wegen Staudammbruchs in Brasilien
Der TÜV Süd muss sich ab Dienstag (09.00 Uhr) in einem Zivilprozess vor dem Landgericht München I wegen des Staudammbruchs in der brasilianischen Gemeinde Brumadinho Anfang 2019 verantworten. In dem Verfahren werfen die Gemeinde Brumadinho und Angehörige eines der mindestens 270 Todesopfer einer Gesellschaft des TÜV vor, den Damm überprüft und zertifiziert zu haben, obwohl er nicht ausreichend sicher gewesen sei.
Angehörige sagen erstmals im Prozess zu Pariser Attentaten aus
Im Prozess zu den Pariser Attentaten vom November 2015 sagen von Dienstag an erstmals Opfer und Angehörige aus. Etwa 300 Betroffene sollen in den kommenden fünf Wochen ihre Erlebnisse schildern, im Schnitt etwa 15 am Tag. Für viele von ihnen werden dies vermutlich schwere und schmerzhafte Minuten werden.
Frankreichs Grüne bestimmen ihren Präsidentschaftskandidat
Bei den französischen Grünen entscheidet sich am Dienstag (17.30 Uhr), wer für sie bei der Präsidentschaftswahl 2022 antreten soll. In der Stichwahl stehen sich der als Realo geltende EU-Abgeordnete Yannick Jadot und die stärker links verankerte Wirtschaftswissenschaftlerin Sandrine Rousseau gegenüber. Für die seit Samstag laufende Online-Wahl hatten sich etwa 122.000 Menschen angemeldet.
Fraktionen kommen zu ersten Sitzungen nach Wahl zusammen
Die meisten der neugewählten Bundestagsfraktionen kommen am Dienstag zu ihren ersten Sitzungen zusammen. Als erstes tagt um 09.00 Uhr die SPD. Sie hat ihre Beratungen aufgeteilt: In einer weiteren Sitzung am Mittwoch soll Rolf Mützenich als Fraktionschef wiedergewählt werden. Am Dienstagvormittag kommt zudem die Linken-Fraktion zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen (11.00 Uhr).
Benzin-Engpässe an britischen Tankstellen spitzen sich zu
In Großbritannien haben sich infolge der Benzin-Engpässe am Montag erneut lange Schlangen vor den Tankstellen gebildet. Die britische Tankstellenvereinigung PRA führte die Treibstoffknappheit vor allem in den Städten auf Panikkäufe zurück. Die Armee wurde in Bereitschaft versetzt, um die Versorgung mit Treibstoff sicherzustellen, falls die Krise weiter anhält.
Super League: UEFA verfolgt Verfahren nicht weiter
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wird das laufende Gerichtsverfahren gegen die drei Super-League-Vereine Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin nicht weiter verfolgen. Das erfuhr der Sport-Informations-Dienst (SID) am Montagabend aus gut unterrichteten Kreisen. Demnach hat die UEFA das Gericht in Madrid über diese Entscheidung bereits informiert. Aus Sicht der UEFA liegt eine Weiterführung des Verfahrens nicht im Interesse des Verbandes oder der Mitgliedsverbände.
Keine Einigung mit Laschet auf Brinkhaus als Fraktionschef
CSU-Chef Markus Söder hat sich mit dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet noch nicht auf eine Bestätigung von Ralph Brinkhaus im Amt des Vorsitzenden der Unionsfraktion verständigt. Dazu werde es am Montagabend noch Gespräche "in mehreren Runden" geben, sagte er nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Am Dienstagmorgen sei dann die CSU-Landesgruppensitzung. Am Dienstagnachmittag kommt die Unionsfraktion zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen.
Missbrauchsprozess: Sänger R. Kelly schuldig gesprochen
Der US-Musiker und RnB-Star R. Kelly ist im Prozess um den sexuellen Missbrauch Minderjähriger schuldig gesprochen worden. Ein Geschworenengericht in New York verurteilte den Sänger des Welthits "I Believe I Can Fly" am Montag in allen Anklagepunkten. Das Strafmaß gegen den 54-Jährigen soll erst am 4. Mai verkündet werden. Kelly, der bereits in Untersuchungshaft sitzt, droht eine langjährige Haftstrafe.
Haager Strafgericht soll doch nicht gegen US-Soldaten in Afghanistan ermitteln
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) soll nun doch nicht wegen möglicher Kriegsverbrechen durch US-Soldaten in Afghanistan ermitteln. Die Untersuchung zu Afghanistan müsse sich auf Taten der radikalislamischen Taliban und der Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat konzentrieren, forderte der neue Chefankläger des in Den Haag ansässigen Tribunals, Karim Khan, am Montag. Er verwies auf "Schwere, Ausmaß und den anhaltenden Charakter" der mutmaßlichen Verbrechen der Islamisten.
Giffey will nach SPD-Sieg in Berlin zuerst mit Grünen und Linken reden
Nach dem SPD-Sieg bei der Neuwahl des Berliner Abgeordnetenhauses hat Spitzenkandidatin Franziska Giffey am Montag zuerst Gespräche mit Grünen und Linken angekündigt. Es sollten zuerst Gespräche mit den bisherigen Koalitionspartnern, den Grünen und den Linken, geführt werden, sagte Giffey am Montagabend. Danach sollten auch mit den anderen Parteien Gespräche geführt werden. Die SPD habe sich aber "bisher noch nicht festgelegt auf mögliche Koalitionen", betonte sie.
Onlinenetzwerk Tiktok meldet über eine Milliarde aktive Nutzer
Nur vier Jahre nach dem Start des Onlinenetzwerks Tiktok durch den chinesischen Mutterkonzern Bytedance hat die Videoplattform nach eigenen Angaben die Schwelle von einer Milliarde aktiven Nutzern überschritten. Das teilte das Online-Netzwerk am Montag mit. Zuletzt hatte die Plattform im Juli 2020 Angaben zu aktiven Nutzern gemacht. Seither kamen den neuen Zahlen zufolge mehr als 300 Millionen hinzu.
Zahl der Tötungsdelikte in den USA im vergangenen Jahr um 30 Prozent gestiegen
Die Zahl der Tötungsdelikte in den USA ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Wie aus der am Montag von der Bundespolizei FBI veröffentlichten Kriminalstatistik hervorgeht, wurden 2020 mehr als 21.500 Tötungsdelikte registriert, ein Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist der stärkste Zuwachs seit Erhebung der Zahlen in den 1960er Jahren und die höchste Zahl seit 25 Jahren.
Wissing warnt SPD und Grüne vor überzogenen Forderungen
FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat SPD und Grüne vor überzogenen Forderungen in den anstehenden Gesprächen über eine neue Bundesregierung gewarnt. Es dürfe keine Vorfestlegungen geben, sagte Wissing dem Nachrichtenportal "ThePioneer" (Dienstag). "Wir müssen uns auf Inhalte konzentrieren", sagte er. "Wir finden nicht zu einer Lösung, wenn wir jetzt Charakterporträts machen und uns mit der Frage beschäftigen, wen wir toller finden: Scholz oder Laschet?", sagte er mit Blick auf die Kanzlerkandidaten von SPD und Union.
Demoskopen: Skepsis vor grüngeführter Regierung führte zu eher magerem Ergebnis
Wahlforscher führen das eher magere Ergebnis der Grünen bei der Bundestagswahl auf Skepsis in der Bevölkerung vor einer grüngeführten Regierung zurück. Der Anteil der Bevölkerung, der "Nachteile" von den Grünen erwartet habe, sei "bemerkenswert hoch" gewesen, sagte die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, am Montag. Es habe viele Wähler gegeben, "die doch noch abgesprungen sind".
Lindner mit fast 98 Prozent erneut zum FDP-Fraktionschef gewählt
Die neue FDP-Bundestagsfraktion hat Christian Lindner mit 97,8 Prozent als Vorsitzenden wiedergewählt. Erster Parlamentarischer Geschäftsführer bleibt Marco Buschmann. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger und der Parlamentarische Geschäftsführer Florian Toncar. Die FDP ist künftig mit 92 Abgeordneten im Bundestag vertreten; sie errang bei der Bundestagswahl am Sonntag zwölf Mandate mehr als vor vier Jahren.
Rockband Queen eröffnet Pop-up-Store in London
Von Freddie-Mercury-Tassen bis hin zu von Brian May signierten Gitarren: Die britische Rockband Queen eröffnet am Dienstag in der Londoner Carnaby Street einen Pop-up-Store, um fünf Jahrzehnte Band-Geschichte zu feiern. Der Laden mit dem Namen "Queen The Greatest" führt Besucher in Themen-Räumen auf zwei Stockwerken durch verschiedene Etappen, beginnend mit den Anfangstagen der legendären Band in den 70er Jahren.
Biden hat Auffrischungsimpfung gegen Coronavirus bekommen
Präsident Joe Biden hat wenige Tage nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen in den USA seine dritte Dosis erhalten. Der 78-Jährige ließ sich am Montag im Weißen Haus vor laufenden Kameras eine Booster-Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer verabreichen. Er warb dabei für Auffrischungsimpfungen im Kampf gegen die Pandemie und rief Ungeimpfte erneut auf, sich impfen zu lassen.
Biden bekommt Corona-Auffrischungsimpfung
US-Präsident Joe Biden erhält wenige Tage nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen seine dritte Dosis. Der 78-Jährige werde sich noch im Laufe des Tages eine Booster-Impfung verabreichen lassen, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Der Präsident, der im Dezember und Januar seine ersten beiden Impfdosen erhalten hatte, werde sich auch zu der gestarteten Kampagne für Auffrischungsimpfungen äußern.
Prinzessin Makos Verlobter kehrt im Blitzlichtgewitter nach Japan zurück
Begleitet von riesigem Medienrummel ist der Verlobte der japanischen Prinzessin Mako am Montag aus den USA in sein Heimatland zurückgekehrt. Japanische Medien werteten Kei Komuros Rückkehr als Zeichen dafür, dass bald ein Hochzeitsdatum verkündet werden könnte. Laut dem Sender NHK könnte die Vermählung zwischen Mako und dem Bürgerlichen schon im Oktober erfolgen, nachdem sie drei Jahre lang aufgeschoben worden war.
Serbien verlegt gepanzerte Fahrzeuge an Grenze zum Kosovo
Vor dem Hintergrund immens verschärfter Spannungen mit dem Kosovo hat Serbien seine Militärpräsenz im Grenzgebiet verstärkt. Wie eine AFP-Korrespondentin am Montag berichtete, verlegte Belgrad vier gepanzerte Fahrzeuge an die Grenze zum Kosovo. Die Nato-geführte Kosovo-Truppe KFOR erklärte in Pristina, sie beobachte die Lage genau, um gemäß ihrem UN-Mandat eine "sichere Umgebung und Bewegungsfreiheit für alle Bevölkerungsgruppen im Kosovo sicherzustellen". Demnach wurden die Routine-Patrouillen der KFOR verstärkt, auch im Nord-Kosovo.
Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Sack tritt zurück
Als Reaktion auf das historisch schlechte CDU-Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern hat der Landesvorsitzende Michael Sack sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Er werde auch sein Landtagsmandat nicht annehmen, erklärte Sack am Montag in Schwerin. Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern hatte bei der Landtagswahl am Sonntag nur 13,3 Prozent der Stimmen erhalten.
Erneut Streit um iranisches Atomprogramm
Die Überwachung iranischer Nuklearanlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sorgt erneut für Streit mit der Regierung in Teheran. Die EU und die USA forderten am Montag bei einer IAEA-Sitzung in Wien Zugang für die internationalen Kontrolleure zu einer Produktionsstätte von Zentrifugen-Komponenten nahe Teheran. Die iranische Regierung wies dies zurück. Israels Regierungschef Naftali Bennett warnte eindringlich vor dem Atomprogramm des Iran.
Israels Regierungschef: Irans Atomprogramm hat "alle roten Linien überschritten"
Israels Regierungschef Naftali Bennett hat bei der UN-Vollversammlung den Iran scharf für sein Atomprogramm kritisiert. "Das Nuklearwaffenprogramm des Iran ist an einem kritischen Punkt angelangt", sagte Bennett am Montag in New York. Die Regierung in Teheran habe "alle roten Linien überschritten".
UN-Generaldebatte endet ohne Redebeiträge der Vertreter Afghanistans und Myanmars
Die UN-Generaldebatte geht ohne Redebeiträge von Vertretern Afghanistans und Myanmars zu Ende. Der afghanische Diplomat Ghulam Isacsai, ein Mitglied der gestürzten Regierung von Präsident Aschraf Ghani, zog nur Stunden vor einem geplanten Auftritt am Montag seinen Namen von der Rednerliste zurück. Auch der Leiter der myanmarischen UN-Mission - ein Unterstützer der Demokratiebewegung um Aung San Suu Kyi - sollte nach Angaben aus Diplomatenkreisen nicht sprechen.
55-Jähriger will bei Bundestagswahl in Lübeck doppelt abstimmen
Bei der Bundestagswahl in Lübeck hat ein 55-Jähriger am Sonntag doppelt abstimmen wollen. Wie die Polizei in der schleswig-holsteinischen Stadt am Montag mitteilte, tauchte der Mann mehrere Stunden nach seinem Wahlakt am Sonntagnachmittag erneut in seinem Wahllokal auf, um zum zweiten Mal seine Stimme abzugeben. Als ihn ein Wahlhelfer erklärte, dass dies verboten sei, begann er den Beamten zufolge "lautstark zu pöbeln".
Facebook legt Entwicklung von Instagram-Version für Kinder vorerst auf Eis
Nach einer Welle der Kritik legt Facebook die Entwicklung einer Instagram-Version für Kinder vorübergehend auf Eis. Das Projekt für einen Online-Fotodienst für Minderjährige unter Aufsicht ihrer Eltern sei falsch verstanden worden, beklagte Instagram-Chef Adam Mosseri am Montag. Gleichwohl sei entschieden worden, das Projekt zunächst zu unterbrechen und in der Zwischenzeit mit "Eltern, Experten, politischen Entscheidern und Behörden" über deren Bedenken zu sprechen.
PSG mit Messi gegen City - Gündogan fällt aus
Paris St. Germain kann im Champions-League-Kracher gegen Manchester City wie erhofft auf Weltstar Lionel Messi zurückgreifen. Der Argentinier sei nach seiner Knieverletzung "auf einem sehr guten Weg", sagte Trainer Mauricio Pochettino am Montag: "Ich denke, er wird im Kader sein."
In Frankreich fallen künftig Steuern aufs Trinkgeld per Karte weg
Kellnerinnen und Barkeeper in Frankreich bekommen künftig mehr Geld: Präsident Emmanuel Macron persönlich kündigte am Montag beim Besuch einer Gastronomiemesse in Lyon an, dass die Steuer auf per Karte gezahltem Trinkgeld künftig wegfällt. Das stärke die Kaufkraft des im Gastgewerbe Beschäftigten, sagte der Präsident.
Berufungsurteil gegen Schweizer Bank UBS in Frankreich verschiebt sich
In Frankreich ist das Urteil im Berufungsprozess gegen die Schweizer Großbank UBS wegen Steuerbetrugs verschoben worden. Einer der Richter sei erkrankt, sagte der Vorsitzende Richter am Montag. Die Entscheidung soll nun am 13. Dezember fallen.
Lafontaine kandidiert nicht mehr bei Landtagswahl im Saarland
Der Linkspolitiker Oskar Lafontaine will im Frühjahr bei der Landtagswahl im Saarland nicht wieder antreten. Das kündigte der 78-jährige Fraktionschef der saarländischen Linken am Montag in Saarbrücken an. Hintergrund sind die jüngsten Querelen innerhalb des Landesverbands und der Wiedereinzug von Landeschef Thomas Lutze in den Bundestag.