Anklage gegen IS-Mitglied in Frankfurt am Main erhoben
Weil er sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anklage gegen einen 26-Jährigen erhoben. Ihm wird die Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation vorgeworfen, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Dmnach soll er sich bereits als Jugendlicher ab Dezember 2014 vom IS militärisch haben ausbilden lassen.
Bis März 2017 soll er im Irak für das Kriegsministerium des IS gearbeitet haben. Im Oktober 2022 sei der Mann erstmals nach Deutschland gereist. Seit seiner Festnahme im März 2026 sitzt er in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen gegen den heute 26-Jährigen kamen durch sogenannte IS-Listen ins Rollen.
Die Geheimdokumente mit Daten zu IS-Mitgliedern waren in die Hände der Sicherheitsbehörden gelangt, die darüber Mitglieder der Miliz in Deutschland identifizieren konnten. In der kommenden Woche soll vor der Oberlandesgericht Frankfurt ein Prozess gegen ein weiteres mutmaßliches IS-Mitglied beginnen, das ebenfalls über die Listen identifiziert wurde.
J.Lim--SG