Atubolu-Wechsel nach Frankfurt vor Abschluss
Torhüter Noah Atubolu steht nach seinem monatelangen Wechselpoker kurz vor einem Transfer zu Ligakonkurrent Eintracht Frankfurt. "Die Tinte ist noch nicht trocken", sagte SGE-Trainer Adi Hütter auf der Spieltagspressekonferenz am Donnerstagnachmittag. Er gehe aber "davon aus, dass Noah Atubolu im Laufe des Tages die Unterschrift unter den Vertrag setzt". Die Hierarchie im Tor der Hessen werde sich nach den erneuten Wacklern von Kaua Santos in der Vorbereitung dementsprechend verändern.
"Wir haben Noah nicht als Nummer zwei geholt, sondern als Nummer eins", betonte Hütter. Laut Medien hatte der 24-Jährige zuvor seinen ursprünglich bis 2027 laufenden Vertrag beim SC Freiburg um ein Jahr verlängert und konnte sich der Eintracht deshalb zunächst auf Leihbasis anschließen. Für den kommenden Sommer soll die SGE eine Kaufpflicht besitzen, die laut Sky bei 13 Millionen Euro liegt.
"Er ist ein junger Torwart mit vielen Stärken", sagte Hütter: "Seine Dynamik ist außergewöhnlich, auch mit dem Ball am Fuß ist er sehr ordentlich. Es ist ein guter Schritt für ihn von Freiburg zur Eintracht, zu einem großen Verein, zu gehen. Wir werden versuchen ihn weiterzuentwickeln." Ob der gebürtige Freiburger schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Union Berlin zum Einsatz kommen werde, ließ der Coach noch offen.
Atubolu hatte zu Jahresbeginn frühzeitig seinen Wechselwunsch beim Europa-League-Finalisten hinterlegt, weil er sich gerne einem Spitzenklub der Premier League anschließen wollte. Die Breisgauer verpflichteten daraufhin frühzeitig den Bremer Mio Backhaus für die Vereinsrekordablöse von 12 Millionen Euro als Ersatz und komplettierten damit ihr Torhütertrio um die Ersatzkeeper Florian Müller und Jannik Huth.
Für Atubolu blieben trotz starker Vorsaison samt zwei DFB-Nominierungen die erhofften großen Angebote allerdings aus. Dementsprechend verbrachte der langjährige Stammkeeper die gesamte Vorbereitung noch in Freiburg, trainierte individuell abseits des Teams. Kurz vor Schließung des Transferfensters wurden schließlich die Gespräche mit der Eintracht konkreter.
Mit seinem Wechsel an den Main will sich Atubolu auch für die Nationalmannschaft empfehlen. Jürgen Klopp nominiert am 17. September seinen ersten Kader, der Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor ist offen.
B.Lee--SG