Letzte Nachrichten
Von der Leyen: Astrazeneca muss vertraglich vereinbarten Impfstoff liefern
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dem Impfstoffhersteller Astrazeneca vorgeworfen, verbindliche Lieferzusagen nicht einzuhalten. Der Vertrag der EU mit dem Unternehmen sei "glasklar", sagte von der Leyen am Freitag im Deutschlandfunk. Es seien "klare Liefermengen" vereinbart worden. Um dies zu belegen, soll der Vertrag zeitnah veröffentlicht werden.
H&M macht im Corona-Jahr ein Zehntel des Gewinns vom Vorjahr
Der schwedische Modekonzern H&M hat sein Geschäftsjahr bis Ende November 2020 trotz der wochenlangen coronabedingten Schließungen seiner Filialen mit einem Gewinn abgeschlossen. Er fiel mit 1,24 Milliarden Kronen (120 Millionen Euro) allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahr - die Summe beträgt nur etwa ein Zehntel des Vorjahres. Der Umsatz fiel um ein Fünftel auf 187 Milliarden Kronen, wie H&M am Freitag mitteilte.
Spaniens Wirtschaft 2020 um elf Prozent eingebrochen
Die spanische Wirtschaft ist angesichts der Corona-Krise im vergangenen Jahr drastisch geschrumpft. Das Statistikamt des Landes vermeldete am Freitag einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es handelte sich um die erste Schätzung der Statistiker.
Acht Ex-Mitglieder von Farc-Guerilla in Kolumbien wegen Kriegsverbrechen angeklagt
Acht hochrangige Mitglieder der inzwischen aufgelösten kolumbianischen Farc-Guerilla sind wegen Kriegsverbrechen angeklagt worden. Vorgeworfen wird ihnen die Entführung von mehr als 21.000 Menschen während des jahrzehntelangen Bürgerkriegs in dem südamerikanischen Land, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Angeklagt wurden unter anderem amtierende Politiker wie der frühere Chef der militanten Organisation und heutige Kopf der politischen Nachfolgepartei, Rodrigo Londoño.
Allein im Gesundheitsbereich über eine Milliarde FFP2-Masken bis Frühjahr nötig
Deutschland benötigt allein im Gesundheitsbereich bis zum Frühjahr mehr als eine Milliarde FFP2-Masken. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, aus der die "Augsburger Allgemeine" am Freitag zitierte. Demnach würden im Gesundheitssektor 300 Millionen Stück der medizinischen Masken pro Monat benötigt. Hinzu kämen Masken für den Privatgebrauch.
China exportierte 2020 über 220 Milliarden Masken
China hat im vergangenen Jahr mehr als 220 Milliarden Gesichtsmasken exportiert. Wie das chinesische Handelsministerium am Freitag mitteilte, verschiffte das Land zudem 2,3 Milliarden Schutzausrüstungen und eine Milliarde Corona-Tests. Das Land habe damit einen "wichtigen Beitrag zum globalen Kampf" gegen die Pandemie geleistet, sagte Vize-Minister Qian Keming vor Journalisten. In China war das neuartige Virus Ende 2019 entdeckt worden.
Zahl der Studierenden im Sommersemester insgesamt leicht gestiegen
Die Zahl der Studierenden an deutschen Hochschulen ist im Sommersemester leicht gestiegen. Im vergangenen Sommer waren mehr als 2,72 Millionen Studentinnen und Studenten an einer Hochschule eingeschrieben und damit rund 20.900 mehr als im Sommersemester des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das entsprach einem geringfügigen Plus von 0,8 Prozent.
Söder fordert Offenlegung aller EU-Impfstoffverträge
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Offenlegung sämtlicher Verträge zwischen der EU und Herstellern von Corona-Impfstoff. Es gebe aktuell viele offene Fragen, sagte er am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Deshalb bräuchte es maximale Transparenz." Notwendig sei die "Transparenz aller Verträge".
BDI warnt vor Ausweitung des Lockdowns
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, hat vor einer Ausweitung des Lockdowns gewarnt. Es sei unklar, ob das "komplette Runterfahren" der Wirtschaft überhaupt dazu beitrage, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen, der Schaden jedoch "wäre gewaltig", sagte Russwurm dem "Handelsblatt" vom Freitag.
China entlässt Tibet-Aktivisten nach fünf Jahren Haft aus Gefängnis
Ein Tibet-Aktivist, der von den chinesischen Behörden wegen "Anstiftung zum Separatismus" zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war, ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Anwalt von Tashi Wangchuk, Liang Xiaojun, teilte am Donnerstag zunächst mit, sein Mandant sei von Behördenvertretern nach Hause gebracht worden und halte sich nun bei seiner Schwester in Yushu in der Provinz Qinghai auf. Sein gesundheitlicher Zustand sei gut, er sei aber unsicher, ob Tashi "vollkommen frei" sei.
Djokovic bei Rückkehr auf den Tennisplatz mit Kurzprogramm
Bei seiner Rückkehr auf den Tennisplatz nach 14-tägiger Quarantäne konnte Tennisstar Novak Djokovic nur ein Kurzprogramm absolvieren. Der Weltranglistenerste sollte beim Showturnier in Adelaide gegen den Italiener Janik Sinner antreten, musste aber zunächst durch seinen Landsmann Filip Krajinovic ersetzt werden.
NHL: Draisaitl kann Oilers-Pleite nicht verhindern, auch Stützle verliert
Eishockey-Star Leon Draisaitl hat trotz seiner zwei Tore die nächste Niederlage der Edmonton Oilers in der NHL nicht verhindern können. Gegen die Toronto Maple Leafs unterlag das Team um den deutschen Nationalspieler mit 3:4. Nach einem frühen 0:2 Rückstand markierte Draisaitl erst den Anschlusstreffer und glich dann zum zwischenzeitlichen 2:2 aus, doch am Ende präsentierte sich Toronto konsequenter.
WHO-Experten treffen Behördenmitarbeiter in Wuhan
Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan im Rahmen ihrer Untersuchungen zu den Ursprüngen der Corona-Pandemie mit Behördenvertretern zusammengetroffen. Zum Verlauf dieser Gespräche am Freitag wurde zunächst nichts bekannt. Anschließend wollte das WHO-Team erstmals von der Ausbreitung des Erregers betroffene Orte besuchen und mit Wissenschaftlern, Einsatzkräften und früheren Patienten sprechen.
Kostic über Jovic: "Wir haben ein blindes Verständnis"
Der zuletzt überragende Filip Kostic hat Rückkehrer Luka Jovic in den höchsten Tönen gelobt. "Wir haben ein blindes Verständnis, da muss man nicht viel sagen", sagte der Offensivspieler von Eintracht Frankfurt im Bild-Interview: "Ich weiß, welche Laufwege Luka macht und wohin er die Bälle braucht. Er ist ein Top-Stürmer, einer der besten, mit denen ich jemals gespielt habe."
Tennis-Star Osaka: Wer Haltung zeigt, steht unter Druck
Tennis-Star Naomi Osaka (Japan) empfindet durch ihren Kampf gegen Rassismus auch im sportlichen Bereich eine neue Form von Druck. "Sobald man eine mutige Haltung einnimmt, muss man wirklich gewinnen, sonst geht die Botschaft verloren", schrieb die dreimalige Grand-Slam-Gewinnerin in einem Gastbeitrag für den Telegraph.
Vendee Globe: Herrmann lässt erneute Teilnahme offen
Segler Boris Herrmann hat nach seiner erfolgreichen Premiere bei der Vendee Globe eine erneute Teilnahme in vier Jahren offengelassen. "Das ist schwer zu sagen, es ist noch zu früh", sagte der Hamburger kurz nach seiner Ankunft im französischen Les Sables-dOlonne: "Die 80 Tage waren härter, als ich es mir je vorgestellt hätte."
Lakers und Schröder mit nächster Auswärtspleite
Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder hat mit Meister Los Angeles Lakers in der nordamerikanischen Profiliga NBA die zweite Auswärtsniederlage in Folge kassiert. Bei den bislang schwachen Detroit Pistons unterlag der 17-malige Champion 92:107 und fiel nach der sechsten Saisonpleite auf Platz drei im Westen zurück. Am Vortag hatten die Lakers durch ein 106:107 bei den Philadelphia 76ers im elften Auswärtsspiel erstmals verloren.
Deutsche Bahn will 2021 so viele Nachwuchskräfte einstellen wie nie
Die Deutsche Bahn (DB) will trotz anhaltender Corona-Krise in diesem Jahr so viele Nachwuchskräfte einstellen wie noch nie: Rund 5000 Auszubildende und dual Studierende sollen in den Konzern kommen, 300 mehr als im vergangenen Jahr, wie die Bahn am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Insgesamt will sie demnach 2021 "mindestens 18.000 Einstellungszusagen erteilen".
US-Filmstar Cicely Tyson im Alter von 96 Jahren verstorben
Die US-Schauspielerin Cicely Tyson ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Tyson sei am Donnerstag friedlich entschlafen, teilte ihr Manager Larry Thompson mit. Die Afroamerikanerin war bis kurz vor ihrem Lebensende beruflich aktiv geblieben. So war sie zuletzt in der Erfolgsserie "How to Get Away with Murder" zu sehen.
Lindner für Steuersenkungen ohne anfängliche Gegenfinanzierung
FDP-Chef Christian Lindner fordert Steuersenkungen auch ohne anfängliche Gegenfinanzierung, damit die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie rascher überwunden werden. Wäre er Finanzminister, würde er in der derzeitigen Ausnahmesituation auf diese Weise vorgehen, sagte Lindner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben). Es gehe darum, private Investitionen zu mobilisieren und Deutschland als Investitionsstandort wieder für internationales Kapital attraktiv zu machen.
Sechs Tote bei Auslaufen von Flüssigstickstoff in US-Geflügelfabrik
Bei einem schweren Unglück in einer Geflügelfabrik im US-Bundesstaat Georgia sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei war am Donnerstag in der Anlage in Gainesville aus zunächst ungeklärter Ursache aus einer Leitung flüssiger Stickstoff ausgetreten. Zu einer Explosion kam es jedoch nicht.
Erneut Proteste in Polen gegen verschärftes Abtreibungsrecht
In Polen haben am zweiten Abend in Folge zahlreiche Menschen gegen das nahezu vollständige Abtreibungsverbot protestiert. In Warschau schütteten Protestierende am Donnerstag rote Farbe vor dem Sitz des Obersten Gerichts aus - Rot ist die Farbe der Bewegung gegen das Abtreibungsverbot. Die Polizei nahm mehrere Menschen fest, die in das Gerichtsgelände eingedrungen waren.
US-Regierung "empört" über pakistanischen Gerichtsentscheid zu Mordfall Pearl
Die US-Regierung hat "empört" auf die Entscheidung des Obersten Gerichts in Pakistan zugunsten des Hauptverdächtigen im Mordfall des US-Journalisten Daniel Pearl reagiert. Die Bestätigung des Freispruchs des gebürtigen Briten Ahmed Omar Saeed Sheikh sei ein "Affront für Terrorismusopfer überall", sagte am Donnerstag die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Sie forderte die pakistanische Regierung auf, ihre "juristischen Optionen" in dem Fall zu prüfen.
SPD-Chefin Esken fordert Änderung der Impfreihenfolge in Deutschland
Angesichts möglicher Alters-Einschränkungen für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca hat SPD-Chefin Saskia Esken ein verändertes Vorgehen bei den Impfungen in Deutschland gefordert. Es müssten nun umgehend alternative Impfstoffe für über 65-Jährige beschafft werden, sagte Esken den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). Zudem müsse die Reihenfolge der Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel neu organisiert werden.
Novavax gibt hohe Wirksamkeit seines Impfstoffkandidaten bekannt
Das US-Pharmaunternehmen Novavax hat eine hohe Wirksamkeitsrate seines Corona-Impfstoffkandidaten bekanntgegeben. Das Präparat habe in der dritten und finalen Studienphase bei Probanden in Großbritannien eine Wirksamkeit von 89,3 Prozent gezeigt, teilte die Firma am Donnerstag mit. Das Vakzin könne bei der Bewältigung der Pandemie eine "wichtige Rolle" spielen, erklärte Novavax-Chef Stanley Erck.
Neue US-Regierung wirft Taliban Verstöße gegen Friedensabkommen vor
Die neue US-Regierung hat den radikalislamischen Taliban vorgeworfen, gegen das im Februar 2020 geschlossene Friedensabkommen mit den Vereinigten Staaten zu verstoßen. Die Gruppierung halte sich nicht an die Verpflichtungen, ihre Gewaltakte zu reduzieren und ihre Verbindungen zum Extremistennetzwerk Al-Kaida zu kappen, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Donnerstag.
Trump empfängt in Florida Anführer der Republikaner im Repräsentantenhaus
Rund eine Woche nach seinem Abgang aus dem Weißen Haus hat der frühere US-Präsident Donald Trump den Anführer der Republikaner im Repräsentantenhaus getroffen. Der Ex-Staatschef empfing Kevin McCarthy am Donnerstag in seinem Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida, wie Trump mitteilen ließ. In einer Erklärung war von einem "sehr guten und herzlichen" Treffen die Rede. Die Erstürmung des Kapitols durch radikale Trump-Anhänger am 6. Januar wurde nicht erwähnt.
Klopps Liverpool siegt und trifft wieder: 3:1 gegen Tottenham
Der FC Liverpool hat seine Durststrecke in der englischen Premier League mit einem Sieg im Spitzenspiel beendet. Bei Tottenham Hotspur gewann die Mannschaft des deutschen Teammanagers Jürgen Klopp mit 3:1 (1:0) und feierte ihren ersten Erfolg in der Liga seit dem 19. Dezember.
Kandidaten für den Bundestag können in diesem Jahr per Briefwahl gekürt werden
Die Kandidaten für den Bundestag können in diesem Jahr per Briefwahl gekürt werden. Das Parlament verabschiedete am Donnerstagabend eine Rechtsverordnung, die es zudem ermöglicht, die eigentlich vorgeschriebenen Wahlversammlungen ganz oder teilweise als Videokonferenz abzuhalten. Die Schlussabstimmung soll dann aber schriftlich erfolgen. Über die Verordnung wurde am Donnerstagabend namentlich abgestimmt. 358 Abgeordnete stimmten dafür, 84 dagegen. 170 Parlamentarier enthielten sich.
Corona-Impfkampagne in Marokko begonnen
In Marokko haben am Donnerstag die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. König Mohammed VI. erhielt in seiner Residenz in Fes seine erste Impfdosis, wie der Palast mitteilte. In dem nordafrikanischen Land werden nach Palastangaben schrittweise alle Bürger über 17 Jahren geimpft. Die Impfung soll kostenlos sein und für eine breite Immunisierung in der Bevölkerung sorgen, "mit dem Ziel, schrittweise zum normalen Leben zurückzukehren", teilte der Königspalast mit.
2. Liga: Bochum setzt sich von Platz drei ab
Der VfL Bochum hat beim spektakulären Abschluss des Zweitligaspieltags seine Verfolger im Aufstiegsrennen distanziert. Beim immer stärkeren FC St. Pauli siegte der VfL am Donnerstag nach zweimaligem Rückstand mit 3:2 (2:2) und rückte zum Rückrundenstart bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter Hamburger SV heran. Für St. Pauli ging hingegen auf Rang 16 eine Serie von vier Spielen ohne Niederlage zu einem schmerzlichen Ende.
Belgiens Gesundheitsbehörde inspiziert Astrazeneca-Werk
Vor dem Hintergrund des Streits um verzögerte Impfstoff-Lieferungen hat die belgische Gesundheitsbehörde eine Produktionsstätte des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca inspiziert. Wie die belgische Arzneimittelbehörde (AFMPS) am Donnerstag mitteilte, erfolgte der Besuch der Anlage in Seneffe auf Wunsch der EU-Kommission. "Wir prüfen jetzt Dokumente und Daten", sagte AFMPS-Sprecherin Ann Eeckhout der Nachrichtenagentur AFP.