Super Bowl: Seahawks gewinnen Field-Goal-Festival
In einem einseitigen Field-Goal-Festival haben die favorisierten Seattle Seahawks zum zweiten Mal den Super Bowl gewonnen. Kicker Jason Myers führte die Seahawks mit einem Rekord von fünf verwandelten Versuchen zu einem 29:13 (9:0) gegen die New England Patriots, die erstmals seit der Ära Tom Brady wieder im großen NFL-Finale standen. Das Spiel in Santa Clara war lange auf schwachem Niveau und hatte keine echte Spannungskurve.
Die Seahawks hatten bereits 2014 triumphiert, die Patriots 2002, 2004, 2005, 2015, 2017 und 2019: immer mit dem legendären Quarterback Brady. Mit einem siebten Titel wären die Patriots alleiniger Rekordchampion geworden, auch die Pittsburgh Steelers haben sechsmal gewonnen.
In der befürchteten Abwehrschlacht des 60. Super Bowls blieben zwei Field Goals durch Myers lange die einzigen Highlights. Die Quarterbacks taten sich extrem schwer, Lücken zu finden, mehr als Laufspiel und kurze Pässe war beiderseits nicht drin. Myers dritter Kick brachte das 9:0.
Dementsprechend bekamen mehr als 100 Millionen Live-Zuschauer allein in den USA erst in der Halftime-Show Spektakel geboten. Der trumpkritische Latino-Superstar Bad Bunny aus Puerto Rico setzte das erwartete Zeichen gegen Hass und für Zusammenhalt: "God bless America - all Americas." Lady Gaga und Ricky Martin machten auch mit.
Die Patriots agierten danach zunehmend verzweifelt. Myers kickte erneut für drei Seahawks-Punkte, dann schlug die Defense Quarterback Drake Maye den Ball aus der Hand. Sam Darnold hingegen warf einen Touchdown-Pass auf AJ Barner zur Vorentscheidung. Danach immerhin bekamen die Patriots noch ihren Touchdown durch Mack Hollins. Knapp aber wurde es nie.
X.Ahn--SG