Vorgestellt
Letzte Nachrichten
RKI weist Polen als Hochinzidenzgebiet aus
Die Bundesregierung stuft Polen als Corona-Hochinzidenzgebiet ein. Ab Sonntag ist die Einreise aus dem Nachbarland nur noch mit einem negativen PCR-Test erlaubt, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagabend auf seiner Internetseite bekanntgab.
Partydroge schlechthin: Französische Polizei beschlagnahmt Haribo-Erdbeeren
Eine berauschende Erfolgsmeldung der Pariser Polizei hat sich als Schaumschlägerei entpuppt: Statt Partydrogen beschlagnahmten die französischen Ermittler Haribo-Erdbeeren aus Schaumzucker, wie am Freitag aus übereinstimmenden Quellen verlautete.
Boris Johnson bekommt seine erste Corona-Impfung
Der britische Premierminister Boris Johnson hat seine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Vor laufenden Kameras ließ sich Johnson am Freitagabend in einem Londoner Krankenhaus mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca impfen. "Ich habe buchstäblich nichts gemerkt. Es war sehr gut, sehr schnell", sagte er anschließend vor Reportern und forderte die Briten auf, sich ebenfalls gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
US-Behörden halbieren Abstandsregeln an Schulen
Die US-Behörden haben die Corona-Abstandsregel an Schulen von bisher sechs Fuß (etwa 1,80 Meter) auf drei Fuß halbiert. Die Entscheidung sei nach Auswertung jüngster Studien getroffen worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Freitag mit. Die neuen Richtlinien gelten für Schüler von fünf bis 18 Jahren bei gleichzeitiger Maskenpflicht - bei besonders hohen Übertragungsraten und wenn die Gruppen nicht getrennt gehalten werden können, soll die 1,80-Meter-Regel wieder eingesetzt werden können.
Große Militärparade zum 95. Geburtstag der Queen fällt aus
Die britische Königin Elizabeth II. muss zu ihrem 95. Geburtstag auf die traditionelle Militärparade in London verzichten. Die Queen werde ihren Ehrentag wegen der Corona-Pandemie wie schon im vergangenen Jahr auf Schloss Windsor begehen, teilte der Buckingham-Palast am Freitag mit.
Biden stolpert auf dem Weg in die Präsidentenmaschine
US-Präsident Joe Biden ist auf dem Weg in die Präsidentenmaschine "Air Force One" ins Straucheln geraten. Der 78-Jährige stieg am Freitag in Washington zunächst zügig die Gangway hinauf, trat aber etwa auf halber Strecke neben eine Stufe. In der Folge stolperte er noch zwei Mal und landete schließlich auf seinem linken Knie, wobei er sich mit seiner rechten Hand am Geländer festhielt.
Konzertveranstalter Eventim erwartet nur sehr vereinzelte Konzerte diesen Sommer
Konzertveranstalter rechnen für diesen Sommer noch nicht mit einer Rückkehr zum normalen Betrieb. Klaus-Peter Schulenberg, Chef der Veranstaltungsagentur Eventim, sagte dem "Spiegel", Open-Air-Formate würden wohl "maximal sehr vereinzelt" stattfinden. "Veranstaltungen in Hallen sehe ich nicht vor dem vierten Quartal, wobei ich mich da nicht auf Anfang Oktober festlegen würde", sagte Schulenberg laut Vorabmeldung vom Freitag.
WHO bekräftigt Empfehlung für Corona-Impfstoff von Astrazeneca
Nach der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Empfehlung für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca bekräftigt. Der Nutzen des Präparats überwiege die Risiken, erklärte das WHO-Beratergremium zur Impfstoffsicherheit am Freitag. Der Impfstoff habe ein "enormes Potenzial, Infektionen zu verhindern und die Zahl der Todesfälle weltweit zu senken".
Französischer Astronaut Pesquet bringt den Blob zur ISS
Die Internationale Raumstation ISS bekommt demnächst äußerst kuriose Bewohner: Wie die französische Raumfahrtbehörde CNES am Freitag mitteilte, soll der Astronaut Thomas Pesquet mehrere Exemplare des Blob, eines Einzellers mit sonderbaren Eigenschaften, zur ISS bringen. In Experimenten soll erforscht werden, ob der Blob sich im All anders verhält als auf der Erde. Auch solle die Wirkung der Schwerelosigkeit und der Strahlung auf seine Entwicklung untersucht werden, hieß es.
Finnland setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff vorerst aus
Trotz des grünen Lichts der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) setzt das EU-Mitglied Finnland die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca vorerst aus. Die Verwendung des Vakzins werde in Finnland ab sofort gestoppt, "bis es mehr Informationen zu dem Fall gibt und ein möglicher Zusammenhang bewertet werden kann", teilte die finnische Gesundheitsbehörde THL nach zwei Fällen von Blutgerinnseln im Gehirn nach Impfungen in Finnland.
Wildschweine überrennen in Karlsruhe Schulkinder und bauen Unfälle
Wildschweine haben im Stadtgebiet von Karlsruhe Schulkinder überrannt und Unfälle gebaut. Zunächst lief am Freitagmittag eine Wildsau in die Beifahrerseite eines fahrenden Autos, wie die Polizei in Karlsruhe mitteilte. Anschließend rannte dasselbe Tier in einer anderen Straße in einen weiteren Wagen. In beiden Fälle entstanden jeweils 1500 Euro Schaden.
Am Horn aus dem Matsch gezogen
Heftige Regenfälle haben in der antiken Stätte Olympia einen spektakulären Fund ermöglicht. Bei dem "Glücksfund" handelt es sich um eine kleine, intakte Statue eines Stiers, wie das griechische Kulturministerium am Freitag in Athen mitteilte. Ein Archäologe fand die Bronzefigur demnach in der Nähe der Überreste des Zeus-Tempels und der sogenannten Altis, des heiligen Hains von Olympia.
Massenkarambolage auf Autobahn 9 in Oberbayern nach Hagelschauer
Bei einer offenbar durch plötzliche Hagelschauer ausgelösten Massenkarambolage auf der Autobahn 9 in Oberbayern sind am Freitag mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Die Polizei in Ingolstadt sprach von drei Schwerverletzten und 15 Leichtverletzten. In den Unfall waren demnach 65 Fahrzeuge verwickelt. Davon wurden 18 Autos und acht Lastwagen beschädigt.
Bundesgerichtshof prüft Nachbarschaftsstreit über herabfallende Kiefernzapfen
Mit einem Nachbarschaftsstreit wegen einer Schwarzkiefer hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag befasst. Die Äste des 15 Meter hohen Baums ragen seit mindestens 20 Jahren auf das Nachbargrundstück, was den Nachbarn wegen herabfallender Nadeln und Zapfen so störte, dass er Äste abschnitt. Daraufhin zogen die Baumbesitzer vor Gericht. (Az. V ZR 234/19)
Finnen sind auch in Corona-Zeiten die glücklichsten Menschen
Ihrem Glück kann offenbar selbst die Corona-Pandemie nichts anhaben: In einer Erhebung unter fast 150 Ländern haben sich die Finnen einmal mehr als die glücklichsten Menschen der Welt erwiesen. Sie eroberten den Spitzenplatz des im Auftrag der Vereinten Nationen erhobenen Weltglücksberichts (World Happiness Report) bereits zum vierten Mal; Deutschland verbesserte sich auf Rang 13.
Umfrage: Finnen sind auch in Corona-Zeiten die glücklichsten Menschen
Ihrem Glück kann offenbar selbst die Corona-Pandemie nichts anhaben: In einer Erhebung unter fast 150 Ländern haben sich die Finnen einmal mehr als die glücklichsten Menschen der Welt erwiesen. Sie eroberten den Spitzenplatz des im Auftrag der Vereinten Nationen erhobenen Weltglücksberichts (World Happiness Report) bereits zum vierten Mal in Folge, auf den Plätzen zwei und drei folgen Dänemark und die Schweiz.
Inder gibt sich als Käufer von digitaler Collage zu Rekordpreis zu erkennen
Der indische Multimillionär Vignesh Sundaresan hat sich als Käufer der digitalen Collage "Everydays: The First 5000 Days" zu erkennen gegeben, die in der vergangenen Woche in New York zu einem Rekordpreis versteigert worden war. Er sei der mysteriöse Metakovan, der für das Werk des US-Künstlers Beeple 69,3 Millionen Dollar (58,03 Millionen Euro) gezahlt habe, teilte Sundaresan am Freitag in einem Blog mit.
Erste europäische Länder nehmen Impfungen mit Astrazeneca wieder auf
Nach dem grünen Licht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) für den Einsatz des Corona-Vakzins von Astrazeneca haben neben Deutschland auch weitere europäische Länder die Impfungen wieder aufgenommen. Allerdings sollen in Frankreich nur noch Menschen ab dem Alter von 55 Jahren den Impfstoff erhalten, wie die Gesundheitsbehörde (HAS) am Freitag in Paris mitteilte. Dänemark und andere skandinavische Länder sind vorsichtiger und wollen Astrazeneca wegen der möglichen Gefahr schwerer Blutgerinnsel vorerst noch nicht wieder einsetzen.
Nur über 55-Jährige sollen Astrazeneca in Frankreich erhalten
In Frankreich sollen nur noch Menschen ab dem Alter von 55 Jahren den Impfstoff von Astrazeneca erhalten. Das empfahl die Gesundheitsbehörde (HAS) des Landes am Freitag in Paris. Grund für die Empfehlung sind Berichte über lebensgefährliche Blutgerinnsel nach Impfungen jüngerer Menschen.
Mann reißt Taube in Heidelberger Innenstadt Kopf ab
Ein Mann hat am Donnerstag auf einem zentralen Platz in der Heidelberger Innenstadt einer Taube den Kopf abgerissen. Der 49-Jährige gab später an, dass der Vogel sich an seinem Mittagessen zu schaffen gemacht habe, wie die Polizei am Freitag erklärte. Daraufhin habe er das Tier gefangen und enthauptet. Mehrere Zeugen alarmierten daraufhin die Polizei.
Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen in Millionen-Metropole Mumbai
Nach einer zwischenzeitlichen Atempause sieht sich die indische Millionen-Metropole Mumbai derzeit mit einem massiven Anstieg der Corona-Fälle konfrontiert. Es sei ein neuer Rekordwert an Neu-Infektionen registriert worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Dies gelte sowohl für Mumbai als auch für den gesamten Bundesstaat Maharashtra, dessen Hauptstadt Mumbai ist.
Deutschland: 17.500 Neuinfektionen von COVID-19
In Deutschland sind innerhalb eines Tages fast 17.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 17.482 neue Ansteckungsfälle registriert - etwas weniger als am Vortag, aber rund 4600 mehr als vor einer Woche. Der Inzidenzwert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg auf 95,6. Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 90 und vor einer Woche bei 72. Wie das RKI weiter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 226 neue Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion registriert. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg damit auf 74.358. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie beträgt nun 2.629.750. Sechs Bundesländer - Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen - überschreiten mittlerweile landesweit den Inzidenzwert von 100. Alle übrigen Bundesländer liegen oberhalb des Inzidenzwerts von 50. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Maßnahmen. (D. Wassiljew--BTZ)
Gericht: Achillessehnenriss beim Völkerball ist kein Arbeitsunfall
Ein bewusstes seitliches Ausweichen beim Völkerball während einer Bewegungstherapie kann laut einem Gerichtsbeschluss nicht zum Riss einer bis dahin gesunden Archillessehne führen. Eine Sehnenruptur bei einer solchen Ausweichbewegung könne nur in Kombination mit einer Vorschädigung der Sehne auftreten und sei daher kein Arbeitsunfall, befand das hessische Landessozialgericht in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss. (Az. L 3 U 205/17)
Studie: Waldbrände in Australien stießen große Mengen Rauch in Stratosphäre aus
Durch die verheerenden Waldbrände in Australien 2019 und 2020 ist einer israelischen Studie zufolge so viel Rauch in die Stratosphäre aufgestiegen wie bei einem riesigen Vulkanausbruch. Dass Rauch von Waldbränden die zweite Schicht der Erdatmosphäre erreiche, sei äußerst ungewöhnlich und habe ernsthafte Auswirkungen auf die Umwelt, schreiben die Autoren in ihrer am Donnerstag im Fachmagazin "Science" veröffentlichten Studie.
Zoll findet über 100 Kilogramm verbotene Cremes und Kosmetik
Rund 100 Kilogramm verbotene Cremes und Kosmetikprodukte haben Zollbeamte am Münchner Flughafen im Gepäck einer 22-jährigen Studentin gefunden. Wie der Zoll am Freitag berichtete, hatte die junge Frau den Abfertigungsbereich mit mehreren Reisetaschen verlassen wollen. Als die Beamten diese kontrollierten, stießen sie darin auf etwa 400 verbotene rezeptpflichtige Cremes sowie 100 Kosmetikprodukte, die nicht in die EU oder nach Deutschland eingeführt werden dürfen.
USA, Polizei: Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen Armie Hammer
Nach Vergewaltigungsvorwürfen gegen den US-Schauspieler Armie Hammer hat die Polizei von Los Angeles Ermittlungen aufgenommen. Genauere Angaben zu ihrer Untersuchung machte die Polizei am Donnerstag (Ortszeit) nicht. Stunden zuvor hatte eine 24-Jährige den aus dem Hollywood-Film "Call Me By Your Name" bekannten Schauspieler beschuldigt, sie im Jahr 2017 mehr als vier Stunden lang brutal vergewaltigt zu haben. Hammer wies die Vorwürfe zurück.
Raketen-Triebwerke für neues Mondprogramm der Nasa erfolgreich getestet
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Triebwerke der Rakete für ihr neues Mondprogramm Artemis erfolgreich getestet. Alle vier Triebwerke der neuen Trägerrakete Space Launch System (SLS) hätten bei dem Test am Donnerstag im Stennis Space Center im Bundesstaat Mississippi gleichzeitig gezündet, teilte die Nasa mit. Die Testzündung dauerte demnach planmäßig acht Minuten und erzeugte eine maximale Schubkraft von 7,1 Millionen Newton.
EMA empfiehlt erneut Verwendung von Astrazeneca-Impfstoff
Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat sich nach der Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen in Teilen Europas für eine weitere Verwendung des Corona-Vakzins ausgesprochen. Das Mittel sei "sicher und wirksam", sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Donnerstag. Einen möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und seltenen, aber gefährlichen Blutgerinnseln im Gehirn konnte die Behörde aber "nicht endgültig" ausschließen. In Deutschland wurde die EMA-Empfehlung mit Erleichterung aufgenommen, die Impfungen sollen schon ab Freitag wieder aufgenommen werden - allerdings mit Warnhinweisen. Auch Italien, Frankreich und Spanien kündigten eine Fortsetzung der Astrazeneca-Impfungen an. Es gebe keine Hinweise darauf, dass von dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel ausgehe, sagte Cooke nach einer Sondersitzung der Behörde. Der EMA-Ausschuss für Impfstoff-Sicherheit sei zu einer "eindeutigen wissenschaftlichen Schlussfolgerung" hinsichtlich der Sicherheit des Vakzins gekommen. Der Nutzen des Impfstoffs beim Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung überwiege "mögliche Risiken", sagte Cooke. Bei ihren Untersuchungen stellte die EMA laut Cooke aber "eine kleine Anzahl von Fällen seltener und ungewöhnlicher, aber schwerwiegender Gerinnungsstörungen fest". Nach tagelanger eingehender Analyse von "Laborergebnissen, klinischen Berichten, Autopsieberichten und weiteren Informationen aus den klinischen Studien können wir einen Zusammenhang zwischen diesen Fällen und dem Impfstoff immer noch nicht endgültig ausschließen", fügte sie hinzu. Die Produktinformation für das Vakzin werde nun dementsprechend angepasst, um Patienten und Ärzte auf die möglichen Gefahren hinzuweisen. Nach Angaben der EU-Behörde wurden unter den 20 Millionen Menschen, die in der EU sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und Großbritannien eine Astrazeneca-Impfung erhalten haben, 469 Fälle von Blutgerinnseln festgestellt. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sei dies kein erhöhter Wert. Nach Angaben der EMA traten bei 25 Patienten schwerwiegende Erkrankungen auf, darunter Blutgerinnseln im Gehirn. Davon betroffen waren fast ausschließlich Frauen unter 55 Jahren. Hinweise auf Probleme mit bestimmten Impfstoff-Chargen oder Produktionsstätten gibt es laut EMA allerdings nicht. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides befürwortete die "eindeutige wissenschaftliche" Empfehlung der EMA. Mögliche Risiken im Verbindung mit dem Impfungen müssten weiter sehr genau beobachtet werden. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) riet am Donnerstag zur weiteren Nutzung des Vakzins. Das Beratergremium der WHO zur Impfstoffsicherheit will am Freitag einen Bericht zum Astrazeneca-Impfstoff vorlegen. Deutschland und mehr als ein Dutzend weitere europäische Staaten hatten in den vergangenen Tagen nach Berichten über das Auftreten schwerer Blutgerinnsel bei einigen Geimpften die Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin vorerst gestoppt. Für die ohnehin als schleppend kritisierte Impfkampagne in Deutschland war die Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen ein Rückschlag. Nun sollen die Astrazeneca-Impfungen in Deutschland ab Freitag wieder aufgenommen werden, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ankündigte. Die Impfwilligen sollten dann in aktualisierten Aufklärungsbögen über mögliche Risiken informiert werden. Nun gehe es darum, "dass wir zügig weiterimpfen". Vertreter von Politik und Verbänden äußerten am Donnerstagabend die Erwartung, dass die Impfungen mit dem Präparat nun rasch wieder aufgenommen werden - mit Warnhinweisen für bestimmte Patientengruppen wie von der EMA empfohlen. FDP-Vizefraktionschef Michael Theurer bezeichnete die EMA-Empfehlung als "gute Nachricht". Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, zeigte sich "erleichtert" über die Entscheidung der EMA. Sie forderte wie die Grünen eine zügigen Wiederaufnahme der Impfungen mit Astrazeneca und eine umfassende Aufklärung der Impfwilligen über die möglichen Nebenwirkungen des Mittels. Auch Italien, Frankreich und Spanien kündigten noch am Donnerstagabend an, die Impfungen mit Astrazeneca wieder aufzunehmen. Ab Freitag werde das Vakzin wieder verabreicht, sagte der italienische Ministerpräsident Mario Draghi. Ziel sei es weiterhin, "möglichst schnell so viele Impfungen wie möglich vorzunehmen". Auch in Frankreich wird der Astrazeneca-Impfstoff von Freitag an wieder genutzt. Er werde sich selbst damit impfen lassen, um zu zeigen, "dass wir vollstes Vertrauen haben können", sagte Premierminister Jean Castex. Spanien will ab Mittwoch wieder damit impfen. (K. Petersen--BTZ)
Neuer Lockdown für Paris und viele andere Teile Frankreichs
Wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen verhängt Frankreich einen neuen Lockdown über den Pariser Großraum und andere Landesteile. Dort müssen ab Freitag um Mitternacht für mindestens einen Monat alle Geschäfte des nicht täglichen Bedarfs schließen und es gelten verschärfte Ausgangsbeschränkungen, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris ankündigte. Die meisten Schulen sollen dagegen offen bleiben.
EMA: Astrazeneca-Impfstoff ist "sicher und wirksam"
Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hält an ihrer Empfehlung für den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca fest. Es gebe keine Hinweise darauf, dass von dem Impfstoff ein allgemein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel ausgehe, sagte EMA-Chefin Emer Cooke nach einer Sondersitzung der Behörde am Donnerstag. Der Impfstoff sei "sicher und wirksam", betonte Cooke. Die EMA konnte demnach aber "nicht mit Sicherheit ausschließen", dass es einen Zusammenhang zwischen Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin und dem Auftreten seltener und gefährlicher Gerinnsel im Gehirn gebe.
Bewährungsstrafe für Piloten nach Flugunglück mit drei Toten
Rund zweieinhalb Jahre nach dem Tod dreier Menschen bei einem Flugunglück auf der Wasserkuppe in Hessen hat das Landgericht Fulda den Piloten zu einem halben Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgelegt, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte. Der Angeklagte erklärte sich außerdem bereit, einen Betrag von 5000 Euro an den Vater der bei dem Unglück gestorbenen Kinder zu bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.
Künstlerischer Leiter der Olympischen Spiele in Tokio tritt zurück
Ein weiterer hochrangiger Vertreter des Organisationsteams der Olympischen Sommerspiele in Tokio hat wegen abfälliger Äußerungen über eine Frau seinen Hut nehmen müssen. Der künstlerische Leiter des Sport-Großereignisses, Hiroshi Sasaki, kündigte am Donnerstag seinen Rücktritt an, nachdem er sich abfällig über das Äußere einer populären japanischen Komikerin geäußert hatte.