Indigener Staatsanwalt in Mexiko ermordet
Im Süden Mexikos ist ein indigener Staatsanwalt ermordet worden. Gregorio Pérez Gómez sei tot in seinem Auto in San Cristóbal de las Casas im Bundesstaat Chiapas aufgefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates am Dienstag (Ortszeit) mit. Vor seinem Tod hatte Gómez demnach "gewalttätige Ereignisse" im Zusammenhang mit einer örtlichen Bürgerwehr im Ort Pantelhó untersucht.
Anfang Juli hatten bewaffnete Männer das Rathaus von Pantelhó gestürmt und sich eine Auseinandersetzung mit einer rivalisierenden Gruppe geliefert. Beim Versuch, die Ordnung in dem Ort wiederherzustellen, wurden mehrere Polizisten verletzt.
Später bekannte sich eine Bürgerwehr namens "El Machete", die sich nach eigenen Angaben für die indigenen Gruppen Tzotzil und Tzeltal einsetzt, zu dem Vorfall. Sie wolle "Auftragsmörder, Drogenhändler und das organisierte Verbrechen vertreiben", erklärte die Bürgerwehr.
Trotz eines Verbots wurden seit den 1990er Jahren in Mexiko rund 50 Bürgerwehren gebildet, die die Interessen der indigenen Bevölkerung verteidigen wollen.
(N. Nilsson--BTZ)