Vorgestellt
Letzte Nachrichten
Bis zum September fünf Prozent mehr Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum
In Deutschland sind zwischen Januar und September 5,4 Prozent mehr Wohnungen genehmigt worden als in den ersten neun Monaten des Jahres 2020. Dieses Plus gelte für fast alle Gebäudearten, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser stieg demnach besonders stark, um fast 29 Prozent.
Arbeitgeber und Gewerkschafter für schärfere Corona-Regeln am Arbeitsplatz
Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter befürworten schärfere Corona-Regeln am Arbeitsplatz - ihre Vorstellungen gehen aber deutlich auseinander. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger etwa pocht auf eine Auskunftspflicht der Beschäftigten zum Impfstatus und auf Tests außerhalb der Arbeitszeit. DGB-Chef Reiner Hoffmann sprach sich dafür aus, dass Arbeitgeber "wo immer möglich" Homeoffice anbieten - niemand dürfe aber dazu gezwungen werden.
Arbeitgeberpräsident: Ohne Impfung oder Test kein Lohnanspruch
In der Debatte über eine 3G-Regel am Arbeitsplatz hat Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger die Folgen für die Beschäftigten deutlich gemacht: "Wer aus Gründen, die er selbst zu vertreten hat, nicht zur Arbeit erscheint, kann für die ausgefallene Arbeit keinen Lohn beanspruchen", sagte Dulger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag. Andernfalls drohte eine Schieflage – "wenn Menschen, die sich Tests und Impfung verweigern, mit bezahlter Freistellung belohnt würden."
Preise für Getreide und Kartoffeln stark gestiegen
Eine hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland treibt den Getreidepreis. Er stieg im September um 33,3 Prozent im Vorjahresvergleich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Bereits im August hatte der Getreidepreis um mehr als 34 Prozent zugelegt, das war der höchste Anstieg seit 2013.
CDU gegen Wiedereinführung von Homeoffice-Pflicht
Aus der Union kommt heftige Kritik an einer möglichen Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht. Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion im Bundestag, Christian von Stetten, sagte in einem Interview vom Montag, eine erneute Homeoffice-Pflicht "wäre das falsche Signal für eine sich langsam wieder normalisierende Wirtschaft". Eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz sei "ein sinnvollerer Ansatz, der Schutz bietet und den Wirtschaftskreislauf nicht unnötig hemmt." Der FDP-Fraktionsvize Michael von Theurer sagte hierzu: "Die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme schließen wir nicht pauschal aus." Der Weg aus der Krise "ist und bleibt Impfen und Testen". Eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz sei daher ein guter und wirksamer Vorschlag. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat in einem Gesetzentwurf die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz und die Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht im Kampf gegen die steigenden Corona-Infektionen vorgeschlagen. Die Homeoffice-Pflicht war zum 1. Juli aufgehoben worden. Die Grünen befürworten den SPD-Plan: Dieter Janecek, Sprecher der Bundestagsfraktion für Industriepolitik und digitale Wirtschaft, sagte der "Augsburger Allgemeinen", mit einem möglichst verbindlichen Home-Office-Gebot in Betrieben und der öffentlichen Verwaltung "können wir alle dazu beitragen, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen". Nur wer zwingende betriebsbedingte Gründe dagegen vorbringen könne, sollte ausgenommen werden. Zudem sollte die 3G-Regel am Arbeitsplatz angewandt werden. Nach den Plänen von Heil sollen Beschäftigte ihrem Arbeitgeber einen Impfnachweis oder Genesenennachweis vorlegen müssen. Sind sie weder geimpft oder genesen, müssen sie täglich vor Betreten ihres Arbeitsplatzes einen aktuellen Coronatest vorlegen. Akzeptiert wird ein höchstens 24 Stunden alter Antigen-Test oder ein höchstens 48 Stunden alter PCR-Test. Arbeitgebern droht ein Bußgeld, wenn sie den Status nicht kontrollieren. (H. Müller--BTZ)
Japans Wirtschaft im dritten Quartal geschrumpft
Japans Wirtschaft ist im dritten Quartal von Juli bis Ende September deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 0,8 Prozent zum Vorquartal zurück, wie die Regierung am Montag mitteilte. Gründe waren der Anstieg der Corona-Infektionen und die Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie, die sich auf den privaten Konsum auswirkten, sowie die weltweiten Lieferkettenprobleme.
Airbus erhält Großauftrag über 255 Flugzeuge vom Typ A321
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat auf der ersten großen Luftfahrtmesse seit dem Beginn der Corona-Pandemie einen Großauftrag erhalten: Das US-Unternehmen Indigo Partners habe 255 Maschinen vom Typ A321 für seine vier Fluggesellschaften Wizz Air, Frontier, Volaris und Jetsmart bestellt, teilte Airbus am Sonntag am ersten Tag der Dubai Flugshow mit. Zum Wert des Großauftrags machte Airbus keine Angaben.
Verdi kündigt weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder am Dienstag an
Im festgefahrenen Tarifkonflikt für die 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder außer Hessen hat die Gewerkschaft weitere Warnstreiks am Dienstag angekündigt. Es werde zu Aktionen und Arbeitsniederlegungen im Bereich des Gesundheitswesens kommen, erklärte Verdi am Sonntag in Berlin. Der Gewerkschaftsvorsitzende Frank Werneke verwies auf "empfindlich steigende Lebenshaltungskosten und wachsende Arbeitsbelastung".
Heil plant zu 3G am Arbeitsplatz Gespräche mit Gewerkschaften und Arbeitgebern
Zur Frage der 3G-Regel am Arbeitsplatz hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Gespräche mit Gewerkschaften und Arbeitgebern angekündigt. "Nur im Schulterschluss zwischen Beschäftigten, Unternehmen und Staat können wir für wirksamen Schutz und mehr Impfungen sorgen", sagte er der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf vom Freitag. Er suche zur "konsequenten Umsetzung der 3G-Regeln am Arbeitsplatz" das Gespräch mit allen Seiten.
Wirtschaftsweise rät Firmen zur Absage großer Weihnachtsfeiern
Angesichts der hohen und weiter steigenden Corona-Infektionszahlen hat die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer Unternehmen zur Absage großer Weihnachtsfeiern geraten. "Große Weihnachtsfeiern halte ich in der aktuellen Lage nicht für angebracht", sagte die Ökonomin, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag. Stattdessen wäre die 2G-Regel eine Überlegung, um "kleine Feiern stattfinden zu lassen".
BGH entscheidet in Nachbarschaftsstreit über nachträgliche Wärmedämmung
Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet am Freitag (09.00 Uhr) in Karlsruhe ein Urteil über die nachträgliche Wärmedämmung eines Hauses. Geklagt hat eine Wohnungsbaugesellschaft, die findet, dass ihr Mehrfamilienhaus nicht mit vertretbarem Aufwand von innen gedämmt werden kann und daher von außen gedämmt werden muss. Da das Haus aber direkt an der Grenze zum Nachbargrundstück steht, würde die Dämmung diese Grenze überschreiten. (Az. V ZR 115/20)
EuGH: Kalorienangaben bei Müsli dürfen sich nicht auf fertige Portion beziehen
Die Kalorienangaben bei Essen, das unterschiedlich zubereitet werden kann - wie Müsli - dürfen sich nicht auf die fiktive Portionsgröße einer zubereiteten Mahlzeit beziehen. Die Informationen auf der Packung müssten mit den Angaben anderer Hersteller vergleichbar sein, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg. Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) hatte den EuGH um Auslegung der europäischen Lebensmittelverordnung gebeten. (Az. C-388/20)
IW: Drohende Wohlstandsverluste durch demografischen Wandel
Rund 3000 Euro pro Kopf - so viel höher könnte einer Studie zufolge das durchschnittliche Jahreseinkommen in Deutschland im Jahr 2035 ausfallen. Doch der demografische Wandel gefährdet den künftigen Wohlstand, warnte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Donnerstag. In 15 Jahren werden auf dem Arbeitsmarkt demnach mehr als fünf Millionen Erwerbstätige fehlen. Die IW-Forscher forderten die Politik zum Handeln auf.
Volle Umsatzsteuer auf Eintritt zur Therme
Auf den Eintritt zu einem Erholungsbad oder zu einer Therme wird die volle Umsatzsteuer fällig. Ein steuerbegünstigtes Schwimmbad "muss zur Ausübung einer sportlichen Betätigung geeignet und bestimmt sein", wie der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss entschied. Er wies damit den Betreiber einer Therme in Hessen ab. (Az: XI B 29/21)
Bauwirtschaft fordert von Politik Corona-Maßnahmen "mit Augenmaß"
Die deutsche Bauwirtschaft hat die Politik bei ihrem Kampf gegen die Corona-Pandemie zu praktikablen Regeln gedrängt. Der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Marcus Nachbauer, erklärte am Donnerstag, die Branche unterstütze die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie grundsätzlich, denn ihr sei ein hohes Maß an Sicherheit für die Beschäftigten wichtig. "Aber wir fordern Maßnahmen mit Augenmaß."
Daimler verkauft Anteile an Renault für rund 300 Millionen Euro
Der deutsche Autohersteller Daimler hat seine Anteile an dem französischen Autokonzern Renault abgestoßen. Wie das Unternehmen am Donnerstag erklärte, seien die rund 9,2 Millionen Aktien für einen Betrag von knapp 305 Millionen Euro verkauft worden. Die von Daimler gehaltenen Anteile entsprachen einer Beteiligung von rund 3,1 Prozent an dem französischen Autobauer. Mit diesem war Daimler im Jahr 2010 eine strategische Partnerschaft eingegangen.
BFH: Keinerlei "Steuerpause" beim Erbe von Privatvermögen
Auch für Erbfälle von Juli bis November 2016 wird Erbschaftsteuer fällig. Jedenfalls beim Erbe von Privatvermögen gab es "keine Erbschaftsteuerpause", wie der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil entschied. Ein Verfahren zum Erbe von Betriebsvermögen ist dort bislang nicht anhängig. (Az: II R 1/19)
EU-Kommission sieht europäische Wirtschaft zurück auf Wachstumskurs
Die Wirtschaft in der Europäischen Union und der Eurozone erholt sich schneller als erwartet von ihrem Einbruch in der Corona-Krise. Die EU-Kommission in Brüssel hob in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Ausblick die Wachstumsprognose für die Eurozone für dieses Jahr auf 5,0 Prozent an, auch für die gesamte EU wird für 2021 ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 5,0 Prozent erwartet. Risiken bergen demnach aber der weitere Verlauf der Pandemie, Störungen der globalen Lieferketten und die Inflation.
Wachstumsprognose für Eurozone nur ganz leicht angehoben
Die Wirtschaft in der Europäischen Union und der Eurozone erholt sich schneller als erwartet von der Corona-Pandemie. Die Brüsseler Behörde hob in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Ausblick ihre Wachstumsprognose für die Eurozone für dieses Jahr auf 5,0 Prozent an. Zuvor hatte die Kommission mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung der Länder mit der Gemeinschaftswährung von 4,8 Prozent gerechnet.
USA: Aktie von Beyond Meat stürzt an der Wall Street massiv ab
Das US-Startup Beyond Meat, bekannt für die Herstellung veganer Fleischalternativen, ist nach der Veröffentlichung verhaltener Geschäftszahlen an der Wall Street abgestürzt. Die Aktie des Unternehmens verlor am späten Mittwochabend (Ortszeit) im nachbörslichen Handel mehr als 19 Prozent. Schon Ende Oktober hatten die Papiere 13 Prozent an Wert eingebüßt, als das Unternehmen seine Verkaufsprognose für das dritte Quartal gesenkt hatte.
Deutlicher Anstieg bei Versicherungen nach Flutkatastrophe
Nach der Flutkatastrophe im Juli mit über 180 Toten hat sich die Nachfrage nach Versicherungspolicen gegen Extremwetterereignisse vervielfacht. "Die Versicherer haben im dritten Quartal etwa 400.000 neue Elementarschadenversicherungen bei Wohngebäuden registriert", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, am Donnerstag. Üblich seien pro Quartal zwischen 50.000 und 100.000 neue Verträge.
Siemens verbucht einen deutlichen Gewinnrückgang im Quartal
Die anhaltenden globalen Lieferprobleme haben auch dem Industriekonzern Siemens im vergangenen Quartal zugesetzt: Der Nettogewinn betrug zwischen Juli und September 1,3 Milliarden Euro, das war ein Rückgang um 29 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Siemens sprach von "herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Coronavirus-Pandemie" sowie "anhaltenden Risiken in der Versorgungskette", vor allem bei elektronischen Bauteilen und Rohmaterialien.
Geschäfte im Einzelhandel wegen Personalmangels kürzer offen
Die Geschäfte des Einzelhandels leiden einem Bericht zufolge unter Personalmangel und haben daher teils deutlich kürzer geöffnet als zu Zeiten vor der Corona-Pandemie. Der Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, sagte der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag, die täglichen Öffnungszeiten seien bundesweit im Durchschnitt um zehn Prozent geschrumpft. Das entspricht demnach rund einer Stunde.
Wirtschaftsexperten raten von Deckelung der Energie- und Spritpreise ab
Angesichts steigender Energie- und Spritpreise raten Wirtschaftsforscher von einer Deckelung der Preise ab. "Es ist so, dass wir mit Blick auf die große Transformation hin zur Klimaneutralität, die Preise für fossile Energien verteuern", sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, am Mittwoch dem Fernsehsender Phoenix. Ziel von Maßnahmen wie der CO2-Bepreisung sei es, Konsumenten zu einer Verhaltensänderung zu bewegen.
Inflation in den USA erreicht höchsten Wert seit mehr als 30 Jahren
Die Inflationsrate in den USA ist im Oktober im Jahresvergleich auf 6,2 Prozent und damit den höchsten Wert seit mehr als 30 Jahren angestiegen. Wie das Arbeitsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise unter anderem für Benzin, Lebensmittel, Mieten und Gebrauchtwagen. Die Energiepreise stiegen in zwölf Monaten um 30 Prozent, die für Benzin für sich genommen sogar um knapp 50 Prozent.
Adidas im dritten Quartal von Lockdowns und Lieferschwierigkeiten betroffen
Lockdowns und Lieferschwierigkeiten auf der ganzen Welt haben das Umsatzwachstum des deutschen Sportwarenherstellers Adidas im dritten Quartal deutlich gedämpft. Insgesamt sei das Umsatzwachstum aufgrund der Corona-Einschränkungen um rund 600 Millionen Euro niedriger ausgefallen, erklärte Adidas am Mittwoch. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz des Unternehmens jedoch im dritten Quartal um drei Prozent und erreichte knapp 5,8 Milliarden Euro, nach rund 5,6 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.
Lieferdienste müssen Fahrradkurieren Fahrrad oder mehr Geld geben
Fahrradlieferanten haben grundsätzlich Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber ihnen ein verkehrstüchtiges Fahrrad und wenn für die Arbeit erforderlich auch ein Smartphone zur Verfügung stellt. Das entschied am Mittwoch das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt. Danach sind vertragliche Abweichungen zwar zulässig, aber nur, wenn die sogenannten Rider hierfür einen angemessenen Ausgleich erhalten. (Az: 5 AZR 334/21)
Zahl überschuldeter Verbraucher auf Tiefstand gefallen
Inmitten der Corona-Krise ist die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland auf einen Tiefstand gefallen. In diesem Jahr seien rund 6,16 Millionen Bürgerinnen und Bürger überschuldet gewesen - so wenige wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung 2004, teilte die Auskunftei Creditreform am Mittwoch mit. Im Vergleich zu 2020 ergab sich damit ein Rückgang um 700.000 Fälle oder gut zehn Prozent. Die Betroffenen verteilten sich auf gut drei Millionen Haushalte.
Studie: Hälfte der Mittelschicht beklagt Einbußen von Einkommen durch Pandemie
Die Corona-Pandemie könnte einem Jahrzehnt zunehmender Stabilität und gefühlter Sicherheit in der deutschen Mittelschicht ein Ende bereitet haben. Laut dem am Mittwoch vorgestellten Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung berichtet rund die Hälfte der Mittelschicht von Einkommensverlusten durch die Pandemie. Ärmere Haushalte waren demnach besonders häufig von pandemiebedingten Einkommensverlusten betroffen. Dies könne zu zunehmender sozialer Ungleichheit führen, warnte das WSI.
Inflation im Oktober auf höchsten Stand seit 1993 gestiegen
Die Inflationsrate ist im Oktober auf einen Wert von 4,5 Prozent im Jahresvergleich geklettert und hat damit den höchsten Wert seit 1993 erreicht. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bestätigte damit am Mittwoch erste Schätzungen von Ende Oktober. Eine höhere Inflation gab es demnach zuletzt im August 1993 mit 4,6 Prozent. Gegenüber September dieses Jahres stiegen die Preise im Oktober um 0,5 Prozent.
TK-Studie: Jeder Zweite geht krank zur Arbeit
Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland geht einer Umfrage zufolge manchmal oder sogar häufig krank zur Arbeit. Nur rund jeder Fünfte (22 Prozent) gab an, bei einer Erkrankung nie zu arbeiten, wie eine am Mittwoch in Hamburg veröffentliche Studie der Techniker Krankenkasse zeigt. 27 Prozent der Befragten gehen selten krank arbeiten.
Wirtschaftsweise senken Konjunkturprognose für 2021 erneut ab
Die sogenannten Wirtschaftsweisen haben ihre Konjunkturprognose erneut abgesenkt und rechnen nun für 2021 mit einem Wachstum von nur noch 2,7 Prozent. Grund dafür seien die "vielfältigen Liefer- und Kapazitätsengpässe", erklärte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch. Im Frühjahr war das Gremium noch von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,1 Prozent und vor einem Jahr von 3,7 Prozent ausgegangen.