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WHO: 236.000 neue Corona-Tote in Europa möglich
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet im Zeitraum bis zum 1. Dezember 236.000 neue Corona-Todesfälle in Europa. In der vergangenen Woche sei die Zahl der Covid-19-Toten in der Region um elf Prozent gestiegen, berichtete am Montag WHO-Europadirektor Hans Kluge. "Eine glaubwürdige Hochrechnung kommt auf 236.000 Todesfälle von jetzt bis zum 1. Dezember." Bisher starben in Europa 1,3 Millionen Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung. Zugleich äußerte sich Kluge besorgt über den Verlauf der Impfkampagne in vielen Ländern. "Die Stagnation bei den Impfzahlen in unserer Region bereitet uns ernsthafte Sorge". Das Europa-Büro der WHO ist für 53 Länder und Regionen zuständig, darunter auch einige Länder in Zentralasien. (H. Müller--BTZ)
Schwaneneltern in Sachsen von Zug überrollt
In Machern bei Leipzig sind Schwaneneltern und ein Jungtier von einem Zug überrollt und getötet worden. Um drei überlebende junge Schwäne aus den Gleisen zu bergen, musste die Bahnstrecke zeitweise gesperrt werden, wie die Bundespolizei in Leipzig am Montag mitteilte. Zwei Beamten gelang es, die aufgeregten Tiere einzufangen.
Frau vertreibt in Erfurt spielende Kinder mit Schreckschusswaffe
Eine Frau hat in Erfurt spielende Kinder mit einer Schreckschusswaffe vertrieben. Die 65-Jährige fühlte sich am Sonntag von drei Jungen im Alter von zehn bis zwölf Jahren, die vor ihrem Haus spielten, gestört, wie die Polizei in der thüringischen Landeshauptstadt am Montag mitteilte. Weil die Kinder mehrfach in eine Tiefgarage rannten, forderte die Frau diese vom Balkon aus zum Gehen auf.
Frankreich: 3G-Regel für Mitarbeiter in Zügen oder in Cafés
In Frankreich müssen 1,8 Millionen Beschäftigte in Fernzügen, der Gastronomie oder Kulturstätten seit Montag ihren 3G-Status nachweisen. Dafür müssen sie ihren Arbeitgebern einen Gesundheitspass vorlegen, der Aufschluss über eine Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder einen negativen Test gibt. Die neue Maßnahme gilt vor allem für Beschäftigte mit Kundenkontakt.
Reggae-Ikone Lee "Scratch" Perry mit 85 Jahren gestorben
Der als "Guru" des Reggae geltende jamaikanische Musiker und Produzent Lee "Scratch" Perry ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der exzentrische Künstler, der unter anderem Musik von Bob Marley produzierte, sei in einem Krankenhaus in Lucea gestorben, teilte Regierungschef Andrew Holness am Sonntag auf Twitter mit. "Heute hat Jamaika den Rhythmus und die Seele eines seiner Musik-Helden verloren, der so viele inspiriert hat."
Weitere Leichenteile im Erzgebirge in Sachsen gefunden
Im Erzgebirge in Sachsen sind weitere Leichenteile gefunden worden. Nachdem bereits am vergangenen Donnerstag Teile einer menschliche Leiche an einem Feld nahe der Bundesstraße 174 bei Gornau entdeckt wurden, stieß ein Spaziergänger am Samstag an einem Waldweg in der Region auf weitere menschliche Überreste, wie die Polizei in Chemnitz am Montag mitteilte.
Einst Minister in Afghanistan - heute Essenslieferant in Leipzig
Er war einst Minister in Afghanistan und verdient heute seinen Lebensunterhalt als Fahrer eines Lieferdiensts in Leipzig. "Es ist überhaupt keine Schande, in diesem Job zu arbeiten: Arbeit ist Arbeit", sagte Sayed Sadaat der Nachrichtenagentur AFP bei einem Interview in Leipzig. Per Fahrrad liefert der einstige Kommunikationsminister für Lieferando Pizzen und andere Mahlzeiten an die Kunden in der sächsischen Messestadt.
Pharmahersteller muss an Krebs erkrankter Kundin Auskunft erteilen
Eine an Krebs erkrankte Frau kann von einem Medikamentenhersteller Auskunft verlangen, wenn dessen Mittel mit einem möglicherweise krebserregenden Stoff verunreinigt war. Die Firma müsse die Kundin über alle Wirkungen informieren, "die bei der Bewertung schädlicher Folgen von Bedeutung sein können", erklärte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am Montag. Die Frau hatte das Mittel fünf Jahre lang eingenommen. (Az. 26 U 62/19)
Siebenmaliger "Emmy"-Gewinner Ed Asner mit 91 Jahren gestorben
Er wurde in seiner Rolle als Lou Grant bekannt und erschloss sich Jahrzehnte später mit "Oben" ganz neue Fans - nun ist US-Schauspieler Ed Asner im Alter von 91 Jahren gestorben. "Wir sind tief betrübt, mitteilen zu müssen, dass unser Familienoberhaupt heute Morgen friedlich gestorben ist", erklärte seine Familie am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. "Worte können nicht beschreiben, wie traurig wir sind."
China verbietet schriftliche Prüfungen für Sechs- und Siebenjährige
Im Zuge einer umfassenden Bildungsreform hat China schriftliche Prüfungen für Sechs- und Siebenjährige verboten. "Zu häufige Prüfungen, die die Schüler überfordern und unter enormen Prüfungsdruck setzen", seien vom Bildungsministerium abgeschafft worden, hieß es in den am Montag veröffentlichten neuen Leitlinien. Der große Druck auf Schulkinder bereits ab einem jungen Alter schade ihrer geistigen und körperlichen Gesundheit.
62-Jähriger in Australien handelte offenbar mit Drogen im Altersheim
Weil er in seinem Altersheim mit illegalen Drogen gehandelt haben soll, ist ein 62-jähriger Rentner in Australien festgenommen und angeklagt worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden bei einer Fahrzeugkontrolle des Mannes die Rauschmittel Methamphetamin und Cannabis gefunden. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung in einer Wohnanlage für ältere Menschen in Sydney wurden demnach LSD, weiteres Cannabis und ein Schlagstock gefunden.
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 75,8
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter gestiegen und liegt nun bei 75,8. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 4559 Neuinfektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen meldete. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum wurde mit zehn angegeben.
Hurrikan "Ida" legt Stromversorgung in ganz New Orleans lahm
Der als "extrem gefährlich" eingestufte Hurrikan "Ida" hat die gesamte Stromversorgung der Metropole New Orleans lahmgelegt. "New Orleans hat keinen Strom mehr", erklärte das Ministerium für Heimatschutz am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. Der einzige Strom käme derzeit von Generatoren.
Frau von griechischem Botschafter in Brasilien wegen Mordes an ihrem Mann verurteilt
Ein brasilianisches Gericht hat die Diplomatengattin Françoise de Souza Oliveira wegen Mordes an ihrem Ehemann, dem griechischen Botschafter Kyriakos Amiridis, zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Frau muss für 31 Jahre hinter Gitter, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Die Angeklagte habe "das ganze makabre Komplott geplant", sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.
Tausende Griechen demonstrieren gegen Corona-Impfpflicht
Tausende Griechen haben in Athen gegen die Corona-Impfpflicht im Gesundheitsbereich demonstriert. Die Polizei setzte am Sonntag Tränengas ein, nachdem aus einer Gruppe von Demonstranten Steine und Flaschen in Richtung der Beamten geworfen wurden. Ein Sprecher schätzte die Zahl der Demonstranten auf rund 7000.
Feuerwehr: 20-stöckiges Wohnhaus in Mailand ausgebrannt
Ein 20-stöckiges Wohnhaus in Mailand ist am Sonntag von einem Großbrand verwüstet worden. Das Feuer brach nach Angaben der Feuerwehr am späten Nachmittag in den oberen Etagen des Gebäudes am südlichen Stadtrand aus und fraß sich anschließend bis zu den unteren Stockwerken durch. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.
"Extrem gefährlicher" Hurrikan "Ida" trifft in Louisiana auf Land
Der von Meteorologen als "extrem gefährlich" eingestufte Hurrikan "Ida" hat den US-Bundesstaat Louisiana erreicht. Der Wirbelsturm traf am Sonntagmittag (Ortszeit) mit Windstärken von bis zu 240 Stundenkilometer nahe Fort Fourchon südlich von New Orleans auf Land - auf den Tag genau 16 Jahre, nachdem der verheerende Hurrikan "Katrina" New Orleans weitflächig überschwemmt und mehr als 1800 Menschen in den Tod gerissen hatte.
Israel bietet Corona-Auffrischungsimpfung ab 12 Jahren an
Israel hat das Angebot einer Corona-Auffrischungsimpfung auf alle Einwohner ab zwölf Jahren ausgeweitet. "Die dritte Impfdosis wirkt", erklärte Ministerpräsident Naftali Bennett am Sonntag. Deshalb solle sie nun bereits für Zwölfjährige zur Verfügung stehen. Gesundheitsminister Nitzan Horowitz ergänzte, die Booster-Impfung verhindere Infektionen wirksam und senke das Risiko erheblich, schwer zu erkranken oder gar an Covid-19 zu sterben.
Vereinigte Arabische Emirate lassen vollständig geimpfte Touristen einreisen
Weitere verunreinigte Moderna-Ampullen in Japan entdeckt
Nach dem Fund von weiteren verunreinigten Ampullen des Corona-Impfstoffs von Moderna sind in der japanischen Präfektur Okinawa die Impfungen mit dem US-Vakzin ausgesetzt worden. Wie die örtlichen Behörden am Sonntag mitteilten, erfolgte der Schritt, nachdem in einigen Ampullen "Fremdstoffe" festgestellt worden seien. Das Gesundheitsministerium in Tokio untersucht derzeit den Zusammenhang zwischen dem Tod zweier Männer und verunreinigten Moderna-Ampullen.
Sechster Lockdown in Melbourne wird verlängert
Der sechste Lockdown in der australischen Stadt Melbourne wird verlängert. Das teilten die Behörden am Sonntag mit Verweis auf die immer noch zu hohen Corona-Infektionszahlen mit.
Ganz Spanien nicht mehr Corona-Hochrisikogebiet
Ganz Spanien gilt nicht länger als Corona-Hochrisikogebiet. Die Aufhebung der Einstufung durch das Robert-Koch-Institut trat am Sonntag in Kraft. Vergangene Woche hatte es bereits eine Entwarnung für Teile Spaniens gegeben. Auch der Großraum Lissabon in Portugal gilt nach den neuen Einstufungen vom Freitag nun nicht mehr als Hochrisikogebiet, dies gilt auch für Chile. Neu als Hochrisikogebiet gilt dagegen der Karibikstaat Jamaika.
Bewohner von New Orleans bringen sich vor Hurrikan "Ida" in Sicherheit
In ängstlicher Erwartung des Hurrikans "Ida" an der Südküste der USA haben sich am Samstag viele Bewohner von New Orleans und anderen Städten in Sicherheit gebracht. Auf Straßen in Richtung Norden bildeten sich lange Staus. US-Präsident Joe Biden richtete sich in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung und kündigte die Entsendung hunderter Rettungshelfer sowie von Trinkwasserreserven, Lebensmitteln und Generatoren an. Zuvor wurde "Ida" zu einem Hurrikan der Kategorie 2 hochgestuft.
Forscher entdecken womöglich nördlichste Insel der Welt
Eine Forschergruppe aus Dänemark hat die womöglich nördlichste Insel der Erde entdeckt. Bei einer Expedition im Norden Grönlands stießen die Wissenschaftler zufällig auf die kleine Insel, wie die Universität Kopenhagen am Freitagabend mitteilte. Die noch namenlose Landmasse befindet sich demnach 780 Meter nördlich von Oodaaq. Diese 700 Kilometer vom Nordpol entfernte Insel galt bisher als die nördlichste der Welt.
Seniorin löst beim Marmeladekochen Explosion aus
Beim Einkochen von Marmelade hat eine 82-Jährige im sächsischen Hoyerswerda eine Explosion verursacht und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizeidirektion Görlitz am Samstag mitteilte, hatte die Seniorin am späten Freitagnachmittag für das Einkochen einen Propangasherd in einem Nebengebäude benutzt. Aus noch unbekannter Ursache sei dann unkontrolliert Gas ausgeströmt, nachdem die Frau den Raum verlassen habe.
Nur noch 211 rosafarbene Leguane auf Galápagos-Inseln
Von den vom Aussterben bedrohten rosafarbenen Leguanen auf den Galápagos-Inseln gibt es einer ersten Erfassung zufolge nur noch 211 Exemplare und damit weniger als bisher geschätzt. Das sei das Ergebnis einer Forschungsexpedition zum Lebensraum der einzigartigen Echsen, teilte der Galápagos-Nationalpark am Freitag mit. Dabei hätten die Forscher keine Jungtiere entdeckt, sagte der ecuadorianische Experte und Expeditionsteilnehmer Washington Tapia.
Delta-Variante verdoppelt Risiko von Klinikeinweisung
Bei einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus besteht ein doppelt so hohes Risiko einer Krankenhauseinweisung wie bei der Alpha-Variante. Dies berichten die Verfasser einer britischen Studie, die am Samstag in dem Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler analyisierten die Gesundheitsdaten von 43.338 Covid-19-Fällen in England zwischen dem 29. März und dem 23. Mai, darunter Impfstatus, Notfallversorgung, Krankenhauseinweisung und andere Patientendaten. Nur 1,8 Prozent der Betroffenen waren vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Dreiviertel waren gar nicht geimpft, 24 Prozent hatten nur eine von zwei erforderlichen Impfdosen erhalten. "Die Ergebnisse dieser Studie zeigen uns in erster Linie das Risiko einer Krankenhauseinweisung für diejenigen, die nicht oder nur teilweise geimpft sind", sagte Ko-Autorin Anne Presanis, Statistikerin an der Universität Cambridge. Alle Virusproben wurden einer Genomsequenzierung unterzogen, um festzustellen, mit welcher Variante des Coronavirus sich die Patienten infizierten. Knapp unter 80 Prozent der Fälle waren durch die Alpha-Variante ausgelöst wurden, der Rest durch Delta. Im Zeitraum von 14 Tagen nach dem ersten positiven Testergebnis wurden rund zwei Prozent der Infizierten ins Krankenhaus eingeliefert. Unter Berücksichtigung der Faktoren, die eine schwere Covid-19-Erkrankung begünstigen - darunter Alter, Ethnie und Impfstatus - fanden die Forscher heraus, dass das Risiko einer Krankenhauseinweisung mit der Delta-Variante mehr als doppelt so hoch war als mit der Alpha-Variante. Seit der Datenerfassung für die Studie hat sich die hochansteckende Delta-Variante stark ausgebreitet. In Großbritannien ist sie den Autoren zufolge inzwischen für mehr als 98 Prozent der neuen Corona-Fälle verantwortlich. "Wir wissen bereits, dass Impfen einen hervorragenden Schutz vor Delta bietet", sagte Co-Autor Gavin Dabrera, der beratender Epidemiologe beim Nationalen Infektionsdienst der britischen Gesundheitsbehörde ist. "Es ist lebenswichtig, dass diejenigen, die nicht zwei Impfdosen erhalten haben, dies so schnell wie möglich tun", appellierte er. (P. Rasmussen--BTZ)
Verunreinigte Moderna-Ampullen womöglich für zwei Todesfälle verantwortlich
Verunreinigte Moderna-Ampullen sind womöglich der Auslöser von zwei Todesfällen in Japan. Der Tod der beiden Männer im Alter von 30 und 38 Jahren werde derzeit untersucht, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Tokio mit. Die Männer seien kürzlich nach ihrer zweiten Impfdosis gestorben. Die Vakzine stammten den Angaben zufolge aus einer von drei Moderna-Produktionschargen, die nach Berichten über Verunreinigungen zurückgezogen worden waren.
Hausärzteverband beklagt abflauendes Interesse an Corona-Impfungen
Die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen ist nach Angaben des Hausärzteverbandes deutlich niedriger als in der ersten Hälfte des Jahres. "Der Impfturbo, den wir im Frühjahr und bis zum Juli hinein erlebt hatten, ist definitiv abgeflaut", sagte Bundesvorstandsmitglied Armin Beck den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (Samstagsausgaben). "Während einzelne Kolleginnen und Kollegen uns zuvor noch von 300 oder sogar 500 Anfragen wöchentlich berichteten, erhalten viele mittlerweile nur noch zögerliche 30 oder weniger", sagte Beck.
Erstmals über zehn Millionen Menschen in Indien an einem Tag geimpft
In Indien sind zum ersten Mal über zehn Millionen Menschen an einem einzigen Tag geimpft worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag wurde die Marke am Vortag überschritten. Premierminister Narendra Modi feierte den Meilenstein als "bedeutsame Leistung" für sein Land.
US-Südküste bereitet sich auf gefährlichen Hurrikan "Ida" vor
Mit Evakuierungen und eindringlichen Warnungen rüsten sich die USA für den ersten schweren Hurrikan des Jahres: Die Behörden des Bundesstaats Louisiana verhängten am Freitag (Ortszeit) vorsorglich den Ausnahmezustand und riefen die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben des Wetterdiensts NHC dürfte "Ida" als Hurrikan der besonders hohen Kategorie 4 am Sonntag in Louisiana auf Land treffen - fast auf den Tag genau 16 Jahre nach den Verwüstungen durch Hurrikan "Katrina". Der Wetterdienst warnte Louisiana und die Küstengebiete von Mississippi und Alabama vor heftigem Regen, "beträchtlichen" Überschwemmungen und Sturmfluten im Gefolge des Wirbelsturms. Er stufte "Ida" als "extrem gefährlich" ein. "Die Zeit zum Handeln ist JETZT", erklärte die Behörde auf Twitter. Kategorie 4 ist die zweithöchste der bis zum Niveau 5 gehenden Hurrikan-Skala, sie bedeutet Windgeschwindigkeiten von mindestens 209 Kilometern pro Stunde. Bedroht ist laut NHC auch New Orleans, wo 2005 durch "Katrina" mehr als 1800 Menschen ums Leben kamen und 80 Prozent der Stadt überschwemmt wurden. Die Stadtverwaltung erließ eine Evakuierungsanordnung für Gebiete, die außerhalb des Deich- und Schleusensystems wohnen, das die niedrig gelegene Stadt schützt. Bürgermeisterin LaToya Cantrell rief zudem die Bewohner von New Orleans innerhalb des Schutzsystems auf, in ihren Häusern zu bleiben. "Wir wollen nicht, dass sich die Menschen auf die Straßen begeben und sich damit in größere Gefahr bringen", sagte sie der örtlichen Nachrichten-Website nola.com. Darüber hinaus würden öffentliche Schutzräume eingerichtet. Auch die Evakuierung von hochwassergefährdeten Küstenstädten wie Grand Isle wurde angeordnet. "Die Leute packen und verlassen die Stadt", sagte Scooter Resweber, Polizeichef von Grand Isle, örtlichen Medien. "Ida" hatte am Freitag als Hurrikan der Kategorie 1 die Südwestküste Kubas erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde traf er die Stadt La Coloma in der Provinz Pinar del Rio. Vorsorglich waren dort der Strom abgeschaltet und mehr als 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Auch in der Hauptstadt Havanna wurden tausende Einwohner evakuiert, der öffentliche Verkehr wurde eingestellt. Erst in der vergangenen Woche hatte der Tropensturm "Henri" im Nordosten der USA für Stromausfälle und Überschwemmungen gesorgt. Der Klimawandel sorgt nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern zu steigenden Temperaturen der Meeresoberfläche und damit zu stärkeren Wirbelstürmen, die vor allem für Küstenorte weltweit eine zunehmende Bedrohung darstellen. (M. Tschebyachkinchoy--BTZ)
US-Geheimdienste können Corona-Ursprung in Bericht nicht klären
Die US-Geheimdienste haben ihren mit Spannung erwarteten Bericht zum Ursprung des Coronavirus veröffentlicht - und kein eindeutiges Ergebnis präsentieren können. In dem am Freitag publik gemachten Bericht werden sowohl eine Übertragung von Tier zu Mensch als auch ein Laborunfall in China als "plausible Hypothesen" bezeichnet. Die Nachrichtendienste seien aber "weiterhin gespalten" in der Frage, was der "wahrscheinlichste Ursprung" der Corona-Pandemie sei.