Letzte Nachrichten
Statistisches Bundesamt: Frauen leisten mehr unbezahlte Arbeit als Männer
Frauen leisten laut einer Erhebung weit mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Während Frauen im Jahr 2022 auf 30 Stunden pro Woche kamen, waren es bei Männern nur 21 Stunden, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch zur Vorstellung der Ergebnisse der sogenannten Zeitverwendungserhebung der Deutschen in Wiesbaden mitteilte. Der sogenannte Gender Care Gap, der den unterschiedlichen Zeitaufwand für Männer und Frauen bemisst, wird damit auf 43,8 Prozent beziffert.
Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßliche NSU-Unterstützerin Susann E.
Die Bundesanwaltschaft hat Anklage zum Oberlandesgericht Dresden gegen die mutmaßliche NSU-Unterstützerin Susann E. erhoben. Der seit längerem bestehende Tatverdacht gegen E. habe sich nach neueren Erkenntnissen weiter erhärtet, teilten die Ermittler am Mittwoch in Karlsruhe mit. E. ist die Frau von André E., der im Münchner NSU-Prozess rechtskräftig zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.
Gericht: Polizist in Rheinland-Pfalz wegen rechtsextremer Chats zu Recht entlassen
Ein rheinland-pfälzischer Polizist ist wegen rechtsextremer Bilder in einem Chat zu Recht aus dem Beamtenverhältnis auf Probe entlassen worden. Es sei unerheblich, ob die Bilder tatsächlich Ausdruck seiner Gesinnung seien, teilte das Verwaltungsgericht Koblenz am Mittwoch mit. Es sei deutlich geworden, dass der Kläger sich seiner beamtenrechtlichen Pflichten nicht einmal ansatzweise bewusst sei. (Az.: 5 K 733/23.KO)
Gericht: Im Wert gestiegener Oldtimer von Versicherungsschutz nicht ganz erfasst
Ein im Wert gestiegener Oldtimer ist unter Umständen nicht oder nicht ganz vom Versicherungsschutz erfasst. Der Eigentümer muss selbst darauf achten, den versicherten Wert regelmäßig dem gestiegenen Marktwert anzupassen, wie das Landgericht im rheinland-pfälzischen Frankenthal am Mittwoch mitteilte. Er bleibt nun nach dem Ausbrennen seines Fahrzeugs teilweise auf den Kosten sitzen. (Az.: 3 O 230/23)
Katar verspricht Frankreich Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Euro
Katar hat Frankreich Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Euro zugesagt. "Diese Investitionen werden die strategischen Partnerschaften zwischen unseren beiden Ländern stärken", sagte der Emir von Katar Tamim bin Hamad al-Thani am Dienstagabend in Paris. Geplant sind Investitionen unter anderem in den Energiesektor, in Luft- und Raumfahrt sowie künstliche Intelligenz. Der Emir hält sich derzeit zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Frankreich auf.
Biden entscheidet Vorwahlen in Michigan für sich - bekommt aber Denkzettel wegen Nahostpolitik
US-Präsident Joe Biden hat bei den Präsidentschaftsvorwahlen der Demokraten im Bundesstaat Michigan gewonnen. Allerdings wurden nach ersten Schätzungen 50.000 Stimmzettel als "uncommitted" (deutsch: "neutral") angekreuzt - damit verweigerten Biden mehr Wähler die Stimme als erwartet. Zwar steht der 81-Jährige als erneuter Kandidat der Demokraten für die Wahl so gut wie fest, Aktivisten hatten jedoch aus Protest gegen Biden wegen seiner Unterstützung für Israel im Krieg gegen die Hamas zum Ankreuzen von "neutral" aufgerufen.
Netzagentur schreibt drei weitere Nordsee-Flächen für Offshore-Windenergie aus
Die Bundesnetzagentur hat ein weiteres Bieterverfahren für Offshore-Windenergieanlagen gestartet. Die drei Flächen für Anlagen mit einer Gesamtleistung von 5500 Megawatt liegen in der Nordsee, rund 110 Kilometer nordwestlich von Borkum, wie die Bonner Behörde am Mittwoch mitteilte. Die Flächen werden zum 1. August ausgeschrieben, interessierte Firmen können sich also bis dahin an dem Bieterverfahren beteiligen.
EU-Gericht weist Klagen gegen Finanzierung der Fehmarnbeltquerung ab
Das Gericht der Europäischen Union hat am Mittwoch mehrere Klagen gegen das öffentliche Finanzierungsmodell für die Fehmarnbeltquerung zwischen Deutschland und Dänemark abgewiesen. Der rund 18,5 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel ist bereits im Bau. Gegen die Entscheidung können die Kläger in Berufung gehen. (Az. T-390/20 u.a.)
Ischinger lobt Macrons Vorstoß für westliche Bodentruppen in der Ukraine
Der ehemalige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für dessen Äußerungen zum möglichen Einsatz westlicher Bodentruppen in der Ukraine gelobt. "Es ist natürlich in einer solchen Konfliktsituation, in der wir uns mit Russland befinden, im Prinzip richtig, nichts auszuschließen", sagte Ischinger am Dienstagabend dem Sender Welt. "Sobald man irgendwas ausschließt, macht man es natürlich im Prinzip für den Gegner leichter, sich auf das, was da vielleicht kommen könnte, einzurichten."
Landkreistag fordert Arbeitspflicht für alle Flüchtlinge
Der Deutsche Landkreistag will alle Asylbewerber in Deutschland zur Arbeit verpflichten. "Die finanzielle Unterstützung vom Staat darf nicht bedingungslos sein. Wer sich über einen längeren Zeitraum in Deutschland aufhält, muss einer Arbeit nachgehen", sagte Verbandspräsident Reinhard Sager der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Das erwarte die Gesellschaft, und das wollten auch viele Flüchtlinge selbst so. Sager forderte die Bundesregierung auf, das Asylbewerberleistungsgesetz entsprechend zu ändern.
Nach Festnahme von RAF-Mitglied Klette: Zweiter Verdächtiger wieder frei
Nach der Festnahme der jahrzehntelang als mutmaßliche RAF-Terroristin gesuchten Daniela Klette in Berlin hat die Polizei einen weiteren in der Hauptstadt gefassten potenziellen Verdächtigen wieder freigelassen. Wie das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch mitteilte, handelt es sich bei dem Mann zweifelsfrei nicht um einen der beiden noch flüchtigen Verdächtigen aus der früheren Kommandoebene der linksextremistischen Rote Armee Fraktion (RAF). Die Polizei fahndet weiter nach den ehemaligen RAF-Mitgliedern Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg.
Transnistrien: Sorge wegen Kongresses pro-russischer Separatisten
In der abtrünnigen moldauischen Region Transnistrien kommen die dort regierenden pro-russischen Separatisten am Mittwoch erstmals seit 2006 zu einem Sonderkongress zusammen. Es handelt sich erst um das siebte solche Treffen in der faktisch selbstverwalteten Region. Beobachter befürchten, dass in Transnistrien eine neue Front im Konflikt Russlands mit der Ukraine eröffnet werden könnte.
Transnistrien: Sorge wegen seltenen Kongresses pro-russischer Separatisten
In der abtrünnigen moldauischen Region Transnistrien kommen die dort regierenden pro-russischen Separatisten am Mittwoch erstmals seit 2006 zu einem Sonderkongress zusammen. Es handelt sich erst um das siebte solche Treffen in der faktisch selbstverwalteten Region. Beobachter befürchten, dass in Transnistrien eine neue Front im Konflikt Russlands mit der Ukraine eröffnet werden könnte.
13 Festnahmen bei Razzia in Bahnhofsviertel von Frankfurt am Main
Bei einer Razzia sind im Bahnhofsviertel von Frankfurt am Main 13 Menschen festgenommen worden. Ihnen würden unter anderem Drogendelikte, Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, Urkundenfälschung und Volksverhetzung vorgeworfen, teilte die Polizei in der hessischen Metropole am Mittwoch mit. Bei dem Einsatz am Dienstagabend wurden 175 Menschen kontrolliert und 22 Verfahren eingeleitet. Rund 150 Polizisten waren im Einsatz.
Postzusteller hortet tausende Briefe in Wohnung in Baden-Württemberg
Ein Postzusteller soll im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg mehrere tausend Briefe nicht zugestellt und teilweise geöffnet haben. Gegen den 27-Jährigen werde wegen Verletzung des Post- oder Fernmeldegeheimnisses ermittelt, erklärten die Polizei in Ravensburg und die Staatsanwaltschaft Hechingen am Mittwoch.
79-Jährige soll nach Mord an schlafendem Ehemann in Hessen in Psychiatrie
In einem Prozess um einen Mord an ihrem schlafenden Ehemann mit mehreren Messern und Hämmern hat das Landgericht im hessischen Hanau die Angeklagte freigesprochen. Die 79-Jährige solle aber dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch.
Schauspieler Dieter Hallervorden hält seine dritte Ehe für lebensverlängernd
Der inzwischen 88 Jahre alte Schauspieler Dieter Hallervorden hält die dritte Ehe mit seiner 30 Jahre jüngeren Frau Christiane Zander für lebensverlängernd. "Durch meine Frau lebe ich länger, als es ursprünglich vorgesehen war", sagte Hallervorden der Illustrierten "Gala" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. "Sie kümmert sich um mich und ist ein Quell der Lebenslust."
Atomwaffenfabrik in Texas stellt wegen Buschbränden kurzzeitig den Betrieb ein
Wegen Buschbränden hat im US-Bundesstaat Texas eine Fabrik zur Herstellung von Atomwaffen vorübergehend den Betrieb eingestellt. Die Betreiber teilten jedoch später mit, dass die Pantex-Anlage nach dem kurzzeitigen Produktionsstopp am Mittwoch wieder "normal in der Tagesschicht" operieren werde.
SPD-Außenexperte: Debatte um Bodentruppen für die Ukraine "völlig irrelevant"
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Michael Roth (SPD), hat die Debatte um die Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine als "völlig irrelevant" bezeichnet. "Was die Ukraine derzeit dringend braucht, das ist Munition, Munition, Munition", sagte Roth am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Er verwies zudem auf nötige Mittel zur Luftverteidigung und bewaffnete Drohnen.
Berichte: Apple gibt Pläne zur Produktion von E-Autos auf
Apple hat laut US-Medienberichten seine Pläne für die Herstellung von Elektroautos aufgegeben. Diese Entscheidung habe der Technologiekonzern am Dienstag intern bekanntgegeben, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg und die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf anonyme Quellen.
Neue Regierung von Pazifikstaat Tuvalu bekräftigt Verbindung zu Taiwan
Die neue Regierung des Pazifik-Inselstaats Tuvalu hat seine "besondere" Beziehung zu Taiwan bekräftigt - und ist so Befürchtungen einer Hinwendung zu China entgegengetreten. In einer Erklärung zu den Prioritäten seines Kabinetts betonte Regierungschef Feleti Teo am Mittwoch die "langfristigen und dauerhaften besonderen Beziehungen" seines Lands zu Taiwan. Tuvalu mit seinen lediglich 11.000 Einwohnern verbleibt somit einer von nur zwölf Staaten weltweit, die offizielle diplomatische Beziehungen zu Taiwan aufrechterhalten.
Überschuldetem chinesischen Immobilienkonzern Country Garden droht Abwicklung
Dem hoch verschuldeten chinesischen Immobilienkonzern Country Garden droht die Abwicklung. Das Unternehmen Ever Credit Limited, ein Gläubiger von Country Garden, reichte am Mittwoch in Hongkong eine entsprechende Klage bei Gericht ein, es fordert die Zahlung von 1,6 Milliarden Hongkong-Dollar (189 Millionen Euro). Country Garden will sich dagegen wehren.
Söder: Regierung gibt in Taurus-Debatte katastrophales Bild ab
CSU-Chef Markus Söder hat das Vorgehen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Ringen um Lieferungen des Marschflugkörpers Taurus an die Ukraine scharf kritisiert. "Die Sache gibt international ein katastrophales Bild ab, wenn die Hälfte der Bundesregierung liefern möchte und der Bundeskanzler sagt Nein", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch. Scholz richte für Deutschland mit seiner Blockade der Lieferung außenpolitischen Schaden an.
Zweiter Festgenommener in RAF-Fall Klette kein Terrorist
Zwei Tage nach der Festnahme der mutmaßlichen RAF-Terroristin Daniela Klette und einer weiteren Person ist der zunächst ebenfalls Verdächtige wieder freigelassen worden. Wie das Landeskriminalamt in Hannover am Mittwoch mitteilte, handelt es sich zweifelsfrei nicht um einen der beiden noch flüchtigen Verdächtigen aus dem Bereich der linksextremistischen Rote Armee Fraktion (RAF). Die Polizei fahndet demnach weiter nach den mutmaßlichen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg.
Deutsche Fregatte "Hessen" wehrt erstmals Huthi-Angriff im Roten Meer ab
Die zum Schutz von Handelsschiffen im Roten Meer eingesetzte deutsche Fregatte "Hessen" hat erstmals einen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz abgewehrt. Die Fregatte habe am Dienstagabend eine Drohne aufgefasst, die Besatzung habe diese "erfolgreich" bekämpft, erklärte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr gegen Mitternacht im Onlinedienst X, früher Twitter. "Kurze Zeit später näherte sich eine zweite Drohne der Fregatte 'Hessen' an. Die Besatzung leitete erneut Abwehrmaßnahmen ein und bekämpfte das Ziel ebenfalls erfolgreich."
Beim Deko sammeln in Not geraten: Familie von Steilhang gerettet
In Rheinland-Pfalz hat die Feuerwehr eine Familie von einem Steilhang gerettet. Zwei Erwachsene, ein zehnjähriges Kind sowie zwei Hunde waren beim Sammeln von Dekogegenständen in Not geraten, wie die Polizei in Neuwied am späten Dienstag mitteilte. Wegen der Bodenbeschaffenheit und des starken Gefälles konnten sie sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien.
Ex-Entwicklungsminister Müller: EU-Lieferkettengesetz darf nicht scheitern
Der ehemalige Bundesentwicklungsminister und heutiger Chef der UN-Organisation für industrielle Entwicklung (Unido), Gerd Müller, hat vor einem Scheitern des EU-Lieferkettengesetzes gewarnt. "Es darf keine Geschäftsmodelle geben, die auf Kinderarbeit und Ausbeutung beruhen", sagte der CSU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch). Der globale Handel sei ein da ein wichtiger Hebel. "Aber er darf nicht länger die Reichen reicher und die Armen ärmer machen."
Tennis: Zverev verliert deutsches Duell mit Altmaier in Acapulco
Alexander Zverev ist beim ATP-Turnier in Acapulco/Mexiko an seiner Auftakthürde gescheitert. Der topgesetzte Tennis-Olympiasieger verlor zum Auftakt das deutsche Duell mit Daniel Altmaier mit 3:6, 6:3, 3:6. Altmaier nutzte nach 2:25 Stunden seinen ersten Matchball und trifft nun auf den Serben Miomir Kecmanovic.
Wagner-Brüder gewinnen deutsches NBA-Duell mit Schröder
Die Basketball-Weltmeister Franz und Moritz Wagner haben das deutsche Duell mit Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder in der NBA für sich entschieden. Die beiden Brüder setzten sich mit Orlando Magic gegen Schröders Brooklyn Nets mit 108:81 durch. Franz Wagner überzeugte mit 21 Punkten als bester Werfer seines Teams, gefolgt von Moritz Wagner mit 16 Zählern. Schröder kam auf der gegnerischen Seite auf 15 Punkte.
Unruhe bei Bayerns Gegner: Lazio-Coach kritisiert Klubchef
Unruhe bei Bayern Münchens Champions-League-Gegner Lazio Rom: Trainer Maurizio Sarri hat den Klubchef Claudio Lotito für die Transferstrategie kritisiert. "Wenn ich nach Spieler A fragte, ließen sie mich zwischen C und D entscheiden. Es war nicht ich, der auf dem Transfermarkt entschieden hat. Jetzt ist es an der Zeit, dass jeder seine Verantwortung übernimmt, denn die Mannschaft ist nicht ausreichend besetzt, um in vier Wettbewerben mitzuspielen", sagte der 65-Jährige.
"Wow": Guardiola schwärmt von Bayer-Trainer Alonso
Pep Guardiola schwärmt von Bayer Leverkusens Trainer Xabi Alonso. Angesprochen auf die Arbeit, die sein ehemaliger Schützling leiste, sagte der Teammanager von Manchester City: "Wow. Leverkusen ist die einzige Mannschaft im modernen Fußball, die ungeschlagen ist." Guardiola lobte "die Art und Weise, wie sie spielen".
Höwedes sorgt sich um S04: "Alarmglocken müssen läuten"
Rio-Weltmeister Benedikt Höwedes sorgt sich um seinen abstiegsbedrohten Herzensklub Schalke 04. Es sei "grundsätzlich schon besorgniserregend", wo der Zweitligist aktuell stehe - nämlich auf Rang 14 mit nur vier Punkten vor einem direkten Abstiegsplatz. "Wir müssen alle Alarmglocken läuten", sagte der Ehrenspielführer der Königsblauen dem SID am Dienstag.