Nowotny sieht Klopp als mögliche Stütze im Jugendbereich
Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Jens Nowotny hofft, dass der neue Bundestrainer Jürgen Klopp auch etwas in der Jugendarbeit bewirken kann - wenn auch nur vereinzelt. "Ich denke, dass Jürgen aufgrund seiner Vergangenheit und wie er in Dortmund mit Hannes Wolf zusammengearbeitet hat, auf jeden Fall interessiert ist", sagte Nowotny, Nachwuchstrainer beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), im Interview mit Absolut Fußball.
Klopp könne natürlich Anregungen und Hinweise geben, wie bestimmte Dinge im Jugendbereich laufen sollten. "Aber ob das ein Trainer, der in einem Dorfverein oder in einem Nachwuchsleistungszentrum ist, dann umsetzt, das können wir nicht bestimmen", sagte Nowotny. Der Bundestrainer könne und werde aber "auf jeden Fall Impulse setzen, da bin ich 100-prozentig sicher, und auch vielen ins Gewissen reden". Ob er als Trainer der A-Nationalmannschaft aber große Handhabe über die Basis habe, bezweifelt Nowotny.
Bei den hochgelobten Fußballnationen Frankreich oder Spanien könne sich Deutschland zwar viel abschauen, merkte Nowotny an, nachmachen bringe aber nichts. "Kopieren funktioniert selten, wenn verschiedene Basisvoraussetzungen anders sind", sagte der 48-malige Nationalspieler. Deutschland müsse sich aber "inspirieren lassen durch sehr, sehr gute Arbeit von außen. Und wir dürfen nicht mit Scheuklappen herumrennen und denken: 'Oh, wir sind ja Deutschland, wir machen alles richtig.'"
A.Byun--SG