Letzte Nachrichten
Ruf nach Verstaatlichung: Aktie von französischem IT-Dienstleister Atos stürzt ab
Die Aktie des französischen IT-Dienstleister Atos ist am Montag um mehr als zehn Prozent abgestürzt. Hintergrund sind Rufe aus der Politik, das Unternehmen unter Verweis auf die nationale Sicherheit zu verstaatlichen. Zuvor war der Vorstandsvorsitzende Bertrand Meunier wegen wachsender Kritik an seinem Vorhaben, den Konzern aufzuspalten und einen Teil an den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky zu verkaufen, zurückgetreten.
Unbekannte Diebe graben auf Friedhof in Bremerhaven Urne aus
Unbekannte haben auf einem Friedhof in Bremerhaven eine Urne ausgegraben. Die Täter stahlen die Urne einer verstorbenen Frau zwischen Donnerstag und Samstag aus einem anonymen Gräberfeld, wie die Polizei am Montag berichtete.
Nahost-Krieg: EU uneins über humanitäre Feuerpause
Die Europäische Union will eine Ausweitung des Nahost-Kriegs verhindern, ist über die Mittel aber uneins. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) äußerte sich am Montag am Rande eines Treffens mit ihren EU-Kollegen in Luxemburg zurückhaltend zu einer möglichen humanitären Feuerpause, die andere Länder befürworten. UN-Generalsekretär António Guterres hatte am Wochenende am Rande des Nahost-Gipfels in Kairo zu einem vorläufigen Ende der Kämpfe zwischen Israel und der Hamas aufgerufen.
Freiwillige kleben in Paris Porträts der Hamas-Geiseln an die Mauern
Etwa hundert Freiwillige haben in Paris Porträts von Hamas-Geiseln an Mauern und Wände geklebt. "Wir wollen die Bevölkerung aufmerksam machen und den Geiseln ein Gesicht geben", sagte die 31 Jahre alte Sophie Kijner. "Es geht nicht um Israel gegen Palästina, sondern darum, dass es Geiseln gibt, die dein Vater, deine Mutter oder deine Tochter sein könnten", fügte sie hinzu.
Schleppende Digitalisierung und Lehrermangel: Bundesschülerkonferenz will Wende
Angesichts schleppender Digitalisierung und Lehrermangels hat die Bundesschülerkonferenz eine "radikale Bildungswende" gefordert. "Jahrzehntelang hat die Politik es verpennt, die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen", erklärte Generalsekretärin Wiebke Maibaum am Montag in Berlin. "Wir sind die Generation, die die Rechnung bezahlt." Es dürfe jetzt "keine Ausreden mehr geben".
Frankreichs Linken-Chef wegen mutmaßlich antisemitischer Äußerung in der Kritik
Kurz vor einer erwarteten Regierungserklärung zur Lage in Nahost ist der Chef der Linken in Frankreich, Jean-Luc Mélenchon, wegen einer mutmaßlich antisemitischen Äußerungen in die Kritik geraten. "Er hat mich erneut zur Zielscheibe gemacht", sagte die jüdische Parlamentspräsidentin Yaël Braun-Pivet am Montag dem Sender France Inter. "Manche fachen unerlässlich und auf niederträchtige Weise die Glut immer weiter an", sagte sie mit Blick auf Mélenchons Kommentar zu ihrer Israel-Reise.
IT-Probleme bei der Postbank halten an - Rufe nach Entschädigung
Die IT-Probleme bei der Postbank sowie der DSL-Bank halten offenbar an. Allein im dritten Quartal seien 1100 Beschwerden über die beiden Banken eingegangen, erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Montag. Seit Jahresbeginn liegen demnach rund 1700 Beschwerden von Kundinnen und Kunden vor. "Das sind zwischen Januar und September 2023 bereits annähernd dreimal so viele wie im gesamten Vorjahr." Ampel-Politikerinnen forderten Entschädigung für betroffene Kunden.
Verkehrsverbünde sehen steigendes Interesse an Reaktivierung alter Bahnstrecken
In Deutschland steigt nach Einschätzung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) das Interesse an der Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken. "Das zeigt die zunehmende Zahl an Studien, die in allen Teilen Deutschlands in Auftrag gegeben werden, um eine Reaktivierung zu prüfen", erklärte der VDV am Montag. Eine Auswertung dieser sogenannten Machbarkeitsstudien durch den VDV und die Allianz pro Schiene zeige zudem, dass sie "überwiegend" zu einem positiven Ergebnis kommen.
Schleuser durchbricht in Sachsen mit sechs Flüchtlingen zwei Kontrollstellen
Ein Schleuser hat in Sachsen mit mehreren Flüchtlingen im Wagen zwei Kontrollstellen durchbrochen. Aus Polen kommend raste der Tatverdächtige in der Nacht zum Montag durch eine Grenzkontrolle auf einer Bundesstraße bei Zittau und flüchtete vor den ihn verfolgenden Polizisten in ein nahegelegenes Dorf, wo er eine weitere Kontrollstelle durchbrach, wie die Bundespolizeiinspektion Ebersbach mitteilte.
Baerbock: Hamas will "Keil des Hasses" in Weltgemeinschaft treiben
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat der im Gazastreifen regierenden Hamas vorgeworfen, "einen Keil des Hasses" in die Gesellschaft und die Weltgemeinschaft treiben zu wollen. Das "Drehbuch des Terrors" sehe nicht nur vor, "die arabische Welt gegen Israel und seine Partner aufzubringen", erklärte Baerbock vor ihrer Abreise zu den Vereinten Nationen in New York. "Hamas will auch in unseren Gesellschaften, in Europa, Hass und Antisemitismus den Weg brechen."
Bundesweite Welle von Bombendrohungen: Schulen und ZDF-Zentrale betroffen
In Städten in mehreren Bundesländern sind am Montag per E-Mail Bombendrohungen gegen Schulen eingegangen. Es kam zu mehreren Großeinsätzen der Polizei sowie zu Evakuierungen. Auch die ZDF-Zentrale in Mainz war von einer Bombendrohung betroffen. Eine Sprecherin des Bundesinnenmisteriums nannte es zum jetzigen Zeitpunkt "rein spekulativ", dass ein Zusammenhang mit der Eskalation in Israel und im Gazastreifen bestehen könnte.
Union "mit Zuversicht" gegen Neapel - Gosens fraglich
Fußball-Bundesligist Union Berlin bangt vor dem Champions-League-Duell mit der SSC Neapel um einen Einsatz von Nationalspieler Robin Gosens. Zu dem 29-Jährigen wolle er "eigentlich noch nicht zu viel sagen", erklärte Trainer Urs Fischer auf der Pressekonferenz am Montag, bei der auch Gosens hätte anwesend sein sollen. Dieser befinde sich nach dem Training noch auf der Massagebank und "in Behandlung, das wird noch abgeklärt".
Hempel erhält Entschädigungszahlung vom DSV
Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat sich im Zuge des Missbrauchsskandals mit dem früheren Wasserspringer Jan Hempel auf eine Entschädigungszahlung geeinigt. Dies teilte der DSV am Montag mit. Demnach erhalte Hempel eine Sofortzahlung von 300.000 Euro sowie eine weitere Zahlung in der gleichen Höhe über die kommenden zehn Jahre, die im Todesfall auch an seine Hinterbliebenen gehe, heißt es in dem Statement des Verbandes.
Prozess um tödliche Schüsse auf Mann an Busbahnhof in Lüdenscheid begonnen
Weil er einen Mann auf offener Straße im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid erschossen haben soll, muss sich ein 24-jähriger Angeklagter seit Montag vor dem Landgericht Hagen verantworten. Zum Auftakt wurde nach Gerichtsangaben die Anklage verlesen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem syrischen Angeklagten heimtückischen Mord vor.
Auftritte statt WM-Analyse: Oberdorf kritisiert "MVT"
Die öffentlichen Auftritte der derzeit pausierenden Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg haben auch beim Fußball-Nationalteam für Irritationen gesorgt. "Ich hätte mir da durchaus etwas anderes gewünscht, dass man sagt: Okay, wir klären erst mal, was bei der WM passiert ist, und danach vielleicht in den Erholungsurlaub geht", sagte Mittelfeldspielerin Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg) nach der Ankunft am DFB-Teamhotel in Frankfurt/Main.
Drogeriekette dm verzichtet endgültig auf Werbung mit Begriff "klimaneutral"
Die Drogeriekette dm wird Produkte auch künftig nicht mehr mit der Bezeichnung "klimaneutral" bewerben. Das Unternehmen kündigte am Montag an, gegen ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Karlsruhe nicht in Berufung zu gehen. dm will demnach aber weiter dafür kämpfen, den Begriff "umweltneutral" nutzen zu dürfen.
Hamas: Mehr als 5000 Tote durch israelische Angriffe auf Gazastreifen
Seit Beginn der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen vor gut zwei Wochen sind nach Angaben der radikalislamischen Hamas mindestens 5087 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 2055 Kinder, teilte das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium am Montag mit. Demnach wurden seit dem 7. Oktober mindestens 15.273 Menschen bei israelischen Angriffen auf den Gazastreifen verletzt.
Braunschweig: Aufstiegsheld Pfitzner übernimmt für Härtel
Nach sieben Spielen ohne Sieg hat sich Eintracht Braunschweig von Trainer Jens Härtel (54) getrennt. Der Ex-Profi und bisherige Co-Trainer Marc Pfitzner (39) wird die Löwen interimsweise in den nächsten beiden Spielen gegen Fortuna Düsseldorf (Freitag, 18.30 Uhr/Sky) sowie im Derby bei Hannover 96 (5. November) betreuen, wie der Tabellenletzte am Montag bekannt gab. Zuletzt hatte der Traditionsklub mit 0:3 beim Aufsteiger SV Elversberg verloren.
Christiane Benner ist erste Frau an der Spitze der IG Metall
Christiane Benner ist die erst Frau an der Spitze der IG Metall. Die Delegierten der Gewerkschaft wählten die 55-Jährige am Montag in Frankfurt mit 96,4 Prozent der Stimmen zur neuen Vorsitzenden. In ihrer Rede forderte Benner mehr Einfluss der mitgliederstärksten deutschen Gewerkschaft in den Unternehmen ein: "Wir brauchen mehr Mitbestimmung bei der strategischen Ausrichtung."
Bartsch verärgert über Wagenknecht - Verbleib in Fraktion zunächst offen
Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat den Parteiaustritt von Sahra Wagenknecht und neun weiteren Abgeordneten als "unverantwortlich und inakzeptabel" kritisiert. Bartsch bestätigte am Montag, dass die zehn betroffenen Abgeordneten trotz ihres Parteiaustritts einen Antrag auf Verbleib in der Linksfraktion gestellt hätten. "Unsere Fraktion wird souverän und in großer Ruhe darüber entscheiden", kündigte Bartsch an. Zu den Ausgetretenen zählt auch die bisherige Ko-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali.
Mordversuch mit Rattengift: Mehrjährige Haft für Musiker in Hannover
Wegen Mordversuchs mit Rattengift ist ein 62-jähriger Musiker von dem Landgericht Hannover zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht verhängte gegen den Angeklagten am Montag sechseinhalb Jahre Haft, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Er habe seiner Mutter bei Besuchen in einem Seniorenheim in Hannover das Gift Brodifacoum ins Essen gemischt, um sie zu töten. Das Gericht wertete dies als Mordversuch.
Israelische Armee: Mehr als 300 Angriffe auf Hamas-Stellungen binnen 24 Stunden
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden mehr als 320 militärische Ziele im Gazastreifen getroffen. Dazu zählten "Tunnel, in denen sich Hamas-Terroristen befanden", "Dutzende von Kommandozentralen" sowie "Militärlager und Beobachtungsposten", teilte die Armee am Montag mit. Unterdessen traf im Süden des Gazastreifens ein dritter Konvoi mit humanitären Hilfslieferungen aus Ägypten ein.
US-Energieriese Chevron will für 53 Milliarden Dollar Konkurrenten Hess kaufen
Der US-Energieriese Chevron will für 53 Milliarden Dollar (50 Milliarden Euro) den Konkurrenten Hess kaufen. Finanzieren will Chevron den Kaufpreis allein über den Tausch von Aktien, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Erst vor knapp zwei Wochen hatte der US-Erdölriese ExxonMobil angekündigt, er übernehme für rund 60 Milliarden Dollar seinen Konkurrenten Pioneer Natural Resources.
Sexuelles Interesse vorgetäuscht und Opfer erschlagen: Mordprozess in Trier
Weil sie einen 56-Jährigen bei einem vorgetäuschten Sextreffen in Rheinland-Pfalz erschlagen haben sollen, müssen sich seit Montag zwei Männer vor dem Landgericht Trier verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten aus Nordrhein-Westfalen gemeinschaftlichen Mord und Raub mit Todesfolge vor. Sie sollen ihr Opfer in der Nacht zum 15. Januar im Eifelkreis Bitburg-Prüm getötet haben.
Frau auf Gehweg in Berlin erstochen: Mutmaßlicher Täter flüchtet
Ein Mann soll eine 55-jährige Frau in Berlin auf offener Straße erstochen haben. Der Vorfall ereignete sich Montagfrüh im Bezirk Treptow-Köpenick, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft mitteilten. Nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen soll der Mann die Frau am Morgen auf dem Gehweg vor einem Mehrfamilienhaus mit einem Messer angegriffen haben. Anschließend flüchtete er.
Landessozialgericht: Jobcenter muss im Einzelfall höhere Miete bezahlen
Haben Arbeitslose es aus persönlichen oder familiären Gründen besonders schwer, eine geeignete Wohnung zu finden, muss das Jobcenter einem Urteil zufolge auch eine etwas teurere Wohnung bezahlen. Das entschied das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen in einem am Montag bekanntgegebenen Eilbeschluss. Danach muss das Jobcenter einer Mutter mit einem schwerbehinderten und vier weiteren Kindern eine Erdgeschosswohnung bezahlen, obwohl die Miete oberhalb der vom Jobcenter festgesetzten "Angemessenheitsgrenze" liegt. (Az. L 13 AS 185/23 B ER)
Wagenknecht und Gefolgsleute vollziehen Bruch mit der Linkspartei
Die Spaltung der Linkspartei ist vollzogen: Die Abgeordnete Sahra Wagenknecht erklärte am Montag mit neun weiteren Bundestagsabgeordneten ihren Parteiaustritt. Wagenknecht kündigte die Gründung einer neuen Partei an, die bereits im kommenden Jahr bei der Europawahl und den Landtagswahlen in drei ostdeutschen Bundesländern antreten könnte. Der Linksfraktion im Bundestag wollen Wagenknecht und ihre Gefolgsleute nach eigenen Angaben zunächst weiter angehören.
Dritter Hilfskonvoi erreicht den Gazastreifen
Ein dritter Hilfskonvoi ist über den Grenzübergang in Rafah im Gazastreifen angekommen. Das berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP sowie Vertreter Ägyptens und der Palästinenser am Montag übereinstimmend. Demnach fuhren mehr als ein Dutzend Lastwagen über die Grenze.
Christiane Benner zu neuer IG-Metall-Vorsitzender gewählt
Christiane Benner ist zur neuen Vorsitzenden der IG Metall gewählt worden. Mit 401 von 418 Stimmen sprachen sich am Montag beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt 96,4 Prozent der Delegierten für die 55-Jährige aus, Gegenkandidaten gab es keine. Benner wird damit die erste Frau an der Spitze der mitgliederstärksten deutschen Gewerkschaft.
Russisches Gericht ordnet Untersuchungshaft für US-russische Journalistin an
Ein Gericht in Russland hat Untersuchungshaft für die in der vergangenen Woche festgenommene US-russische Journalistin Alsu Kurmasheva angeordnet. Kurmasheva solle zunächst bis zum 5. Dezember in Haft bleiben, berichteten russische Nachrichtenagenturen am Montag. Das Gericht in der zentralrussischen Stadt Kasan folgte damit der Argumentation der Staatsanwaltschaft, die der Journalistin vorwirft, sich nicht als "ausländische Agentin" registriert zu haben.
Bombendrohung gegen ZDF-Zentrale: Zwei Gebäude in Mainz vorübergehend geräumt
Nach einer Bombendrohung gegen die ZDF-Zentrale in Mainz sind am Montag zwei Gebäude vorübergehend geräumt worden. Rund 600 Mitarbeiter mussten das ZDF-Hochhaus auf dem Lerchenberg und das sogenannte Sendebetriebsgebäude verlassen, wie eine Sprecherin des Senders sagte. Das Hochhaus beherbergt Redaktion und Verwaltung. Die Sendefähigkeit war nach ZDF-Angaben nicht beeinträchtigt.
Japans Regierungschef verspricht niedrigere Steuern und höhere Subventionen
Japans Regierungschef Fumio Kishida hat in einem Versuch, seine Umfragewerte zu verbessern, Steuersenkungen und weitere Hilfen für Haushalte und Unternehmen versprochen. "Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft. Vor allem die Wirtschaft ist meine Priorität", sagte er am Montag in einer Ansprache im Parlament in Tokio. Seine Regierung arbeitet derzeit an einem Konjunkturpaket wegen der hohen Inflation.