Letzte Nachrichten
Zahl der Firmenpleiten steigt im Juli überraschend auf Rekordwert
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im Juli überraschend stark gestiegen und hat einen Rekordwert erreicht. Im vergangenen Monat meldeten 1406 Unternehmen Insolvenz an, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Donnerstag mitteilte. Das war demnach die höchste Zahl seit etwa zehn Jahren, sie lag auch über dem jüngsten Spitzenwert vom April 2024. Im Mai und Juni war die Zahl der Firmenpleiten zurückgegangen.
Bergungsarbeiten an eingestürztem Hotel in Rheinland-Pfalz laufen weiter
Nach dem teilweisen Einsturz eines Hotels im Moselort Kröv in Rheinland-Pfalz und der Rettung aller lebend Verschütteten sollen die Bergungsarbeiten am Donnerstag fortgesetzt werden. Die Bergung eines Toten aus den Trümmern habe in der Nacht zunächst unterbrochen werden müssen, sagte ein Sprecher der Polizei in Trier der Nachrichtenagentur AFP. Um ihn bergen zu können, müsse ein Teil des zusammengestürzten Gebäudes abgetragen werden.
Biden und Harris warnen vor Bedrohung der Demokratie durch Trump
US-Präsident Joe Biden und die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris haben vor einer Bedrohung der Demokratie in den Vereinigten Staaten durch den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump gewarnt. In einem am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Interview mit dem Sender CBS sagte Biden, er sei "nicht sicher", dass es im Fall einer Niederlage Trumps zu einer friedlichen Machtübergabe kommen werde. Mit Blick auf Trumps Äußerung über ein "Blutbad" im Falle seiner Wahlniederlage sagte Biden: "Er meint, was er sagt." Auch Harris beschrieb bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Wisconsin eine mögliche zweite Amtszeit Trumps als Bedrohung für die Demokratie.
Wassergewinnung: Deutsche Versorger könnten zwei Millionen Olympia-Becken füllen
Zwei Millionen Mal das olympische Schwimmbecken füllen: So groß ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Menge an Wasser, die in Deutschland von öffentlichen Versorgern aus der Natur gewonnen wird. Wichtigste Quelle des Trinkwassers ist hierbei mit Abstand das Grundwasser, wie das Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Der größte Teil des gewonnenen Wasser landet bei privaten Haushalten und beim Kleingewerbe.
Bundesinnenministerium will Schutz vor Waffen und Messern verbessern
Das Bundesinnenministerium will das Waffenrecht in Deutschland verschärfen. Aus Sicht des Ministeriums müsse "der Schutz der Bevölkerung vor Missbrauch von Waffen und Messern verbessert werden", sagte eine Sprecherin dem "Tagesspiegel" vom Donnerstag. "Hier besteht gesetzgeberischer Handlungsbedarf." Das Ministerium werde "hierzu Änderungsvorschläge zum Waffenrecht vorlegen."
DIHK: Azubi-Mangel verschärft sich
Der Mangel an Auszubildenden in Deutschland weitet sich aus: In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) gaben 49 Prozent der Ausbildungsbetriebe an, sie hätten im vergangenen Jahr nicht alle Ausbildungsplätze besetzen können. Das sind laut DIHK zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und ist "ein neuer Negativrekord". Mehr als ein Drittel der Betriebe - 35 Prozent - gaben demnach an, sie hätten keine einzige Bewerbung erhalten.
Durchsuchungen bei Letzter Generation nach Blockade an Flughafen in Frankfurt
Zwei Wochen nach der Blockade des Flughafens Frankfurt am Main sind acht Wohnungen von Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation durchsucht worden. Die Gruppe selbst berichtete am Donnerstag von Razzien in Berlin, Leipzig, Freiburg, Halle und Mannheim. Ein Sprecher der Frankfurter Polizei bestätigte, dass es infolge der Aktion am Flughafen Ende Juli Durchsuchungen gebe.
Bundesweit Durchsuchungen bei Letzter Generation nach Blockade an Flughafen
Zwei Wochen nach der Blockade des Frankfurter Flughafens durchsucht die Polizei bundesweit Wohnungen von Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation. Die Gruppe selbst berichtete am Donnerstag von Razzien in Berlin, Leipzig, Freiburg, Halle und Mannheim. Ein Sprecher der Frankfurter Polizei bestätigte, dass es infolge der Aktion am Flughafen Ende Juli bundesweit Durchsuchungen gebe.
Freiwasser: Beck verpasst Medaille in der Seine
Mitfavoritin Leonie Beck hat beim olympischen Freiwasserrennen in der Seine die Medaillen deutlich verpasst. Die Doppel-Europameisterin, die im vergangenen Jahr auch das WM-Double gewonnen hatte, schlug nach zehn Kilometern im Pariser Stadtfluss in 2:06:13,4 Stunden als Neunte an. Gold holte sich auf dem Kurs mit Start und Ziel unter der imposanten Pont Alexandre III die niederländische Rio-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Sharon van Rouwendaal vor der australischen WM-Vierten Moesha Johnson und der Italienerin Ginevra Taddeucci.
Unwetter mit Starkregen in Hamburg - Feuerwehr rückt zu 900 Einsätzen aus
Wegen Unwetters mit Starkregen sind Feuerwehr und Technisches Hilfswerk in Hamburg zwischen Mittwochnachmittag und Donnerstagmorgen zu etwa 900 Einsätzen ausgerückt. Ein Wohnhaus, eine Garage und eine Brücke im Stadtteil Billstedt wurden durch das Wasser beschädigt, wie die Feuerwehr am Donnerstag mitteilte. Das Haus sei evakuiert worden, 16 Menschen hätten es verlassen müssen.
Demo-Flüge deutscher Flugtaxis während Olympischer Spiele abgesagt
Die während der Olympischen Spiele in Paris geplante Testphase für Flugtaxis der deutschen Firman Volocopter ist abgesagt worden. Die dafür nötige Genehmigung wurde nicht erteilt, teilten Volocopter und der französische Partner ADP am Donnerstag mit. Ein Zulieferer aus den USA habe "nicht das geliefert, was er versprochen hat", sagte Volocopter-Chef Dirk Hoke. Demnach geht es um die Motoren.
Leiche im Rhein gefunden - vermutlich nach Unfall vermisste 15-Jährige
Am Rheinufer nahe der deutsch-schweizerischen Grenze ist eine Leiche angespült worden. Wahrscheinlich handelt es sich bei der Toten um eine seit Sonntag nach einem Unfall vermisste 15-Jährige, wie die Polizei im baden-württembergischen Göppingen am späten Mittwochabend mitteilte. Am Sonntag waren insgesamt sechs Menschen bei Hohentengen im Landkreis Waldshut im Uferbereich eines Rheinzuflusses von der Strömung mitgerissen worden.
Klingbeil: Kandidatentausch der US-Demokraten kein Vorbild für die SPD
SPD-Chef Lars Klingbeil sieht in dem Kandidatentausch der US-Demokraten im Präsidentschaftswahlkampf kein Vorbild für seine eigene Partei mit Blick auf die Bundestagswahl im kommenden Jahr. Er verneinte im Interview mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Donnerstag die Frage, ob dies ein Modell für die Sozialdemokraten wäre, wenn die Beliebtheitswerte von Kanzler Olaf Scholz (SPD) nicht wieder steigen würden.
Abholzung im Amazonas-Regenwald nimmt erstmals seit 15 Monaten zu
Erstmals seit 15 Jahren hat die Abholzung im Amazonas-Regenwald in Brasilien wieder zugenommen. Im vergangenen Monat wurde eine Fläche von 666 Quadratkilometern zerstört, wie aus am Mittwoch veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht. Das entspricht einem Anstieg um 33 Prozent gegenüber den 500 Quadratkilometern, die im Juli vergangenen Jahres zerstört wurden.
Nach der Sternstunde: Handballer wollen "den Flow mitnehmen"
Die Gier nach Gold? Für Renars Uscins erstmal zweitrangig. Der Shootingstar der deutschen Handballer richtet den Fokus nach dem verrückten 35:34 im Viertelfinal-Krimi nach Verlängerung gegen Frankreich zunächst voll auf das Olympia-Halbfinale gegen Spanien am Freitag (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport). "Es wird genauso ein riesiger Kampf, den wir erstmal überstehen müssen", sagte er.
"Weckruf": Bayer noch weit von der Meister-Form entfernt
Neun Tage vor dem ersten Pflichtspiel ist Fußball-Meister Bayer Leverkusen noch weit von der überragenden Form der abgelaufenen Double-Saison entfernt. Die 1:4-Pleite am Mittwoch im Härtetest beim englischen Vizemeister FC Arsenal "ist ein Weckruf in der Vorbereitung für uns", stellte Trainer Xabi Alonso auf der Pressekonferenz klar. Die Leistung sei "weit unter unseren Standards" gewesen und "weit davon weg, wo wir hinwollen."
Nach Ausschluss: Ringerin Phogat tritt zurück
Auf das dramatische Olympia-Aus folgt der schnelle Rücktritt: Die indische Ringerin Vinesh Phogat hat ihre Karriere nach der verpassten Finalteilnahme in Paris für beendet erklärt. "Mutter Ringen hat gegen mich gewonnen, ich habe verloren. Eure Träume und mein Mut sind zerbrochen", schrieb Phogat bei X: "Ich habe jetzt keine Kraft mehr. Auf Wiedersehen Ringen 2001-2024. Ich werde euch allen für immer zu Dank verpflichtet sein. Sorry."
Tunesiens Präsident entlässt Regierungschef ohne Angaben von Gründen
Der tunesische Präsident Kais Saied hat Regierungschef Ahmed Hachani ohne Angaben von Gründen entlassen. Neuer Regierungschef sei Sozialminister Kamel Madouri, erklärte das Büro von Saied am Mittwoch. Hachani hatte das Amt des Regierungschefs am 1. August 2023 übernommen und damals Najla Bouden abgelöst, die ebenfalls ohne Angabe von Gründen von Saied entlassen worden war.
Ziel NFL? Diskus-Olympiasieger Stona grübelt über Zukunft
Roje Stona denkt nach seinem sensationellen Olympiasieg im Diskuswerfen über seine Zukunft in der Leichtathletik nach: Auch ein Wechsel in den lukrativen American Football kommt für den Jamaikaner in Betracht. Der 25-Jährige durfte sein Können bereits bei Tryouts der NFL-Teams Green Bay Packers und New Orleans Saints vorzeigen, für einen Kaderplatz reichte es aber nicht.
DBB-Frauen nach Olympia-Aus zuversichtlich: "Viel vor uns"
Die Tränen trockneten noch, da richteten die deutschen Basketballerinnen den Blick wieder nach vorne. "Wir freuen uns auf die nächsten Sachen, die kommen", sagte Starspielerin Satou Sabally nach dem Viertelfinalaus bei den Olympischen Spielen gegen Frankreich und ergänzte: "Da liegt noch viel vor uns."
"Keine Zauberei": Bahnrad-Weltrekorde schmelzen in Paris
Es ist warm, die Luft ist stickig - und die Weltrekorde schmelzen nur so dahin. Das Velodrome National von Saint-Quentin-en-Yvelines erweist sich bei den Olympischen Spielen in Paris als perfekter Ort für die Jagd nach Bestzeiten. An den ersten drei Wettkampftagen wurden zehn Weltrekorde aufgestellt.
Mit Mentalität im Finale: "Mannschaft ist nicht umzureißen"
Olympia-Silber ist sicher, doch Gold soll es werden: Kurz vor dem großen Ziel sind die deutschen Hockey-Weltmeister laut Kapitän Mats Grambusch noch "nicht zu euphorisch". Es sei "schon jetzt ein ganz, ganz großartiges Gefühl", sagte der Kapitän dem SID: "Wir sind glücklich, dass wir eine Medaille sicher haben, aber wir wollen Gold holen. Das war von Anfang an das Ziel."
"Ich liebe das": Tiafack freut sich auf Zeit als Profiboxer
Der Blick ging sofort wieder nach vorne. Wenige Minuten nach seinem verlorenen olympischen Halbfinale gegen Bachodir Jalolow (Usbekistan) war Nelvie Tiafack schon wieder voller Tatendrang. "Ich freue mich riesig", sagte er - und meinte damit seine Zeit als Profiboxer, die nun vor ihm liegt.
Israel droht neuem Hamas-Chef Sinwar mit dem Tod
Israel hat dem neuen Chef der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas, Jahja Sinwar, mit dem Tod gedroht. Israels Armeechef Herzi Halevi kündigte am Mittwoch an, Israel werde den Nachfolger des im Iran getöteten Ismail Hanija finden und ihn eliminieren. Derweil gingen die internationalen Bemühungen weiter, einen erwarteten Vergeltungsangriff des Iran und seiner Verbündeten auf Israel abzuwenden.
Brandenburgs SPD-Ministerpräsident Woidke: Ampel-Streit schadet Demokratie
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Ampel-Koalition in Berlin zu mehr Disziplin aufgefordert. Der häufige Streit schade nicht nur dem Ansehen der Bundesregierung, sondern "am Ende auch unserer Demokratie", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagausgabe). Von ungelösten Problemen und Unsicherheiten würden am Ende vor allem Populisten profitieren.
Juli war der zweitheißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen
Der Juli war weltweit der zweitheißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Dies gab am Donnerstag das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus bekannt. Die Durchschnittstemperatur habe im vergangenen Monat bei 16,91 Grad Celsius gelegen. Dies sei knapp - nämlich 0,04 Grad - unter dem bisherigen Rekordwert vom Juli 2023.
Robert Ortberg tritt Posten als neuer Boeing-Chef an
Robert "Kelly" Ortberg tritt am Donnerstag den Posten als Konzernchef des kriselnden US-Flugzeugbauers Boeing an. Ortberg gilt als erfahrener Spitzenmanager der Luft- und Raumfahrtbranche und leitete unter anderem das Unternehmen Collins Aerospace, heute eine Filiale des Konzerns RTX, durch mehrere Fusionen und Übernahmen. Der 64-Jährige folgt auf Dave Calhoun, der schon im März seinen Rücktritt angekündigt hatte.
Katalanisches Regionalparlament wählt neuen Präsidenten
In Katalonien kommt am Donnerstag das Regionalparlament zusammen, um einen neuen Präsidenten für die spanische Region zu wählen. Spitzenkandidat ist der frühere Gesundheitsminister und Sozialistenchef Salvador Illa. Vor der Sitzung (10.00 Uhr) in Barcelona hat die Partei Juntos per Catalunya (JxCat) eine Willkommensfeier für ihren Ex-Chef und Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont vor dem Parlamentsgebäude geplant.
Chef von Übergangsregierung: Nobelpreisträger Yunus kehrt nach Bangladesch zurück
Der designierte Chef der Übergangsregierung in Bangladesch, Nobelpreisträger Muhammad Yunus, kehrt am Donnerstag in sein Heimatland zurück. Wie sein Büro mitteilte, wird der 84-Jährige um 14.10 Uhr (Ortszeit, 10.10 Uhr MESZ) in der Hauptstadt Dhaka erwartet. Bislang hielt sich Yunus in Europa auf.
Nach Ausschreitungen rechtsradikaler Gruppen: Tausende protestieren in Großbritannien gegen Rassismus
Nach tagelangen Ausschreitungen rechtsradikaler Gruppen sind tausende Menschen am Mittwoch in mehreren Städten in Großbritannien gegen Rassismus auf die Straße gegangen. "Wessen Straßen? Unsere Straßen", riefen Teilnehmer einer Demonstration in Walthamstow im Nordosten von London. Mit Blick auf die rechtsradikalen Gruppen sagte die Demonstrantin Sara Tresilian: "Wir wollen diese Leute nicht auf unseren Straßen haben (...), sie repräsentieren uns nicht."
Faeser: Sicherheitsbehörden sehr wachsam zu Auswirkungen der Entwicklung in Nahost
Aufgrund der drohenden Eskalation des Nahost-Konflikts sind die deutschen Sicherheitsbehörden nach Angaben von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) besonders wachsam. "Wir beobachten sehr genau, wie sich mögliche weitere Eskalationen auch auf die Sicherheitslage in Deutschland auswirken", sagte Faeser der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Die Sicherheitsbehörden reagierten "mit sehr hoher Wachsamkeit auf die aktuellen Entwicklungen" und gingen insbesondere "gegen antiisraelische und antisemitische Bedrohungen vor".
Kretschmer zeigt sich alarmiert über aufgeheizte Stimmung in sächsischer Bevölkerung
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich rund dreieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in seinem Bundesland alarmiert über die aufgeheizte Stimmung in der sächsischen Bevölkerung gezeigt. "Die Stimmung ist viel angespannter und schwieriger im Vergleich zum Jahr 2019", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Donnerstagsausgaben) mit Blick auf die Landtagswahl vor fünf Jahren.