Letzte Nachrichten
Anklage fordert lange Jugendstrafen in Prozess um Doppelmord an Ärztepaar aus Bayern
Im Prozess um einen Doppelmord an einem Ärzteehepaar im fränkischen Mistelbach hat die Staatsanwaltschaft lange Jugendstrafen für die beiden Angeklagten gefordert. Für die zur Tatzeit 16-jährige älteste Tochter forderte sie neuneinhalb Jahre Haft, für deren mit 18 Jahren heranwachsenden mitangeklagten Freund 13 Jahre und sechs Monate, wie das Landgericht Bayreuth am Mittwoch mitteilte. Er habe sich in einem besonders schweren Fall schuldig gemacht.
Polizei räumt von Klimaaktivisten besetztes Dorf Lützerath
Gegen den Widerstand von Klimaaktivisten hat am Mittwoch der Großeinsatz zur Räumung des besetzten Dorfs Lützerath im rheinischen Braunkohlerevier begonnen. Wie ein Sprecher der Aachener Polizei sagte, rücke die Polizei im Dorf "Sektor um Sektor" gegen die in Häusern verschanzten Aktivisten vor. Zahlreiche Umweltschützer und Prominente kritisierten den Einsatz der Polizei.
Jill Biden lässt verdächtigen Fleck am Auge entfernen
Die First Lady der USA, Jill Biden, hat sich zur Entfernung einer kleinen Hautveränderung im Gesicht in ein Militärhospital begeben. Nach Angaben des Weißen Hauses begleitete US-Präsident Joe Biden seine Frau mit dem Hubschrauber Marine One am Mittwoch in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus nahe Washington, um sich einem speziellen Eingriff zur Entfernung von malignen Hauttumoren zu unterziehen. Das ambulante Verfahren gilt als hochwirksam, wenn es früh genug vorgenommen wird.
Frankreich: Verbandsboss Le Graet tritt zurück
Nach seinen polemischen Aussagen über Frankreichs Fußball-Ikone Zinedine Zidane ist Verbandspräsident Noel Le Graet zurückgetreten. Das teilte der Nationalverband FFF nach einer Anhörung des außerordentlichen Exekutivausschusses am Mittwoch in Paris mit.
34-Jähriger soll ältere Frau in München aus Habgier ermordet haben
Vor dem Landgericht München I hat am Mittwoch der Prozess gegen einen 34-Jährigen begonnen, der eine ältere Frau ermordet haben soll, mit der er befreundet war. Die Leiche der Frau wurde im Januar 2022 gefunden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus Habgier vor.
Bis zu zwei Jahre Haft wegen illegalen Handels mit Pferdefleisch
Wegen illegalen Handels mit Pferdefleisch hat ein Gericht in Marseille 15 Angeklagte zu Strafen von bis zu zwei Jahren Haft verurteilt. Einer der Hauptangeklagten, der belgische Pferdehändler Jean-Marc Decker, soll etwa 500 Pferde mit gefälschten Papieren einer Schlachterei im südfranzösischen Alès zugeführt haben, von wo aus das Fleisch an Metzger weiterverkauft wurde.
Studie: Klimawandel führte 2022 zu Temperaturrekord in Weltmeeren
Nicht nur an Land, auch in den Weltmeeren verursacht der Klimawandel immer neue Temperaturrekorde. 2022 sei bei den Ozeanen das heißeste Jahr seit Beginn der Messungen gewesen, heißt es in einer Studie, die ein internationales Forscherteam am Mittwoch im Fachblatt "Advances in Atmospheric Sciences" veröffentlichte. Wegen der Erderwärmung sei mit immer neuen Temperaturrekorden zu rechnen.
Panne in Kommunikationssystem legt zeitweise Flugverkehr in den USA lahm
Eine großflächige Störung eines Kommunikationssystems für Piloten und Besatzung hat in den USA zeitweise den zivilen Flugverkehr lahmgelegt. Die Luftaufsichtsbehörde FAA ordnete am Mittwochmorgen aus Sicherheitsgründen die Unterbrechung aller inländischen Flugverbindungen an. Nach Angaben der US-Regierung lief die Suche nach der Ursache noch, bislang gebe es aber keine Hinweise auf einen Cyberangriff.
Mehr als 20 Opfer bei Selbstmordanschlag in Kabul
Bei einem Selbstmordanschlag nahe dem afghanischen Außenministerium in Kabul sind am Mittwoch mindestens 20 Menschen verletzt oder getötet worden. Er habe gesehen, wie ein Mann "sich in die Luft gesprengt" habe, sagte AFP-Mitarbeiter Jamshed Karimi. Er könne jedoch nicht sagen, wie viele der "20 bis 25 Opfer" tot und wie viele verletzt gewesen seien.
Steinmeier ernennt Fetzer und Offenloch zu neuen Verfassungsrichtern
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch eine neue Verfassungsrichterin und einen neuen Verfassungsrichter ernannt und ihre Vorgänger Monika Hermanns und Peter M. Huber im Schloss Bellevue feierlich verabschiedet. Die Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts eine "ihre höchste fachliche Kompetenz sowie der Anspruch, unserer Verfassung zu dienen und sie zu stärken", sagte Steinmeier laut Redemanuskript. Hermanns und Huber dankte er und verlieh ihnen das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik.
Acht Schülerinnen bei Verkehrsunfall in Niedersachsen verletzt
Bei einem Verkehrsunfall mit einem als Schulbus genutzten Kleintransporter sind im niedersächsischen Landkreis Ammerland am Mittwoch acht Schülerinnen verletzt worden. Drei Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren seien mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei in Oldenburg mit. Der 77-jährige Fahrer des Schulbusses hatte demnach an einer Kreuzung zweier Landstraßen die Vorfahrt eines anderen Kleintransporters missachtet.
Präsident Wieler verlässt Robert-Koch-Institut
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, verlässt die Bundesbehörde. Wieler werde zum 1. April auf eigenen Wunsch sein Amt niederlegen, teilten das RKI und das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Der Schritt des 61-Jährigen, der in der Coronapandemie bundesweit bekannt geworden war, erfolge im Einvernehmen mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Demnach will sich Wieler neuen Aufgaben in Forschung und Lehre widmen.
Kämpfe in Soledar dauern an - Kiew dementiert Einnahme durch Wagner-Söldner
Die ostukrainische Stadt Soledar ist weiter heftig umkämpft. Die Behauptung der russischen Söldnertruppe Wagner, sie habe die Stadt in der Region Donezk eingenommen, wurde am Mittwoch sowohl von Moskau als auch von Kiew zurückgewiesen. Der ukrainische Präsidentenberater Mychailo Podoljak nannte die Kämpfe um Soledar und das nahegelegene Bachmut die "blutigsten" Gefechte seit Beginn der russischen Invasion.
Zahl der Asylanträge 2022 um fast 28 Prozent gestiegen
Die Zahl der Asylanträge ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2022 stellten 244.132 Menschen einen Asylantrag in Deutschland, wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mitteilte. Im Jahr 2021 waren es demnach 190.816 - ein Anstieg um fast 28 Prozent. Die meisten Antragsteller kamen aus Syrien und Afghanistan. Daneben wurden über eine Million Geflüchtete aus der Ukraine registriert.
Intelligente Stromzähler sollen künftig leichter eingebaut werden können
Intelligente Strommessgeräte sollen künftig leichter in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden installiert werden können. Das Kabinett beschloss am Mittwoch einen Gesetzentwurf zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende, der vor allem einen engen zeitlichen Fahrplan aufstellt. Spätestens ab 2025 sollen alle Verbraucherinnen und Verbraucher die sogenannten Smart Meter nutzen können, wie die Regierung betonte. Dann sind Lieferanten auch verpflichtet, Letztverbrauchern mit intelligenten Messgeräten "dynamische Stromtarife" anzubieten.
Greta Thunberg am Samstag zu Protesten in Lützerath erwartet
Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg will sich an den Protesten gegen die Räumung des Dorfs Lützerath im rheinischen Braunkohlerevier beteiligen. Thunberg werde am Samstag zu einer Demonstration in die Region kommen, teilten die Organisatoren der Proteste am Mittwoch mit. Thunberg gehört zu den international bekanntesten Klimaaktivisten.
Giffey kündigt nach Silvesterkrawallen weitere Maßnahmen gegen Jugendgewalt an
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat nach den Silvesterkrawallen in der Hauptstadt weitere Maßnahmen gegen Jugendgewalt angekündigt. Es bedürfe "einer gemeinsamen Kraftanstrengung für mehr Respekt in der Stadt", sagte sie am Mittwochmittag nach einem sogenannten Gipfel gegen Jugendgewalt. Zu diesem hatte die SPD-Politikerin Akteurinnen und Akteure aus Senat, Bezirken und Zivilgesellschaft ins Rote Rathaus eingeladen.
Oberschenkelprobleme: Djokovic bricht Trainingsspiel ab
Den neunmaligen Melbourne-Sieger Novak Djokovic plagen wenige Tage vor Beginn der Australian Open Verletzungssorgen. Am Mittwoch brach der Serbe ein Trainingsspiel gegen den Russen Daniil Medwedew wegen Schmerzen am linken Oberschenkel ab. Wie ABC und 9News Melbourne berichteten, beendete Djokovic die eigentlich für 75 Minuten angesetzte Einheit bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde.
11 Millionen für ein halbes Jahr: Chelsea leiht Felix aus
Der FC Chelsea hat sich für ein halbes Jahr die Dienste des portugiesischen Fußball-Nationalspielers Joao Felix (23) gesichert - und lässt sich dies einiges kosten. Für das Leihgeschäft bis zum Saisonende überweist Chelsea laut Medienberichten 11 Millionen Euro an Atletico Madrid. Der Klub aus London meldete am Mittwoch Vollzug, Felix wird damit Teamkollege des deutschen Nationalspielers Kai Havertz.
Bundeskartellamt verwarnt Google wegen Umgangs mit persönlichen Daten
Das Bundeskartellamt hat den US-Konzern Alphabet und dessen europäische und deutsche Google-Töchter wegen des Umgangs mit persönlichen Daten von Nutzern verwarnt. "Das Unternehmen muss den Nutzerinnen und Nutzern ausreichende Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der Verarbeitung ihrer Daten einräumen", erklärte Behördenchef Andreas Mundt am Mittwoch. Einer vorläufigen Einschätzung des Kartellamts zufolge wird Google voraussichtlich seine Praktiken zur Datenverarbeitung anpassen müssen.
63-Jähriger sticht in Freiburg auf offener Straße zwei Frauen nieder
Im Freiburger Westen hat ein Mann auf offener Straße zwei Frauen niedergestochen. Nach der Attacke durch den 63-Jährigen am Mittwochvormittag sei eine der beiden Frauen im Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit. Das zweite Opfer, eine 30 Jahre alte Frau, sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Der Angreifer konnte festgenommen werden.
Automobilbranche sieht Industriestandort durch Ampel-Politik und EU gefährdet
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht den Industriestandort Deutschland und Europa durch die Politik der Ampel-Regierung und der EU in Gefahr. "Die Lage der Industrie ist schlechter als die öffentliche Stimmung", sagte Verbandspräsidentin Hildegard Müller am Mittwoch. An der deutschen und europäischen Energie-, Steuer- oder auch Infrastrukturpolitik übte sie scharfe Kritik.
Instagram und Facebook schränken personalisierte Werbung für Jugendliche ein
Werbetreibende in den Online-Netzwerken Instagram und Facebook haben bei jugendlichen Nutzern künftig deutlich weniger Möglichkeiten, ihre Werbung zielgerichtet zu schalten. Werbekunden werde ab Februar nur noch Standortdaten sowie das Alter minderjähriger Nutzer mitgeteilt, erklärte der Mutterkonzern Meta am Dienstag. Werbung kann dann nicht mehr speziell auf Interessen und Aktivitäten der Jugendlichen ausgerichtet werden. Auch geschlechtsspezifische Werbung ist dann nicht mehr möglich.
Ermittler gehen nach Fund dreier Leichen in Tönisvorst von natürlichen Toden aus
Nach dem Fund von drei Leichen in einem Einfamilienhaus im nordrhein-westfälischen Kreis Viersen gehen die Ermittler inzwischen von natürlichen Todesfällen zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus. Die beiden Frauen und der Mann im Alter zwischen 63 und 95 Jahren seien laut Obduktionsergebnis "zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgrund innerer Erkrankungen" gestorben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Mönchengladbach und Krefeld mit.
Frankreichs Regierung rechnet trotz Kritik an Rentenreform nicht mit massiven Protesten
Trotz massiver Kritik an den Plänen für die Rentenreform rechnet die französische Regierung nicht mit breiten Protesten. "Wir bereiten uns nicht auf eine massive Mobilisierung vor", sagte Regierungssprecher Olivier Véran am Mittwoch in Paris. Die Phase der Beratungen sei beendet, nun gehe es darum, die geplanten Reformen zu erklären und zu begründen, fügte er hinzu.
Ärztepräsidentin in der Türkei zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt
Ein Gericht in der Türkei hat am Mittwoch die Vorsitzende des türkischen Ärzteverbandes, Sebnem Korur Fincanci, wegen der angeblichen Verbreitung "terroristischer Propaganda" zu einer Haftstrafe verurteilt. Das Gericht verurteilte die 63-jährige Medizinerin zu zwei Jahren, acht Monaten und 15 Tagen Gefängnis, wie türkische Medien berichteten.
Zwei Tote nach Schönheitsoperationen - Düsseldorfer Arzt muss ins Gefängnis
Nach dem Tod zweier Patientinnen nach Schönheitsoperationen muss ein Arzt aus Düsseldorf ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe teilte am Mittwoch mit, dass die Verurteilung durch das Düsseldorfer Landgericht rechtskräftig sei. Dieses hatte den Mann im November 2021 wegen zweifacher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. (Az. 3 StR 162/22)
Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten
Zaunkönig und Türkentaube kommen in diesem Winter häufiger in Deutschlands Gärten. Von diesen Vögeln seien bei der sogenannten Stunde der Wintervögel 38 beziehungsweise 27 Prozent mehr gezählt worden als im vergangenen Jahr, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Mittwoch in Berlin in einer Zwischenbilanz der Aktion mit. Bislang hätten mehr als 77.000 Menschen mitgezählt und knapp 1,9 Millionen Vögel gemeldet.
EY: Startups erhielten 2022 deutlich weniger frisches Kapital als im Vorjahr
Die Finanzierung für deutsche Startups hat 2022 einen deutlichen Dämpfer erhalten. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr 9,9 Milliarden Euro an Investitionen in deutsche Jungunternehmen, wie die Unternehmensberatung EY am Mittwoch mitteilte. Das waren 43 Prozent weniger als 2021, allerdings war dieses auch ein "Rekordjahr" mit 17,4 Milliarden Euro an frischem Kapital. Daher war 2022 noch immer das zweiterfolgreichste Jahr seit Beginn der Erhebung 2015.
Versicherungsexperten geben Entwarnung für Freitag, den 13.
Entwarnung von den Versicherungsexperten: Trotz seines schlechten Rufs ist ein Freitag, der 13., kein besonders unglücksträchtiges Datum. Darauf wies die Versicherung Gothaer am Mittwoch in Köln unter Verweis auf ihre Schadensstatistik hin. Das Schadensaufkommen liegt demnach auch nicht höher als an beliebigen anderen Tagen. Der Freitag der laufenden Woche ist solch ein vermeintlicher Unglückstag.
Bericht: König Charles III. kommt im März nach Deutschland
Der britische König Charles III. soll offenbar im Frühling nach Deutschland kommen. Dies berichtete das Magazin "Stern" am Mittwoch unter Berufung auf eigene Informationen. Demnach soll Charles zunächst am 27. März zu seinem ersten Staatsbesuch nach Frankreich reisen und anschließend vom 29. bis zum 31. März Berlin und Hamburg besuchen.
Klingbeil unglücklich über Macrons Vorgehen bei Panzerlieferungen an Kiew
SPD-Chef Lars Klingbeil hat den französischen Präsidenten Emmanuel Macron für dessen Vorgehen in Zusammenhang mit der Lieferung von Kampfpanzern an Kiew kritisiert. "Warum der französische Präsident vorgeprescht ist, weiß ich nicht", sagte Klingbeil der "Zeit" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Das Zeichen an die Ukraine und vor allem Richtung Russland "wäre sicherlich noch stärker gewesen", wenn Deutschland, Frankreich und die USA ihre Entscheidung in dieser Angelegenheit gleichzeitig verkündet hätten.