Letzte Nachrichten
Söder fordert schnell Impfrecht für Apotheker und Pflegekräfte
Angesichts der dramatischen Coronalage hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Gesetzesänderung gefordert, um Apotheker, Pflegekräfte sowie alle Ärzte an der Impfkampagne beteiligen zu könne. Die rechtliche Möglichkeit dazu müsse schnell und "am besten diese Woche" geschaffen werden, sagte er am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Dadurch werde das Boostern "einen neuen Schub bekommen". Das sei auch die besten Strategie gegen die neuartige Omikron-Variante des Coronavirus.
Hongkong: Keine China-kritische "Simpsons"-Folge bei Disney+
Eine Folge der beliebten US-Zeichentrick-Serie "Die Simpsons" mit einem Hinweis auf die blutige Niederschlagung von Protesten auf dem Tiananmen-Platz 1989 in Peking ist im Disney-Streamingdienst in Hongkong nicht aufrufbar. Nach Hinweisen von aufmerksamen Kunden stellte die Nachrichtenagentur AFP am Montag bei einem eigenen Test fest, dass Episode zwölf der 16. Staffel bei Disney+ in Hongkong fehlt - die Folgen elf und 13 sind hingegen verfügbar.
Stenmark-Rekord: Ski-Superstar Shiffrin wusste von gar nichts
Ski-Superstar Mikaela Shiffrin hat sich mit ihrem jüngsten historischen Rekord selbst überrascht. "Es ist so schwer, das zu erklären. Es bedeutet mir natürlich etwas, aber ich wusste das gar nicht", sagte die US-Amerikanerin nach ihrem Slalom-Heimsieg in Killington, dem 46. in ihrer Spezialdisziplin, im ORF.
Werden Mobilfunklizenzen ohne Versteigerung gar verlängert?
Bei der Vergabe der Mobilfunkfrequenzen zeichnet sich eine Wende ab: Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland können darauf hoffen, dass ihre auslaufenden Lizenzen ohne teure Versteigerung verlängert werden. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag: "Ich kann mir ein Vorgehen vorstellen, die Frequenzen kurzfristig und bedingt zu verlängern und zu einem späteren Zeitpunkt in einem Vergabeverfahren mit weiteren Flächenfrequenzen bereitzustellen."
Hitzlsperger: "Geisterspiele sind für uns finanziell dramatisch"
Vorstandschef Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart hat erneut eindringlich vor weiteren Geisterspielen in der Bundesliga oder gar einem "Fußball-Lockdown" gewarnt. "Geisterspiele sind für uns wirklich dramatisch", sagte der frühere Nationalspieler in der SWR-Sendung "Sport BW" und nannte die finanzielle Lage "immer mehr prekär".
Deutsche Industrieunternehmen klagen über Materialmangel
Der Materialmangel in Deutschlands Industrieunternehmen hat sich im November laut einer Umfrage noch verstärkt. Drei Viertel (74,4 Prozent) aller Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, wie das Ifo-Institut in München am Montag mitteilte. Das waren vier Prozentpunkte mehr als im Oktober.
Ex-Herthaner Mukhtar scheitert dramatisch in MLS-Play-offs
Der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler Hany Mukhtar ist mit Nashville SC in den Play-offs der nordamerikanischen Fußballliga MLS auf dramatische Art gescheitert. Das Team aus dem US-Bundesstaat Tennessee unterlag bei Philadelphia Union im Halbfinale der Eastern Conference mit 0:2 im Elfmeterschießen. Wie Mukhtar scheiterten auch die anderen drei Schützen Nashvilles vom Punkt.
NBA: Boston Celtics gewinnen ohne verletzten Dennis Schröder
NBA-Rekordmeister Boston Celtics hat auch ohne den am Knöchel verletzten deutschen Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder den Weg zurück auf die Siegerstraße gefunden. Nach zwei Niederlagen setzten sich die Celtics bei den Toronto Raptors mit 109:97 durch, Schröder fehlte wegen einer Verstauchung des rechten Knöchels. Bei den Raptors blieb Isaac Bonga in elf Minuten ohne Korberfolg.
Grünen-Gesundheitsexperte fordert Stopp von planbaren OPs
Angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen hat der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen einen Stopp von planbaren medizinischen Eingriffen in allen Bundesländern gefordert. "In den Ländern, wo noch planbare Operationen stattfinden, muss jetzt das Regelprogramm gestoppt werden, um Kapazitäten zu schaffen für Patienten aus den Regionen, in denen das System bereits an der Grenze ist", sagte Dahmen nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. "Wir müssen jetzt überall umstellen auf Notbetrieb."
Tischtennis: Halbfinale - Boll verpasst Einzug ins WM-Endspiel
Rekordeuropameister Timo Boll hat den historischen Einzug ins Endspiel der Tischtennis-WM in Houston in einem dramatischen Halbfinale verpasst. Der gesundheitlich angeschlagene 40-Jährige unterlag dem schwedischen Youngster Truls Möregard denkbar knapp mit 3:4. Boll gab gegen den 19-Jährigen einen 2:0-Satzvorsprung aus der Hand.
Japan schließt wegen Omikron-Variante Grenzen für Ausländer
Nur wenige Wochen nach einer Lockerung der strengen Corona-Einreisebestimmungen schließt Japan wegen der Omikron-Variante erneut seine Grenzen für Ausländer. "Wir werden die Einreise von Ausländern aus der ganzen Welt ab dem 30. November untersagen", sagte Ministerpräsident Fumio Kishida am Montag vor Reportern.
Fragwürdig: Lindner für Reduzierung der Zuschauer in Stadien
FDP-Parteichef Christian Lindner hat sich für eine Reduzierung der Fans in den Stadien der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. "Auch wenn ich Fußball-Fan bin: In den Größen, in denen die Stadien jetzt besetzt sind, geht das nicht", sagte der 42-Jährige in der ARD-Talkshow Anne Will.
Linke Kandidatin bei Präsidentenwahl in Honduras in Führung
Bei der Präsidentenwahl in Honduras liegt die Kandidatin der Linken, Xiomara Castro, nach ersten Stimmauszählungen in Führung. Nach Angaben des Nationalen Wahlrats am Sonntag (Ortszeit) hat Castro bisher 53,5 Prozent der ausgezählten Stimmen erhalten, während der Kandidat der rechtsgerichteten Regierungspartei PN, Nasry Asfura, auf 34 Prozent kam. Bleibt es dabei, wäre die 62-jährige Ehefrau des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya die erste Frau an der Spitze des mittelamerikanischen Landes.
Singapur und Malaysia lockern Corona-Reisebeschränkungen
Singapur und Malaysia haben nach fast zwei Jahren die Corona-Reisebeschränkungen an ihrer gemeinsamen Landgrenze gelockert. Seit Montag dürfen unter anderem geimpfte Staatsbürger beider Länder wieder über Grenze, ohne danach in Quarantäne zu müssen. Die Grenze zwischen beiden Staaten gilt als eine der verkehrsreichsten Landgrenzen der Welt. Auch Beschränkungen im Luftverkehr wurden gelockert.
Autokonzerne: Fragwürdige Preispolitik = Gigantische Gewinne
Lieferengpässe und der Chipmangel zwingen Autobauer weltweit zum zeitweisen Stopp der Bänder - doch die 16 weltgrößten Autohersteller haben zuletzt mehr Gewinn erwirtschaftet als je zuvor. Wie das Analyseunternehmen EY am Montag mitteilte, kletterte der operative Gewinn dieser Firmen im dritten Quartal um über elf Prozent auf fast 23,1 Milliarden Euro. Das sei ein "neues Rekordniveau".
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 452,4
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter an und hat einen neuen Höchststand erreicht: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen erhöhte sich der Wert auf 452,4. Am Sonntag lag er bei 446,7, am Montag vergangener Woche bei 386,5.
Davis Cup: Djokovic im Viertelfinale mit russischer Schützenhilfe
Dank russischer Schützenhilfe hat Tennisstar Novak Djokovic mit Serbien beim Davis Cup das Viertelfinale erreicht. Durch den 2:1-Sieg der Russen über Titelverteidiger Spanien in Gruppe A qualifizierte sich Serbien als einer der beiden besten Zweitplatzierten für die K.o.-Phase. In Gruppe F hatte das Team um Grand-Slam-Rekordchampion Djokovic der deutschen Mannschaft den Vortritt lassen müssen, die am Dienstag (16.00 Uhr/ServusTV) im Viertelfinale auf Großbritannien trifft.
Niederländische Polizei: Haft nach Flucht aus Quarantäne-Hotel
Die niederländische Grenzpolizei hat ein Paar nach der Flucht aus einem Quarantäne-Hotel festgenommen. Die beiden seien am Sonntag in einem Flugzeug gefasst worden, das in Richtung Spanien starten sollte, teilte die Behörde mit. Das Paar war zuvor aus einem Hotel geflohen, in dem positiv auf Corona getestete Reisende aus Südafrika untergebracht sind, bei denen zum Teil auch die neue Omikron-Variante festgestellt worden war.
Louis-Vuitton-Designer Virgil Abloh (41†) an Krebs gestorben
Der US-Designer Virgil Abloh ist im Alter von 41 Jahren gestorben. Dies teilte das französische Luxus-Modelabel Louis Vuitton am Sonntag mit, bei dem Abloh seit 2018 für die Männermode verantwortlich war. Den Angaben zufolge litt der langjährige Kreativberater von Rapper Kanye West seit mehreren Jahren an Krebs.
Potsdam: Länder-Tarifverhandlungen werden aktuell fortgesetzt
Bei den Tarifverhandlungen für die mehr als 800.000 Angestellten der Länder ohne Hessen ist zunächst kein Tarifabschluss gelungen. Die dritte Tarifrunde, die am Samstag begonnen hatte, werde am heutigen Montag fortgesetzt, sagten Sprecher von Gewerkschaften und Länder-Arbeitgebern in Potsdam. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder TdL hatte am Sonntag erstmals ein umfassendes Arbeitgeberangebot vorgelegt.
Nach Fehlstart: DBB-Team holt sich ersten Sieg unter Herbert
Nach dem schweren Fehlstart beim Debüt des neuen Bundestrainers Gordon Herbert haben die deutschen Basketballer ihren ersten Sieg unter dem Kanadier gefeiert. Im zweiten WM-Qualifikationsspiel gelang dem Team des Deutschen Basketball Bundes (DBB) am Sonntagabend in Lublin ein 72:69 (40:30) gegen Gastgeber Polen. Bester Werfer war der Braunschweiger David Krämer mit 24 Punkten.
Sieg gegen Österreich: Davis-Cup-Team erreicht Viertelfinale
Das deutsche Davis-Cup-Team hat dem Druck standgehalten und mit einem Sieg über Österreich das Viertelfinale erreicht. Im Schlussdoppel gewannen Kevin Krawietz und Tim Pütz 6:3, 6:4 gegen Oliver Marach/Philipp Oswald und sorgten in Innsbruck für den 2:1-Erfolg über die Gastgeber. Als Sieger der Gruppe F wartet am Dienstagabend (16.00 Uhr/ServusTV) in der K.o.-Runde Großbritannien.
Keine Fans: RB Leipzig verliert Geisterspiel gegen Leverkusen
Keine Fans, keine Stimmung, keine Punkte: Bei der Rückkehr der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga hat RB Leipzig den nächsten Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze kassiert. Vor leeren Rängen in der Red Bull Arena verlor der von Co-Trainer Achim Beierlorzer betreute Vizemeister gegen Bayer Leverkusen zum Abschluss des 13. Spieltags verdient mit 1:3 (0:2).
Küste des Ärmelkanals wird ab Mittwoch von Frontex-Flugzeug überwacht
Im Kampf gegen Schleuserbanden am Ärmelkanal soll ab Mittwoch ein Flugzeug der EU-Grenzschutzbehörde Frontex die Küste des Ärmelkanals überwachen. Das Flugzeug werde "Tag und Nacht" das Gebiet von Frankreich bis zu den Niederlanden überfliegen, sagte der französische Innenminister Gérald Darmanin am Sonntag nach einem Treffen mit Vertretern mehrerer EU-Länder, der EU-Kommission sowie der Behörden Frontex und Europol.
Von der Leyen: Experten brauchen Zeit für Analyse von Corona-Variante Omikron
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen aufgerufen, um den Wissenschaftlern bei der Analyse der neuen Coronavirus-Variante Omikron Zeit zu verschaffen. Wissenschaftler und Hersteller bräuchten "zwei bis drei Wochen, um ein vollständiges Bild über die Qualität der Mutationen dieser Omikron-Variante zu bekommen", sagte von der Leyen am Samstag bei einem Besuch in der lettischen Hauptstadt Riga.
1. FC Union patzt und Eintracht Frankfurt feiert ersten Heimsieg
Eintracht Frankfurt kommt auch in der Fußball-Bundesliga immer besser in Schwung. Durch das 2:1 (1:0) gegen Union Berlin feierte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner den dritten Liga-Erfolg nacheinander und rückte bis auf zwei Punkte an die Europacup-Ränge heran. Die Köpenicker verpassten dagegen den Sprung auf einen Champions-League-Platz.
Skispringen: Geiger und Eisenbichler fliegen auf das Podest
Karl Geiger und Markus Eisenbichler haben die deutsche Podestserie im Skisprung-Weltcup eindrucksvoll fortgesetzt. Beim ersten Karriere-Sieg des Slowenen Anze Lanisek landeten der im Gesamtweltcup weiter führende Geiger und der sechsmalige Weltmeister Eisenbichler auf den Rängen zwei und drei.
Demo tausender Österreicher gegen die Impfpflicht
Gegen die Einführung der allgemeinen Corona-Impfpflicht in Österreich sind am Wochenende zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Allein an einer Demonstration in Graz am späten Samstagabend beteiligten sich 25.000 Menschen, wie die Polizei mitteilte. Sie nahm Ermittlungen gegen drei Demonstranten auf, die den Hitlergruß gezeigt haben sollen. Kanzler Alexander Schallenberg verteidigte die Maßnahmen seiner Regierung unterdessen als angemessen. Insgesamt sei die Demonstration in Graz friedlich verlaufen, erklärte die Polizei. Allerdings habe es neben den mutmaßlichen Hitlergruß-Vorfällen auch dutzende Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Im Zusammenhang mit einer Demonstration in Sankt Pölten mit 3500 Teilnehmern wurden nach Polizeiangaben elf Menschen festgenommen, die meisten von ihnen wegen "aggressiven Verhaltens". Ein Polizist wurde demnach verletzt. An einer weiteren Demonstration in Klagenfurt nahmen 5000 Menschen teil. Dort trat ein Vertreter der rechtspopulistischen FPÖ auf, die auch die Demonstration in Sankt Pölten organisiert hatte. FPÖ-Chef Herbert Kickl gehört zu den prominentesten Kritikern der Corona-Beschränkungen in Österreich und hat sich wiederholt für fragwürdige Behandlungsmethoden gegen Covid-19 ausgesprochen. Österreichs Kanzler Schallenberg bedauerte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera", dass seine Regierung zur Einführung einer Impfpflicht gezwungen gewesen sei. Bei der aktuellen Impfrate von nur 67 Prozent sei es unmöglich, den "Teufelskreis" aus Corona-Wellen und Debatten über Lockdowns zu beenden, sagte der konservative Regierungschef. Im Vergleich zur Grundrechtseinschränkung durch einen Lockdown sei die Impfpflicht nur ein "kleiner" Eingriff in die Rechte der Bürger, betonte er. Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen gilt in Österreich seit Montag ein Teil-Lockdown. Die Schulen in dem Land sind aber nach wie vor geöffnet. Ab dem 1. Februar gilt in Österreich die allgemeine Corona-Impfpflicht. Während ein bedeutender Teil der Menschen in Österreich eine Impfung gegen das Coronavirus ablehnt, werden in den dortigen Online-Netzwerken immer wieder Empfehlungen zu angeblichen Heilmitteln gegen Covid-19 verbreitet. Wie das Finanzministerium in Wien am Sonntag mitteilte, "explodierte" in den vergangenen Monaten der Schmuggel mit dem in der Veterinärmedizin eingesetzten Antiparasiten-Mittel Ivermectin. Zwischen September und Mitte November seien 15.844 Ivermectin-Tabletten beschlagnahmt worden, erklärte das Ministerium. Ivermectin hat sich in Studien als nicht wirksam gegen Covid-19 erwiesen. Falsch angewendet kann es laut Experten zudem die Gesundheit von Menschen gefährden. (D. Meier--BTZ)
Einigung auf Koalitionsvertrag für rot-grün-rote Landesregierung in Berlin
Zwei Monate nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben sich SPD, Grüne und Linke in der Hauptstadt auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Es gebe "eine politische Einigung über alle noch offenen Punkte im Koalitionsvertrag für die Bildung einer neuen Berliner Landesregierung", erklärte die SPD-Landeschefin und designierte Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey am Sonntag. Nach "letzten Redaktionsarbeiten am Text" wollen die Partei- und Fraktionsspitzen das Dokument am Montag der Öffentlichkeit vorstellen.
Furcht vor Unruhen überschattet Präsidentschaftswahl in Honduras
Die Furcht vor gewalttätigen Ausschreitungen hat die Präsidentschaftswahl in Honduras überschattet. Zu der Abstimmung über die Nachfolge des wegen Vorwürfen des Drogenhandels im Visier der US-Justiz stehenden Präsidenten Juan Orlando Hernández waren am Sonntag fünf Millionen Menschen aufgerufen. Die Opposition befürchtete Wahlbetrug. Bereits vor Beginn des Urnengangs gab es Berichte über Einschüchterungsversuche gegenüber Wählern. Landesweit waren am Wahltag 18.000 Polizisten sowie zahlreiche Soldaten im Einsatz.
Formel-1-Legende Sir Frank Williams (79†) gestorben
Die Formel 1 trauert um eine der legendärsten Persönlichkeiten des Automobilrennsports zweier Jahrhunderte, um Sir Frank Williams. Der Gründer des gleichnamigen britischen Teams ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Das bestätigte sein Team, das seinen Schöpfer zugleich als "Ikone" und "wahren Pionier" des Sports würdigte. Williams gewann in der Königsklasse sieben Fahrer-Titel und neun WM-Titel in der Konstrukteurs-Wertung. Topstars wie der 1994 tödlich verunglückte Ayrton Senna, Nelson Piquet, Nigel Mansell oder Alain Prost fuhren für Williams. Auch zahlreiche deutsche Piloten feierten Erfolge mit dem Team aus Grove: Der spätere Weltmeister Nico Rosberg fuhr von 2006 bis zu seinem Wechsel 2010 zu Mercedes für Williams. "Es ist unglaublich, was er geleistet hat. Ich respektiere ihn vor allem als Person sehr", sagte er einmal. Ralf Schumacher holte seine sechs Rennsiege für die Briten, Heinz-Harald Frentzen wurde 1997 Vize-Weltmeister, Nico Hülkenberg schaffte mit seiner Pole in Brasilien 2010 eine kleine Sensation. Triumphe und Tragödien, große Siege und viel Drama - kaum jemand in der Formel 1 hat so viel erlebt wie Williams. Der Brite führte sein Team an die Spitze, die Queen schlug ihm zum Ritter - aber in seinem Auto starb auch Senna vor den Augen der Welt. "Viele gaben uns die Schuld dafür. Als hätten wir der Welt ein Gemälde von Michelangelo gestohlen", sagte Williams einmal über die schwärzeste Stunde seiner Karriere. Den Unfall von Senna 1994 in Imola hat er nie verarbeitet. Über seinen eigenen Unfall, der sein Leben am 7. März 1986 für immer veränderte, redete Williams viel offener. Seit jenem Tag saß Sir Francis Owen Garbatt Williams, genannt Frank, im Rollstuhl. Er musste rund um die Uhr betreut werden. Der Sohn eines Offiziers der Royal Air Force war als Rennfahrer nicht talentiert genug und chronisch pleite, auch als Mechaniker und Händler gebrauchter Rennwagen war sein Weg beschwerlich. Er sei "der Witz der Branche" gewesen, sagte Williams einst. Der Durchbruch kam, als er 1977 mit dem damals unbekannten Konstrukteur Patrick Head einen eigenen Rennstall aufbaute.cc(P. Rasmussen--BTZ)
Tausende Eintritte bei der CDU wegen Mitgliederbefragung
Die Mitgliederbefragung über den neuen CDU-Vorsitzenden hat nach Angaben von Generalsekretär Paul Ziemiak zu tausenden Eintritten in die Partei geführt. "Mit Beginn des Verfahrens hat es rund 8000 Eintritte neuer Mitglieder über die Internetseite der Bundes-CDU gegeben. In den Kreisverbänden sind es noch deutlich mehr", sagte Ziemiak der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Das Vertrauen in die CDU wachse wieder, hob er hervor.