Letzte Nachrichten
Nicaragua verbietet alle Aktivitäten der Jesuiten
Die Regierung von Präsident Daniel Ortega in Nicaragua hat alle Aktivitäten der Jesuiten verboten. Zugleich werde der Besitz der katholischen Ordensgemeinschaft beschlagnahmt, erklärte am Mittwoch (Ortszeit) das Innenministerium in Managua. Zur Begründung wurden verwaltungstechnische Unregelmäßigkeiten angeführt, unter anderem hätten die Jesuiten zwischen 2020 und 2022 keinen Finanzplan bei den Behörden vorgelegt.
Nach Kuss-Skandal: FIFA eröffnet Verfahren gegen Rubiales
Nach dem Kuss-Skandal rund um das WM-Finale hat die FIFA ein Disziplinarverfahren gegen den spanischen Verbandspräsidenten Luis Rubiales eingeleitet. Das teilte der Fußball-Weltverband vier Tage nach dem Endspiel in Sydney mit. "Die FIFA bekräftigt ihr uneingeschränktes Bekenntnis zur Achtung der Integrität aller Personen und verurteilt deshalb jedes gegenteilige Verhalten aufs Schärfste", hieß es am Donnerstag in einer FIFA-Mitteilung.
Bayern setzt im Kampf gegen Internet-Fakeshops auf Künstliche Intelligenz
Die bayerische Justiz setzt beim Kampf gegen Betrug mit Fakeshops im Internet auf Künstliche Intelligenz (KI). Wie das bayerische Justizministerium am Donnerstag in München mitteilte, soll die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei ihrer Arbeit den vom österreichischen AIT Austrian Institute of Technology entwickelten sogenannten Fake-Shop Detector benutzen. Dieser basiert demnach auf KI und überprüft Onlineshops in Echtzeit auf 21.000 verdächtige Merkmale.
Türkische Zentralbank hebt Leitzins überraschend stark auf 25 Prozent
Die türkische Zentralbank hat die Leitzinsen überraschend stark angehoben. Der Leitzinssatz steige von 17,5 Prozent auf 25 Prozent, teilte die Bank am Donnerstag mit. Sie wolle so die Inflation "unter Kontrolle" bringen. Beobachter hatten mit einem deutlich moderateren Anstieg auf 20 Prozent gerechnet.
Keine Lebensgefahr für Zwölfjährigen nach Messerangriff in Harsewinkel
Nach dem Messerangriff eines 13-Jährigen im nordrhein-westfälischen Harsewinkel schwebt das zwölfjährige Opfer nicht in Lebensgefahr. Die Verletzung des Jugendlichen sei nicht so schwer gewesen, wie zunächst angenommen worden sei, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Bielefeld am Donnerstag mit. Die ermittelnde Mordkommission stufte die Tat als gefährliche Körperverletzung ein.
König Charles III. besucht im September Frankreich
Der wegen der heftigen Rentenproteste im März abgesagte Frankreich-Besuch von König Charles III. wird im kommenden Monat nachgeholt. Wie der Buckingham-Palast am Donnerstag mitteilte, werden Charles und seine Gemahlin Camilla vom 20. bis 22. September nach Paris und Bordeaux kommen. "Der Besuch wird die gemeinsame Geschichte, Kultur und Werte des Vereinigten Königreichs und Frankreichs feiern", erklärte der Palast.
Studie: Massive Wachstumsschübe in der Pubertät gibt es auch bei Affen
Eine weit verbreitete Annahme über die Einzigartigkeit des menschlichen Körperwachstums könnte laut einer Studie von Forschenden aus Göttingen und Wien auf methodische Fehler und irrige Dateninterpretationen zurückzuführen sein. Wie das Deutsches Primatenzentrum (DPZ) Leibniz-Institut für Primatenforschung am Donnerstag in Göttingen mitteilte, kommt es bei Bonobos - und vermutlich auch bei anderen Affen - doch zu ausgeprägten schnellen Wachstumsschüben während der Pubertät.
Tata Steel droht Verfahren wegen Umweltverschmutzung in den Niederlanden
Dem indischen Industriekonzern Tata Steel droht in den Niederlanden ein Gerichtsverfahren wegen Umweltverschmutzung. Die niederländische Stiftung FrisseWind.nu unternahm nach eigenen Angaben am Donnerstag die ersten Schritte hin zu einer Klage gegen den Konzern. Sie wirft Tata Steel vor, für die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden in der Nähe von Amsterdam verantwortlich zu sein.
Japan leitet Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima ins Meer
In Japan hat die im In- und Ausland umstrittene Einleitung von aufbereitetem Kühlwasser aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifik begonnen. "Jetzt öffnen sich die Ventile nahe der Meerwasser-Transportpumpen", hieß es in einem Video der Betreiberfirma Tepco am Donnerstag. China kritisierte den Schritt als "extrem egoistisch" und setzte alle Importe von japanischen Meeresprodukten aus. Die japanische Regierung reagierte mit einer Beschwerde auf das Importverbot.
Deutsche Umwelthilfe unterstützt Klage gegen Verbot von Balkonkraftwerk
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unterstützt einen Mieterhaushalt bei einer Klage auf Genehmigung eines Balkonkraftwerks. Es gebe in dem Fall keinen "sachlich nachvollziehbaren Grund" gegen die Anbringung einer Mini-Solaranlage, erklärte die DUH am Donnerstag in Berlin. Die zuständige Hausverwaltung erhebe "unsachliche und überzogene Forderungen". Die DUH strebe ein Grundsatzurteil an.
Brics-Gruppe nimmt Anfang 2024 sechs weitere Mitgliedsstaaten auf
Die Brics-Gruppe will zum 1. Januar 2024 sechs weitere Mitglieder aufnehmen. Die Gruppe habe beschlossen, Argentinien, Ägypten, Äthiopien, den Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate als "vollwertige Mitglieder" der Brics einzuladen, sagte der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der derzeitigen fünf Mitgliedstaaten beim Brics-Gipfel in Johannesburg.
Berichte: Auch Norwegen will der Ukraine F-16-Kampfjets liefern
Norwegen will der Ukraine Medienberichten zufolge als drittes Land F-16-Kampfjets liefern. Über dieses Vorhaben berichteten am Donnerstag drei norwegische Medien ohne Angaben von Quellen. Eine Zahl von Jets oder ein mögliches Lieferdatum nannten sie ebenfalls nicht.
Scholz und Baerbock sichern Ukraine zum Nationalfeiertag weiteren Beistand zu
Zum zweiten ukrainischen Nationalfeiertag seit Beginn des russischen Angriffskriegs haben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) der Ukraine weiteren Beistand zugesichert. Scholz richtete sich am Donnerstag auf dem Onlinedienst X (vormals Twitter) direkt an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj: "Wir stehen an Ihrer Seite", schrieb Scholz. Baerbock sagte in Berlin, Deutschland müsse die Ukraine unterstützen "mit allem, was wir haben".
Borkumer Inselgäste verschrecken Seehunde mit Feuerwerk
Feriengäste der niedersächsischen Nordseeinsel Borkum haben eine Gruppe von Seehunden mit Feuerwerk in Panik versetzt. Die Urlauber zündeten das sprühende Vulkanfeuerwerk direkt gegenüber einer Seehundbank, wie die Polizei in Leer am Donnerstag mitteilte. Die aufgeschreckten Seehunde flohen daraufhin größtenteils ins Wasser.
Keine Überreste deutscher Wehrmachtssoldaten bei Grabung in Südfrankreich gefunden
Ausgrabungen nahe des südfranzösischen Ortes Meymac haben keine Hinweise auf dort vermutete Überreste von rund 30 Wehrmachtssoldaten ergeben, die vor 79 Jahren von Widerstandskämpfern erschossen worden waren. Das als mögliche Grube identifizierte Stück Waldboden sei "leer", teilte die Präfektur Corrèze am Donnerstag mit.
Niedersachsen: Lemke will im September Vorschläge zu Umgang mit Wölfen vorlegen
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) will nach Angaben aus Niedersachsen im September Lösungsvorschläge für eine ausgewogene Balance zwischen dem Schutz des Wolfes und dem Schutz von Nutztieren vor dem Wolf vorlegen. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) erklärte nach einem Treffen mit Lemke in Berlin am Mittwochabend, die Ministerin habe Vorschläge für ein "praktikableres, einfacheres Handeln bei Nutztierrissen in Aussicht gestellt". Niedersachsen werde daran mitwirken, ein "ausgewogenes regional differenziertes Wolfsmanagement zu erarbeiten".
61-Jähriger stirbt nach Raubüberfall in Berliner Wohnung
Ein 61-Jähriger ist nach einem mutmaßlichen Raubüberfall in seiner Wohnung in Berlin ums Leben gekommen. Er starb kurz nach Ankunft der alarmierten Polizei, wie diese gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt am Donnerstag mitteilte. Eine Mordkommission des Landeskriminalamts und die Staatsanwaltschaft übernahmen die Ermittlungen wegen Raubs mit Todesfolge.
Tonnenweise illegale Doping- und Potenzmittel im Millionenwert beschlagnahmt
Nach gemeinsamen grenzüberschreitenden Ermittlungen haben deutsche und dänische Sicherheitsbehörden tonnenweise illegale Doping- und Potenzmittel im Schwarzmarktwert von mehr als elf Millionen Euro beschlagnahmt. Wie der Zoll am Donnerstag in Hamburg berichtete, wurden bei zwei Razzien in Dänemark im Juni und Juli etwa 6,4 Millionen Tabletten und Ampullen mit unterschiedlichen Substanzen sowie massenhaft Verpackungs- und Etikettiermaterial entdeckt. Das Gewicht der beschlagnahmten Produkte lag demnach bei insgesamt mehr als acht Tonnen.
Zahl der Rechtsextremisten und Reichsbürger in Hessen steigt
Die Zahl der Rechtsextremisten und Reichsbürger in Hessen ist gestiegen. 2022 galten 1730 Menschen als Rechtsextremisten, fast die Hälfte davon galt als gewaltorientiert, wie das hessische Innenministerium im Verfassungsschutzbericht mitteilte. Vor einem Jahr waren es noch 20 Menschen weniger gewesen. Als Reichsbürger und sogenannte Selbstverwalter galten 1100 Menschen und damit hundert mehr als im Vorjahr. Beide Phänomene überkreuzen sich teilweise.
Verdi verzeichnet wegen Tarifverhandlungen im Handel starken Mitgliederzuwachs
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verzeichnet vor allem wegen der laufenden Tarifverhandlungen im Handel weiterhin starke Mitgliederzuwächse. "Wir haben deutlich steigende Eintrittszahlen", sagte Verdi-Chef Frank Werneke der "Augsburger Allgemeinen" vom Donnerstag. In der aktuell laufenden Tarifrunde seien rund 10.000 neue Mitglieder dazu gekommen. "Wenn man Eintritte und Abgänge gegenüberstellt, sind wir in diesem Jahr unter dem Strich im Plus."
In Halle und Nordhorn stehen die Bahnhöfe des Jahres
Die Bahnhöfe in Halle (Saale) und Nordhorn haben gemeinsam den Titel "Bahnhof des Jahres" erhalten. Beide Bahnhöfe überzeugten die Jury aufgrund ihrer zahlreichen Service-Angebote und der hohen Aufenthaltsqualität, wie der Verband Allianz pro Schiene am Donnerstag mitteilte. Für Sachsen-Anhalt ist es bereits der dritte Bahnhof des Jahres. Insgesamt wurde der Preis zum 20. Mal vergeben.
Fünftes Todesopfer nach schwerem Autounfall in Hannover
Drei Tage nach einem tödlichen Autounfall in Hannover ist ein weiterer Mensch gestorben. Ein 17-Jähriger erlag am Donnerstag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei in der niedersächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Mit dem Tod des Manns stieg die Zahl der Toten bei dem schweren Verkehrsunfall auf fünf. Bei dem 17-Jährigen handelte es sich um einen Mitfahrer im Auto des Unfallverursachers.
Umfrage: 84 Prozent halten Krankenhausreform für notwendig
Eine große Mehrheit von 84 Prozent der Bürger und Bürgerinnen hält die geplante Krankenhausreform für notwendig. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage der KKH Kaufmännischen Krankenkasse. Mit 46 Prozent hält fast jeder Zweite die Reform sogar für zwingend notwendig.
Deutscher Unternehmer wegen Verkaufs von Spezialmaschinen an Russland in Haft
Wegen des Verkaufs von Werkzeugmaschinen zur Herstellung militärischer Präzisionsgewehre nach Russland ist ein deutscher Unternehmer in Untersuchungshaft genommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte, wurde der Geschäftsführer einer in Baden-Württemberg ansässigen Firma bereits am 10. August in Frankreich festgenommen und am Dienstag nach seiner Überstellung am Flughafen in Frankfurt am Main festgenommen. Anschließend wurde er aufgrund richterlichen Beschlusses in Untersuchungshaft genommen.
Große Mehrheit befürwortet Ausbau von Pflegeversicherung zu Vollversicherung
Eine große Mehrheit der Bevölkerung ist angesichts hoher Pflegekosten für den Ausbau der gesetzlichen Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag in Berlin vorgestellte Studie des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und mehrerer weiterer Sozialverbände. Demnach sprachen sich insgesamt 81 Prozent für den Ausbau zu einer gesetzlichen Versicherung aus, die alle pflegebedingten Kosten übernimmt.
Wagner-Chef Prigoschin nach Behördenangaben bei Flugzeugabsturz getötet
Zwei Monate nach seinem kurzzeitigen Aufstand gegen die russische Militärführung ist der Chef der russischen Söldner-Gruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, nach Behördenangaben bei einem Flugzeugabsturz in Russland ums Leben gekommen. Sowohl Prigoschin als auch sein Stellvertreter Dmitri Utkin befanden sich "an Bord des Flugzeugs", teilte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiatsija am Mittwochabend unter Berufung auf die Fluggesellschaft mit. Alle zehn Menschen an Bord sind nach vorläufigen Angaben des russischen Katastrophenschutzministeriums tot.
Haftpflichtversicherung von 3,8 Millionen Autofahrern könnte teurer werden
Für rund 3,8 Millionen Autofahrer könnte die Haftpflichtversicherung bald teurer werden - ihre Bezirke wurden in eine schlechtere Regionalklasse eingestuft. 2,2 Millionen Autofahrer profitieren dagegen und kommen in eine bessere Klasse, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag mitteilte. Für den überwiegenden Teil der Versicherten, 36,4 Millionen, ändert sich derweil nichts.
Aufmerksame Nachbarn sperren Einbrecherinnen in Dortmund ein
Aufmerksame Nachbarn haben in einem Mehrfamilienhaus in Dortmund drei Einbrecherinnen eingesperrt und ihren Plan durchkreuzt. Eine Mieterin des Mehrfamilienhauses bemerkte die drei Frauen, die im dritten Stock in einer Wohnung verschwanden, wie die Polizei in der Ruhrgebietsstadt am Donnerstag mitteilte. Die Frau informierte einen Nachbarn ein Haus weiter, der wiederum den Mieter der betroffenen Wohnung anrief. Gleichzeitig alarmierten sie die Polizei.
Hülkenberg bleibt auch 2024 Stammpilot bei Haas
Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg wird auch in der kommenden Saison für Haas an den Start gehen. Der US-Rennstall verkündete am Donnerstag sein Line-up für die Saison 2024 und bestätigte die weitere Zusammenarbeit mit dem Deutschen für ein Jahr. Für Hülkenberg ist es die elfte Saison als Stammfahrer in der Königsklasse. Auch im zweiten Cockpit setzt Haas auf Kontinuität und vertraut dem Dänen Kevin Magnussen.
Wieder keine WM-Medaille: Linke Fünfter über 35 km Gehen
Die erste deutsche WM-Medaille lässt weiter auf sich warten: Christopher Linke (Potsdam) hat die Podestplätze über 35 km Gehen knapp verpasst. Fünf Tage nach seinem starken fünften Platz über die 20-km-Distanz belegte der Vize-Europameister am Donnerstag bei der Leichtathletik-WM in Budapest in deutscher Rekordzeit von 2:25,35 Stunden auch über 35 km Rang fünf.
Russisches Gericht verlängert U-Haft von US-Reporter Gershkovich um drei Monate
Ein Gericht in Russland hat die Untersuchungshaft des US-Journalisten Evan Gershkovich um drei Monate verlängert. Die Haftzeit werde bis zum 30. November verlängert, teilte ein Gerichtssprecher in Moskau am Donnerstag mit. Der Reporter des "Wall Street Journal" war im März wegen Spionagevorwürfen festgenommen worden.
Vor WM-Auftakt: Raketenalarm weckt deutsche Basketballer
Die deutschen Basketballer sind vor dem WM-Start auf der japanischen Insel Okinawa von einem Raketenalarm geweckt worden. "Ich dachte zuerst, dass es an der Tür geklingelt hat. Ich war etwas überrascht", sagte Bundestrainer Gordon Herbert am Donnerstag: "Die Nachricht war auf Japanisch, ich wusste also nicht, was da stand. Aber ich habe sofort die Nachrichten gelesen und herausgefunden, worum es ging."