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"Zeit online": Vermögen der reichsten Haushalte deutlich gewachsen
Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich weiter: Zwischen 2013 und 2018 sind die Vermögen des reichsten Prozents der deutschen Haushalte um fast die Hälfte gewachsen - im Schnitt betrug das Vermögen dieser Haushalte elf Millionen Euro, wie "Zeit Online" am Dienstag unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) berichtete.
Lieferando-Fahrer wollen deutschlandweiten Tarifvertrag
Die Beschäftigten des Essenslieferdiensts Lieferando wollen einen flächendeckenden Tarifvertrag mit einem Stundenlohn von mindestens 15 Euro durchsetzen. Die Mitglieder der Tarifkommission beschlossen bereits am Freitag ein entsprechendes Forderungspaket, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Dienstag erklärte. Zentrale Forderungen seien außerdem die Zahlung eines 13. Monatsgehalts, Zuschläge für Schichten am Abend, an Sonn- und Feiertagen, sechs Wochen Urlaubsanspruch und die volle Bezahlung der letzten Fahrt zurück an den Wohnort.
Bahn empfiehlt Reisenden wegen des neuen GDL-Streiks Vorziehen von Fahrten
Kurz vor dem neuen Streik der Lokführergewerkschaft GDL hat die Deutsche Bahn Reisenden empfohlen, Fahrten möglichst vorzuziehen. Gebuchte Fahrkarten für den Fernverkehr im Zeitraum des Streiks von Donnerstag bis Dienstag könnten schon seit Montag und bis zum 17. September flexibel genutzt werden, erklärte die Bahn am Dienstag. Bei Sparpreisen sei die Zugbindung aufgehoben.
Tarifkonflikte verschärfen sich massiv im ersten Halbjahr 2021
Die Tarifkonflikte zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sind in den ersten Monaten dieses Jahres deutlich schärfer ausgefallen als noch im Vorjahr. "Die Konfliktbereitschaft hat im ersten Halbjahr 2021 spürbar zugenommen", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Nach zurückhaltenden Tarifverhandlungen im ersten Corona-Jahr 2020 sei 2021 die Lohnentwicklung wieder in den Mittelpunkt der Tarifverhandlungen gerückt. Die Lohnforderungen der Gewerkschaften lagen demnach zwischen vier und 5,3 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. "Im Fokus stand und steht nun stärker, wie die Leistungen der Beschäftigten während der Pandemie angemessen honoriert werden können", hieß es weiter in der Studie. Da die verschiedenen Branchen jedoch unterschiedlich durch die Pandemie betroffen waren, "ergeben sich vor allem dort Spannungen, wo die Unternehmen auf ihre schlechte wirtschaftliche Situation hinweisen, die Gewerkschaften aber nicht länger zum Lohnverzicht bereit sind". Bei den Tarifabschlüssen zeigten sich die Gewerkschaften dann aber laut der Studie "eher zurückhaltend". So verzichteten viele Arbeitnehmerbünde auf prozentuale Gehaltserhöhungen und akzeptierten stattdessen Corona-Prämien, die teils sogar erst 2022 ausgezahlt werden. Für den Rest des Jahres rechnen die IW-Experten nicht mit Entspannung: So sei die Situation in den Tarifverhandlungen der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL) mit der Deutschen Bahn (DB) festgefahren, ebenso wie im Einzelhandel und im Bankgewerbe. Auch die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst bergen demnach Konfliktpotenzial. Angesichts der hohen Inflationsrate sei außerdem weiterhin mit höheren Lohnforderungen der Arbeitnehmer zu rechnen. "Damit dürfte sich der im ersten Halbjahr beobachtbare Trend einer zunehmenden Konfliktbereitschaft auch im zweiten Halbjahr 2021 fortsetzen", erklärten die Experten. Das arbeitgebernahe IW analysierte im Rahmen seines "Konfliktmonitorings" 14 zentrale Tarifverhandlungen im ersten Halbjahr 2021. In der Erhebung werden regelmäßig die Tarifverhandlungen in 20 Branchen aus allen Bereichen der Volkswirtschaft ausgewertet. Die Konfliktintensität - vom IW errechnet aus verschiedenen Eskalationsstufen wie Streikankündigungen, Urabstimmungen und Warnstreiks - erreichte im ersten Halbjahr 2021 demnach einen Punktestand von 8,4 und damit beinahe den langjährigen Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2020 (neun Punkte). Im Jahr 2020 hatte die durchschnittliche Konfliktintensität lediglich 2,3 Punkte betragen, da sich die Gewerkschaften im Rahmen der Corona-Pandemie insbesondere auf Beschäftigungssicherung konzentriert hatten. 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, hatte die Konfliktintensität laut IW bei 10,3 Punkten gelegen. (F. Burkhard--BTZ)
Streit um Abfrage von Corona-Impfstatus in Firmen
Ob Firmen von ihren Beschäftigten den Corona-Impfstatus abfragen dürfen, sorgt in Wirtschaft und Politik für Streit. Während sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) offen dafür zeigte, äußerte sich Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) skeptisch. Arbeitgebervertreter forderten die Regierung auf, die Möglichkeit einer solchen Abfrage zu schaffen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wiederum nannte entsprechende Forderungen ein "No-go".
BDA-Päsident: Firmen müssen Corona-Impfstatus abfragen
Der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, hat sich dafür ausgesprochen, dass Firmen den Corona-Impfstatus von Mitarbeitern abfragen dürfen. In der Wirtschaft gebe es zwar zur Frage der Einführung einer 2G-Regel verschiedene Ansichten, die jeweils nachvollziehbar seien, sagte Dulger am Dienstag der "Rheinischen Post". "Doch bevor wir über diese Frage entscheiden, muss endlich klar gestellt werden, dass der Arbeitgeber den Impfstatus seiner Beschäftigten erfragen darf."
Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im August weiter erholt
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist trotz der Sommerpause im August leicht um 12.000 gesunken. Damit waren 2,578 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos gemeldet, wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem August vergangenen Jahres lag die Arbeitslosenzahl um 377.000 niedriger. Die Arbeitslosenquote betrug 5,6 Prozent.
Lufthansa: Corona-Pandemie bringt "langen, kalten Winter"
Die Lufthansa rechnet vor dem Hintergrund einer möglichen vierten Corona-Welle erneut mit einem schwierigen Geschäft im Winter, blickt aber dennoch zuversichtlich in die Zukunft. Die Fluggesellschaft bereite sich auf einen "langen, kalten Winter" vor, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Montagabend vor Journalisten. Er hob zugleich hervor, dass er eine "positive Bilanz" des Sommers ziehen könne. Die Fluggesellschaft könne auch positiv in die letzten Monate der Pandemie schauen.
NRW-Arbeitgeberpräsident für 2G-Regeln in Betrieben
Nordrhein-Westfalens Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff hat sich für eine Ausweitung der 2G-Regeln auf die Betriebe ausgesprochen. "Ich bin überzeugt, dass sich das 2G-Prinzip in vielen Bereichen des täglichen Lebens durchsetzen wird. Wer sich nicht impfen lassen will, wird auf Dauer Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, auch am Arbeitsplatz", sagte Kirchhoff dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstagsausgabe).
Spahn: Vorübergehende Gesetzesänderung für Impfabfrage
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann sich vorstellen, dass Arbeitgeber Mitarbeiter nach ihrem Corona-Impfstatus fragen dürfen. Er sei hin- und hergerissen, ob das Gesetz geändert werden solle, damit Arbeitgeber zumindest für die nächsten sechs Monate fragen dürften, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in der ARD-Sendung "Hart aber fair". So werde es ja im Restaurant auch gemacht. Auf die Frage, wie seine Haltung dazu sei, sagte Spahn: "Ich tendiere zunehmend zu ja."
UNO: Verbleites Benzin weltweit abgeschafft
Fast ein Jahrhundert nach den ersten Warnungen vor den Gesundheitsgefahren von verbleitem Benzin hat Algerien als letztes Land alle Vorräte verbraucht. Die weltweite Umstellung auf bleifreie Kraftstoffe verhindere jedes Jahr mehr als 1,2 Millionen vorzeitige Todesfälle und spare 2,44 Billionen Dollar (2,07 Billionen Euro) an Kosten für die globale Volkswirtschaft, teilte das UN-Umweltprogramm (UNEP) am Montag mit.
Lokführergewerkschaft GDL kündigt neuen Streik ab Donnerstag im Personenverkehr an
Die Lokführergewerkschaft GDL hat im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn einen neuen, längeren Streik angekündigt als bisher. Wie GDL-Chef Claus Weselsky am Montag in Frankfurt am Main sagte, beginnen die Arbeitskampfmaßnahmen am Mittwoch um 17.00 Uhr im Güterverkehr und im Personenverkehr am Donnerstag um 02.00 Uhr morgens. Enden sollen die Streiks am Dienstag kommender Woche um 02.00 Uhr früh.
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert Stärkung der Tarifbindung
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat von der Politik konkrete Maßnahmen für eine Stärkung der Tarifbindung gefordert. "Es ist erschreckend, dass nur noch die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland auf den Schutz durch Tarifverträge vertrauen kann", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Montag. Verdi will deshalb in den laufenden Tarifverhandlungen die Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der ausgehandelten Tarifverträge bei den zuständigen Arbeitsministerien erreichen.
Inflationsrate im August weiterhin auf Rekordhoch
Nachdem die Inflationsrate bereits im Juli sprunghaft auf 3,8 Prozent angestiegen war, stieg die Teuerungsrate im August weiter auf ein Rekordhoch von 3,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse mit. Im Vergleich zum Vormonat Juli blieben die Verbraucherpreise demnach unverändert. Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im Dezember 1993 mit 4,3 Prozent.
Inflationsrate verbleibt im August auf Rekordhoch
Nach dem sprunghaften Anstieg der Verbraucherpreise im vergangenen Juli ist die Inflationsrate im Vorjahresvergleich auch im August auf einem Rekordhoch von 3,9 Prozent verblieben. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse mit. Im Vergleich zum Vormonat Juli blieben die Verbraucherpreise demnach unverändert. Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im Dezember 1993 mit 4,3 Prozent.
Inflationsrate im August bei voraussichtlich 3,9 Prozent
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im August dieses Jahres um voraussichtlich 3,9 Prozent im Vergleich zum August 2020 gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse mit. Im Vergleich zum Vormonat Juli blieben die Verbraucherpreise demnach unverändert.
Diesjährige IAA mit Schwerpunkt auf klimaneutraler Mobilität
Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) beschäftigt sich in diesem Jahr vorrangig mit der Transformation der Mobilitätsbranche hin zur Klimaneutralität. "Das Bekenntnis zur klimafreundlichen Mobilität steht", erklärte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, am Montag. Ziel sei es, die Transformation zu einer "Erfolgsgeschichte für die deutsche Automobilindustrie" zu machen. An der Messe nehmen über 1000 Unternehmen und Redner teil, eröffnet wird die IAA am Dienstag kommender Woche von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Experten halten dreimal stärkere Anstrengungen beim Klimaschutz für notwendig
Um die im Juni verschärften deutschen Klimaziele erreichen zu können, müssen nach Einschätzung von Expertinnen und Experten die Anstrengungen dafür etwa verdreifacht werden. Die Thinktanks Agora Energiewende und Agora Verkehrswende sowie die Stiftung Klimaneutralität legten dafür am Montag in Berlin 22 Handlungsempfehlungen vor, mit deren Umsetzung die neue Bundesregierung bereits in den ersten hundert Tagen ihrer Amtszeit beginnen müsse.
Umfrage: Mehrheit rechnet mit gleichbleibend hoher oder steigender Inflation
Angesichts der zuletzt stark gestiegenen Inflationsrate rechnet eine Mehrheit der Menschen in Deutschland mit einer gleichbleibenden Steigerung der Verbraucherpreise oder sogar mit einer noch stärkeren Zunahme der Inflation. Eine Rückkehr zu einer niedrigeren Inflationsrate erwartet hingegen nur eine Minderheit, wie das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) am Montag erklärte. Insbesondere ältere Menschen rechneten demnach mit einer weiteren Zunahme der Inflation.
KfW: Aktuell keine Erholung am Ausbildungsmarkt in Sicht
Aufgrund der Corona-Pandemie haben im vergangenen Jahr viele Betriebe die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze reduziert. Und auch 2021 sei keine Erholung auf dem Ausbildungsmarkt absehbar, wie die staatliche Förderbank KfW am Montag erklärte. Demnach reduzierten 28 Prozent aller mittelständischen Ausbildungsunternehmen im Jahr 2020 die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze. Jeder vierte Ausbildungsbetrieb erwartete zum Jahresende 2021 außerdem, noch weniger Azubis unter Vertrag zu haben als zum Jahresende 2020.
GDL informiert über weiteres Vorgehen im Tarifstreit mit der Bahn
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will am Montagnachmittag über ihr weiteres Vorgehen im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn informieren. Um 17.00 Uhr soll es eine Pressekonferenz mit GDL-Chef Claus Weselsky geben, erklärte die GDL am Montag. In den vergangenen Wochen hatte es in dem noch ungelösten Tarifstreit bereits zwei Streikrunden der Gewerkschaft gegeben, die Fronten sind weiter verhärtet.
Tarifverdienste steigen im zweiten Quartal um durchschnittlich 1,9 Prozent
Beschäftigte mit Tarifvertrag haben im zweiten Quartal im Schnitt mehr Geld bekommen - die Entwicklung liegt allerdings hinter der Steigerung bei den Verbraucherpreisen zurück. Die Tarifverdienste legten um durchschnittlich 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 2,4 Prozent.
Umfrage: Materialengpass auf dem Bau geht wieder zurück
Beim Materialengpass auf den deutschen Baustellen gibt es einer Umfrage zufolge etwas Entspannung - örtlich wirken sich aber die Folgen der Flutkatastrophe verschärfend aus. Wie das Münchener Ifo-Institut am Montag mitteilte, gaben im August 42,2 Prozent der Unternehmen im Hochbau an, unter Materialknappheit zu leiden, im Juli waren es noch 48,8 Prozent. Auch im Tiefbau entschärfte sich die Lage etwas. 31,4 Prozent der Betriebe litten unter Lieferengpässen, nach 33,9 Prozent im Vormonat.
Studie: Bürger sind bei Mobilitätsformen offen - wenn die Angebote passen
Laut einer Studie im Auftrag der Automobilindustrie sind die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland nicht auf eine Mobilitätsform festgelegt, sondern durchaus offen für verschiedene Verkehrsmittel. Erforderlich sind demnach aber verbesserte Rahmenbedingungen für E-Ladestruktur, ÖPNV und Radwege. Angesichts der bestehenden Infrastruktur messen die Verbraucher dem Auto allerdings weiterhin eine zentrale Rolle zu - vor allem auf dem Land.
Umfrage: Fast zwei Drittel der Deutschen würden 3G-Regel in Zügen befürworten
Die von der Bundesregierung angedachte 3G-Regel in Fernzügen stößt einer Umfrage zufolge bei knapp zwei Dritteln der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger auf Zustimmung. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des "Handelsblatts" gaben dies 64 Prozent der Befragten an. 31 Prozent sagten hingegen an, dass sie eine solche Regel nicht befürworten, fünf Prozent waren unentschieden.
Deutsche Post rechnet für 2021 mit neuem Rekord bei Zahl der Pakete
Die Deutsche Post rechnet auch in diesem Jahr mit einem erneuten Rekord bei der Zahl der ausgelieferten Pakete. "Gerade das erste Quartal war gegenüber dem Vorjahr extrem stark, da es im ersten Quartal 2020 noch keine wesentlichen Auswirkungen der Pandemie auf den Online-Handel gab", sagte der Post-Vorstand für den Bereich Post und Paket Deutschland, Tobias Meyer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben).
US-Notenbank könnte Anleihenkäufe zum Jahresende zurückfahren
Die US-Notenbank Fed könnte ihre Anleihenkäufe zur Stützung der Konjunktur in der Corona-Pandemie zum Jahresende hin zurückfahren. Fed-Chef Jerome Powell sagte am Freitag beim Zentralbank-Symposium von Jackson Hole, "es könnte angemessen sein damit zu beginnen, das Tempo beim Anleihenkauf in diesem Jahr zu reduzieren". Nähere Angaben machte er nicht. Zugleich betonte Powell, es gebe trotz der derzeit hohen Inflation keinen Anlass, rasch die Leitzinsen anzuheben.
Ermittlungen gegen Unbekannt nach Rückruf von Cannabisprodukten bei Lidl
Nach dem Rückruf von Cannabisprodukten mit erhöhtem Wirkstoffgehalt bei Lidl hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es werde wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen eines Vergehens nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch gegen Unbekannt ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.
Bundesregierung prüft 3G-Regeln für Fernverkehr der Bahn und Inlandsflüge
Die Bundesregierung prüft angesichts steigender Corona-Fallzahlen, ob in Fernzügen und auf Inlandsflügen künftig nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete mitreisen dürfen. Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte am Freitag in Berlin, dass die Anwendung der sogenannten 3G-Regeln für den Fernverkehr geprüft werde. 3G bezieht sich auf Genesene, Geimpfte und negativ Getestete.
Verdi: Mehrheit der Wahlberechtigten kritisiert schwindende Tarifbindung
Die Tarifbindung in Deutschland nimmt ab - diese Entwicklung bewerten die Wählerinnen und Wähler laut der Gewerkschaft Verdi als überwiegend negativ und wünschen sich mitunter einen Eingriff des Gesetzgebers. Die Dienstleistungsgewerkschaft veröffentlichte am Freitag die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1038 Wahlberechtigten. Demnach bewerteten in Westdeutschland 85 Prozent und im Osten 88 Prozent der Befragten die schwindende Tarifbindung als negativ.
Beschäftigte kehren nur zaghaft ins Büro zurück
Immer mehr Beschäftigte kehren vor dem Hintergrund gestiegener Impfzahlen ins Büro zurück - jedoch offenbar nur zaghaft. Nach der monatlichen Umfrage des Ifo-Instituts lag der Anteil derer, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, im August bei 23,8 Prozent - nach 25,5 Prozent im Juli. Der Rückgang sei damit aber weniger stark als in den Vormonaten, teilte das Münchner Institut am Freitag mit.
Importpreise so stark gestiegen wie seit 40 Jahren nicht mehr
Die Importpreise haben sich im Juli so stark gegenüber dem Vorjahresmonat verteuert wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, lagen die Importpreise um 15,0 Prozent über dem Stand vom Juli 2020. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es demnach zuletzt im September 1981 im Rahmen der zweiten Ölpreiskrise gegeben, als die Importpreise gegenüber September 1980 um 17,4 Prozent in die Höhe geschnellt waren.