"Die Mannschaft brennt": Völler glaubt an guten Auftakt
Die deutsche Nationalmannschaft sehnt ihren ersten Anpfiff bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada herbei. "Man hofft natürlich, dass es irgendwann losgeht. Die Mannschaft brennt. Wir werden am Sonntag ein richtig gutes Spiel zeigen, davon bin ich überzeugt", kündigte DFB-Sportdirektor Rudi Völler vor der Partie gegen Curacao (19.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) an: "Wir wollen die Menschen mitnehmen, hier in den USA, aber auch zu Hause in Deutschland."
Darum geht es auch Bernd Neuendorf, auf eine konkrete sportliche Zielsetzung verzichtete der DFB-Präsident. "Eine Vorgabe gibt es wirklich nicht", sagte der 64-Jährige am Rande der Eröffnung des German House of Soccer in New York: "Es kommt jetzt darauf an, dass wir die Vorrunde gut überstehen, gute Ergebnisse haben." Um ganz weit zu kommen, müsse das Team dann "schwere Gegner" bezwingen. "Da wäre es vermessen, jetzt zu sagen, wir räumen die alle mal eben aus dem Weg und stehen im Halbfinale."
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig wurde da schon etwas konkreter. Er habe auf Nachfrage von Friedrich Merz "die Botschaft ins Kanzleramt gesendet, dass wir noch im Turnier sind, wenn die Sommerpause beginnt, also die parlamentarische". Diese startet in Berlin am 4. Juli, somit müsste die DFB-Elf beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada mindestens das Achtelfinale erreichen. Ein Auftaktsieg ist dabei fest eingeplant.
"Am Ende bin ich überzeugt, dass wir das erste Gruppenspiel gewinnen werden. Aber bitte nicht schon 5:0 oder andere Kantersiege prognostizieren", so Rettig: "Wir wollen einfach erfolgreich ins Turnier starten und nicht über ein 5:0 schwadronieren." Über einen Einsatz von Manuel Neuer gibt es derweil noch keine endgültige Klarheit. "Wenn ich ihn durch den Strafraum und den Fünfer fliegen sehe, mache ich mir gar keine Sorgen. Aber ich stecke in der Wade auch nicht drin und bin weder Arzt noch Hellseher - abwarten!", betonte der Geschäftsführer.
Als Faustpfand für ein erfolgreiches Turnier sieht die Führungsetage die gute Stimmung und Harmonie im Team. "Man hat nach all den Jahren ein Gespür dafür, wie der Umgang miteinander ist. Wenn das der Indikator ist für den sportlichen Erfolg, dann kann ich alle in Deutschland beruhigen", betonte Rettig.
V.Bae--SG